Saddam im Morgengrauen gehängt

Posted in Skandale, Terror/Krieg by antistaat on the December 30th, 2006

Saddam Hussein wurde heute morgen gehängt. Das Todesurteil gegen den früheren Diktator wurde im Morgengrauen in Bagdad vollstreckt. Ein arabischer TV-Sender zeigte bereits Aufnahmen der Hinrichtung.

Bagdad - Saddam sei nach Ablauf der von irakischen Behörden genannten Frist gehängt worden, berichtete das staatliche irakische Fernsehen. Es sendete am Morgen Koransuren, wie es bei Trauerfällen üblich ist. Zuvor hatten auch andere arabische Medien die Hinrichtung gemeldet.

Der Fernsehsender Arabija hat bereits Aufnahmen von der Hinrichtung gezeigt. Saddam war auf dem Weg zum Galgen zu sehen und wie ihm die Schlinge um den Hals gelegt wurde. Dann brach der Sender den Film ab. Das staatliche Fernsehen des Iraks hatte ebenfalls angekündigt, die Hinrichtung zu zeigen.

Die Hinrichtung verlief nach Augenzeugen schnell und ruhig. “Es ging sehr schnell. Er starb sofort”, sagte ein irakischer Regierungsvertreter, der bei der Vollstreckung des Todesurteils dabei war. Der 69-Jährige sei gefesselt gewesen, aber mit unbedecktem Gesicht. “Er machte einen ruhigen Eindruck, er zitterte nicht”, sagte der Augenzeuge weiter. Den Angaben zufolge sprach Saddam unmittelbar vor seiner Hinrichtung das muslimische Glaubensbekenntnis “Es gibt keinen Gott außer Gott und Mohammed ist sein Prophet”. Der Verurteilte habe aber keine andere Bemerkung mehr gemacht, als er von den Polizisten zum Galgen geführt worden sei.

Widersprüchliche Meldungen gab es zunächst über die Hinrichtung von Saddam Husseins Halbbruder Barsan al-Tikriti und des ehemaligen Richters Awad al-Bander.

Zunächst hatte es geheißen, die beiden seien ebenfalls gehängt worden. Wenig später wurden diese Meldungen korrigiert. Die beiden sind nach den Worten des irakischen Nationalen Sicherheitsberaters Mowaffak al-Rubaie nicht zusammen mit dem Ex-Diktator gehängt worden. Ein weiterer Vertreter der irakischen Regierung sagte, sie würden im späteren Verlauf des Samstag hingerichtet. Sie waren am 5. November gemeinsam mit Saddam Hussein im Prozess um ein Massaker 1982 in der Ortschaft Dudschail zum Tode verurteilt worden.

In Dudschail wurden 148 Schiiten offenbar als Vergeltung für einen Attentatsversuch auf Saddam Hussein getötet. Das Verfahren begann bald nach der Gefangennahme Saddam Husseins im Dezember 2003.

Saddam war wenige Stunden vor der Hinrichtung aus amerikanischem Gewahrsam den irakischen Behörden übergeben worden. Dies war eine Voraussetzung für die Vollstreckung des Urteils. Anzeichen für eine baldige Hinrichtung war auch die Aufforderung an die Anwälte Saddams gewesen, die persönliche Habe des Todeskandidaten aus dem Gefängnis abzuholen.

Ein US-Bezirksgericht in Washington hatte in der Nacht einen Antrag der Anwälte Saddams abgelehnt, mit dem diese einen Aufschub der Hinrichtung erreichen wollten. Anwalt Curtis Doebbler sprach in einem Interview des US-Senders CNN von einem “ungewöhnlichen Schritt” des US-Gerichts. Die bevorstehende Hinrichtung Saddams nannte er eine Ungerechtigkeit, an die man noch lange denken werde.

Aus Angst vor Krawallen nach der Hinrichtung des früheren Staatschefs hat die irakische Regierung die Sicherheitskräfte in Alarmbereitschaft versetzt. Die irakischen Sicherheitsbehörden sind gewarnt: Schon bei der Verkündung der Todesstrafe Anfang November war es zur Gewalt in Teilen des Landes gekommen. Eine Ausgangsperre, wie sie damals für drei Tage verhängt worden war, wurde auch jetzt nicht ausgeschlossen. Die Entscheidung darüber liege allein bei Ministerpräsident Nuri al-Maliki, sagte der Leiter der Einsatzführung im Innenministerium, Abdel Karim Chalaf. Die Sicherheitskräfte stünden zum Eingreifen bereit, sobald sie über den Zeitpunkt der Hinrichtung informiert würden. Das amerikanische Verteidigungsministerium erklärte, die US-Kräfte im Irak seien auf einen Anstieg der Gewalt vorbereitet.

