Warum das Zinssystem zu Wirtschaftscrash und Kriegen führen muss…
Jun 21st, 2006 | von zweitrangig | Kategorie: Antistaat-ArchivWenn nicht das Zinssystem überall auf der Welt abgeschafft wird, ist gegen eine Abwärtsentwicklung der Gesellschaft kaum was auszurichten. Dazu gibt es interessante Lektüre, wie “Geldcrash – So retten sie Ihr Vermögen”. Das Zinssystem, wo Anleger bis zu 10 % pro Jahr bekommen, muss irgendwann zusammenbrechen, weil es ein Schnellballprinzip ist.
Angenommen, jemand erhält 7% Zinsen pro Jahr auf sein angelegtes Geld, dann hat sich sein Vermögen in 10 Jahren verdoppelt. Nun bekommt er auf das doppelte Vermögen seine Zinsen und in über 20 Jahren ist sein Vermögen auf das Vierfache angewachsen, und so weiter… Irgendwann fängt der Zinseszins an zu explodieren.
Da wo jemand Geld verleiht (das angelegte Geld auf der Bank), und fürs Nichtstun Geld einkassiert, muss ein Anderer Kredite aufnehmen ( Privathaushalte, Firmen und Staaten) sonst geht die Rechnung nicht auf. Lange Zeit merkt man davon nichts, da durch den letzten Geldcrash und den 2. Weltkrieg erst mal das Land neu aufgebaut wird, und die Geldspirale anfängt neu zu rotieren. Wächst die Produktion (Wirtschaftswunder nach dem Krieg), fließt auch viel Geld in die Produktion und liegt nicht auf der Bank fest und die Zeitspanne ist noch zu kurz, wo der Zinseszins anfängt zu explodieren. Ist eine Warensättigung (wer will schon 3 Waschmaschinen) eingetreten und Banken können auch nicht mehr so hohe Zinsen zahlen, sucht das Geld andere Kanäle (Aktien, Immobilien, Rohstoffe, und zum Schluss Krieg). Diese Prozesse laufen nicht nur hintereinander ab, sonder teilweise parallel.
Das Zinssystem in der heutigen Form lässt sich nur für ungefähr 2 Generationen aufrecht erhalten, dann hat sich durch Zinseszins soviel Geld in wenige Hände konzentriert, dass fast alles zusammenbrechen muss, oft verbunden mit Krieg.
Im Prinzip wiederholt sich Geschichte immer wieder mit ähnlichen Abfolgen (beispielsweise Wirtschaftskrise 1873, und Aktienboom davor) .
Musste 1950 nicht einmal 1% des Bundeshaushaltes für den Schuldendienst aufgewandt werden, sind es heute schon 30%.
In einer UNO-Studie wurde 1996 bekannt gegeben, dass weltweit die 358 reichsten Milliardäre fast die Hälfte des Welteinkommens besitzen. Würde man statt des Einkommens das Vermögen berücksichtigen, wäre der Gegensatz noch viel größer.
Wer weiß eigentlich, dass im frühen Mittelalter, ungefähr 300 Jahre lang ein zinsloses Finanzsystem auf deutschen Boden gab mit Schwundgeld. Viele unserer Städte entstanden in dieser Zeit. Die Menschen damals lebten teilweise besser als heute, hatten oft mehr Freizeit als wir. Bergbauern, weil es eine schwere Arbeit ist, mussten nur 6 Stunden am Tag arbeiten. Selbst Handwerker kleideten sich mit Gold und Silber. Auch auf den Land mit der Fronarbeit wurde es langsam leichter, weil Bauern die Alternative sahen, in die Städte abzuwandern. Selbst ein Tagelöhner bekam soviel, dass sein Tageslohn beispielweise für 5-6 Pfund besten Fleisches reichte. Es gab öffentliche Badeanstalten, wo Männer und Frauen nackt miteinander badeten (prüde ging ersts im Spätmittelalter zu), es gab Spitäler und warme Stuben für Bedürftige…
quelle: indymedia