Quelle: Spiegel.de

Frohe Weihnachten

Posted in Audio/Video, Sonstiges, Allgemein by antistaat on the December 24th, 2006

Das Antistaat - Team wünscht allen frohe Weihnachten und erholsame Feiertage.

P.S.: Hier noch ein kleiner Geschenktip ;-) :

God bless America

Posted in Audio/Video, Sonstiges, Politik by antistaat on the December 23rd, 2006

Diejenigen, die aus dem südlicheren Teil der Republik kommen werden ihn wahrscheinlich nicht kennen, und auch bei den meisten Nordlichtern heisst der Stamm-Radiosender nur selten NDR Info. Ich bin normalerweise auch kein grosser Radio-Hörer, weil mir sogar der wirklich “allerallerbeste Mix der schöhöhönsten Superhits der 70er, 80er, 1,99er, 08-50er” genauso wie “das Beste von Heute” tierisch auf den Sack Senkel geht, egal wie gutgelaunt der Moderator mich vom Gegenteil zu überzeugen versucht.

Als bekennender Informations-”Junkie” brauch ich allerdings selbstredend immer schon möglichst früh meine Dosis “tagesaktueller Ereignisse”, damit ich mir unter dem narkotisierenden bis euphorisierenden Einfluss lebenserhaltender Infos wie beispielsweise Die Deutschen müssen das Töten lernenoder “Deutschlands frechster Arbeitsloser” (siehe dazu auch hier) täglich aufs Neue einreden kann, daß über Nacht nichts wirklich Schlimmes auf der Welt passiert ist (jedenfalls wenn die Definition von “schlimm” eine bereits soweit ausgedehnte ist, dass nur noch Begriffe wie “Weltkrieg” oder “Weltwirtschaftskrise” ernstzunehmendere Aufmerksamkeit erwecken), und dass es sich also erneut lohnt wach zu bleiben, und tatkräftig seinem Sch(r)öpfer oder seiner Sch(r)öpferin zu dienen.

Zur humorvolleren Art der Ablenkung hier der Hinweis auf meinen morgendlichen Lieblings-Dusch-Radiosender NDR Info, und die dort laufende satirische, Amerika-kritische Kolumne “God bless America“:

Jede Woche dienstags wirft Washington-Korrespondent Georg Schwarte auf NDR Info “with his own private eye” einen Blick ins Regierungsviertel, auf die Welt der Bushs und Schwarzeneggers. “God bless America” heißt seine scharfzüngige Kolumne, in der er die Mächtigen der Supermacht aufs Korn nimmt und ihre bisweilen unfreiwilligen verbalen Fehltritte in ein amüsantes satirisches Hörstück verwandelt.

“God bless America” - Buntes, Kurioses und Nachdenkenswertes aus dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Ab sofort immer dienstags, um 7.38 und 9.38 Uhr auf NDR Info.

..oder rund um die Uhr im Web unter -> ndrinfo.de

US-Amerikaner in Ägypten festgenommen, rekrutierte angeblich “Terroristen”

Posted in Verschwörungen, Skandale, Terror/Krieg by zweitrangig on the December 21st, 2006

Immer wieder empfehlenswert - politblog.net!

Regelmässig gut recherchierte Artikel, mit Informationen die eigentlich
SO GROSS in der BILD stehen müssten,
und auch die Tagesschau sollte dabei ihre Tonausgabe noch lauter drehen als Privatsender bei Programmvorschauen und Werbung…

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Die ägyptischen Behörden haben eine Terroristenzelle hochgenommen, die angeblich Muslime für den Kampf gegen die US-Besatzer im Irak rekrutierte:

“Sie versuchten andere zu rekrutieren, sie zerstörerische Ideologien zu lehren und zu einem Jihad zu drängen damit sie über andere Länder in den Irak reisen und dort Operationen durchführen.”

Bis auf das Wort “Jihad” könnte diese Beschreibung auch auf jede bessere US-Kaserne passen.

Das Lustige ist jetzt, dass unter den Festgenommenen ein US-Amerikaner, 8 bis 9 Franzosen (je nach Pressemeldung) und zwei Belgier waren. Ein Schelm wer dabei denkt, der US-Amerikaner hat hier Muslime dazu angestiftet, sich als “Terroristen” zu betätigen damit Bushs Phrasen vom bösen Feind nicht etwa die Argumente und Beispiele ausgehen.

Die Motivation für solchen False-Flag Terror mit den Worten von Keith Olbermann:

“Zumindest theoretisch ist klar dass sowohl Terroristen als auch Regierungen, in ihrer Funktion als Terroristenjäger, ein Motiv haben, die Menschen in Angst zu versetzen.

Terroristen wollen nicht einfach uns oder sonst jemanden tot sehen. Angst ist oft ein noch besseres Ergebnis. Und nur wenige Regierungen in der politischen Geschichte der USA, ob nun demokratisch oder republikanisch, konservativ oder liberal, können von sich sagen sie hätten Angst nicht benutzt und verstärkt um ihre Handlungen zu rechtfertigen.”

Wer sich jetzt fragt “was für ein Motiv könnte man als westlicher Geheimdienst daran haben, Kämpfer in den Irak zu schicken?”, der denkt zu kurzfristig. Wenn der eigene Agent hier ein hübsches Netzwerk in Ägypten aufbaut, so lässt sich dies auch noch später für andere Aktionen nutzen.

Es wäre nicht der erste Fall von “Terrorismus”, bei dem ohne die Initiative von westlichen Geheimdienstmitarbeitern gar nichts gelaufen wäre. Schon die medial aufgeblasenen Terroristen von Miami wurden von einem Geheimdienstmann angestiftet.

Der viel beachtete Alarm im Sommer, wonach britische Terroristen angeblich Flüssigsprengstoff zur Entführer einiger Flugzeuge verwenden wollten, fällt immer weiter in sich zusammen. Die angeblichen pakistanischen Hintermänner der Terrorgruppe wurden vor Kurzem freigesprochen, und an irgendwelche Neuigkeiten bezüglich der in Großbritannien Festgenommenen kann ich mich auch nicht erinnern. Bei diesem Fall war es sowieso so, dass die Sicherheitsdienste in Großbritannien gar keinen Grund zum Eingreifen sahen, sondern die US-Behörden einen neuen Fall von “Terror” brauchten (ebenfalls laut Olbermann):

“Und diese Tatsache kann vielleicht erklären, warum der Zeitpunkt der Festnahmen in Großbritannien nicht von den dortigen Chefermittlern festgelegt wurde, sondern von unserer Regierung.”

Ach ja und kann sich noch jemand an die mysteriösen “Ausländer verschiedener Herkunftsländer“, die angeblich einen Anschlag in Deutschland planten? Diese Geschichte wurde auch überzeugend unter den Tisch gekehrt und vergraben. Meine Gedanken damals:

“Die Sache sieht so aus, als ob ein “befreundeter” oder gar der eigene Geheimdienst hier zufälligerweise von den deutschen Behörden aufgedeckt wurde. Und um diesen nun zu schützen wird weder die Identität der Gefassten bekannt gegeben, noch werden sie zu weiteren Verhören festgehalten.”

Weitere Fälle von geheimdienstlichen Elementen in Terrorfällen habe ich im Rahmen meines Artikels über V For Vendetta aufgelistet.

Quelle: DaRockwilda / politblog.net

Pentagon will 100 Milliarden mehr für Krieg gegen den Terror

Posted in Terror/Krieg, Politik by antistaat on the December 21st, 2006

Für die Einsätze im Irak und in Afghanistan sollen die US-Steuerzahler noch tiefer in die Tasche greifen: Das Pentagon will fast 100 Milliarden Dollar zusätzlich beantragen. Diese Pläne lagen schon in der Schublade, als Bush heute Erwägungen bestätigte, die Truppen im Irak aufzustocken.

Washington - Die neuen Forderungen in Höhe von 99,7 Milliarden Dollar (76 Milliarden Euro) meldet die Nachrichtenagentur AP. Stimmen der Präsident Bush und der Kongress zu, stiege der Gesamtetat für die Kriege allein in diesem Jahr auf 170 Milliarden Dollar (130 Milliarden Euro), hieß es am Abend weiter. Allein der Krieg im Irak hat bisher rund 350 Milliarden Dollar (266 Milliarden Euro) gekostet. Zusammen mit dem Einsatz in Afghanistan und dem Kampf gegen den Terrorismus in anderen Teilen der Welt haben die US-Steuerzahler schon 500 Milliarden Dollar aufgebracht, wie eine Untersuchung des Congressional Research Service ergab.

Der Zeitpunkt für die Anfrage der Streitkräfte scheint genau abgepasst zu sein - schließlich arbeitet Bush gerade an einer neuen Strategie für den Irak. Dazu gehören auch Vorschläge, die Truppenpräsenz zu verstärken. Die Wünsche des Pentagons wurden aber schon vorher erarbeitet, hieß es am Abend von der Nachrichtenagentur AP.

Der Präsident hatte zuvor die Nation darauf eingeschworen, weitere Verluste hinzunehmen. Der Irak-Krieg werde auch im kommenden Jahr “zusätzliche Opfer” abverlangen und schwierige Entscheidungen mit sich bringen. “Ich treffe keine Prognose darüber, wie es 2007 im Irak aussehen wird”, sagte Bush auf der Pressekonferenz. 2006 sei ein schweres Jahr für die US-Streitkräfte und die Iraker gewesen.

Bush unterstrich seinen Wunsch nach einer Aufstockung der Streitkräfte. Der Kampf gegen den Terror werde lange dauern, und das Militär müsse in der Lage sein, ihn durchzustehen. Er habe den neuen Verteidigungsminister Robert Gates damit beauftragt, ihn sobald als möglich zu unterrichten, wie Heer und Marineinfanterie ausgebaut werden könnten.

Ob die Truppen im Irak tatsächlich aufgestockt werden, sei allerdings noch nicht entschieden. “Wir betrachten alle Optionen”, sagte Bush. Beobachter werteten diese Äußerung Bushs zwei Wochen nach den Empfehlungen der Baker-Kommission als die Einleitung seines Strategiewechsels.

Die Gesamtstärke der US-Armee soll offenbar vergrößert werden, um die im Irak eingesetzten Soldaten zu entlasten. Als eine seiner ersten Amtshandlungen reiste der neue Verteidigungsminister Robert Gates heute nach Bagdad, um sich persönlich einen Eindruck von der angespannten Sicherheitslage zu verschaffen.

“Ich neige zu der Überlegung, dass wir die Gesamtstärke sowohl des US-Heers als auch der US-Marineinfanteristen vergrößern müssen”, sagte Bush ohne Zahlen zu nennen. Dies sei für “den langen Kampf gegen Radikale und Extremisten nötig”. “Es wird eine Weile dauern, bis die Idee der Freiheit über die Idee des Hasses triumphiert”, fügte er hinzu.

Die US-Kommandeure im Irak äußerten in ihren Gesprächen mit Gates Bedenken gegen den Schritt. Eine Aufstockung der Truppe könne die geplante Übergabe der Sicherheitsverantwortung an irakische Kräfte verzögern, sagten sie Gates zufolge. Auch die unabhängige Experten-Kommission unter Leitung von Ex-Außenminister James Baker hat empfohlen, die Soldaten mehr und mehr aus den Kämpfen zurückzuziehen und stattdessen die Ausbildung irakischer Kräfte zu verstärken.

Nahost-Kommandeur gibt auf

Der Kommandeur der US-Armee im Nahen Osten, General John Abizaid, gibt indessen Anfang des neuen Jahres seinen Posten auf. Abizaid werde seinen Abschied wie geplant einreichen, teilte das US-Zentralkommando am Mittwoch mit. Der inzwischen aus dem Amt geschiedene Verteidigungsminister Donald Rumsfeld hatte Abizaid gebeten, seinen Posten bis Anfang 2007 zu behalten. Der Kommandeur gehört zu den wichtigsten Strategen des US-Kriegs im Irak und gilt als Kritiker der neuen Bush-Strategie.

Seit dem Einmarsch vor bald vier Jahren wurden fast 3000 US-Soldaten und rund 50.000 Zivilisten getötet. Einzelheiten seines Kurswechsels hat Bush für Januar angekündigt. Derzeit sind im Irak rund 134.000 Soldaten eingesetzt. Regierungskreisen zufolge wird über 15.000 bis 30.000 zusätzliche Truppen für sechs bis acht Monate diskutiert.

Mit der Aufstockung der Armee kommt Bush Forderungen des US-Generalstabs nach, der zuletzt angesichts der zahlreichen weltweiten Einsätze vor einem Zusammenbruch der Armee gewarnt hatte. Die Armee hat bereits die Erlaubnis, vorübergehend bis zu 512.000 Reservisten und damit 30.000 mehr als normal in den aktiven Dienst zu berufen. Ungefähr die Hälfte davon ist im Ausland eingesetzt, der zweitgrößte Truppenanteil steht in Afghanistan mit etwa 17.000 Soldaten.

Quelle: Spiegel.de

Oma schiebt Baby durch Handgepäck-Scanner

Posted in Skandale, Überwachung by antistaat on the December 20th, 2006

Der Sicherheitsbeamte auf dem Flughafen Los Angeles traute seinen Augen nicht: Beim Screening des Handgepäcks sah er auf seinem Monitor ein Baby. Eine Frau hatte ihr Enkelkind in einer Plastikschale in die Röntgenröhre geschoben.

Hamburg - Wie gefährlich ist übertriebenes Sicherheitsdenken? Nach dem 11. September 2001 wurden weltweit auf Flughäfen immer restriktivere Schutzvorkehrungen eingeführt, seit dem 6. November gelten nochmals verschärfte Bestimmungen für Handgepäck. Die Liste der Dinge, die nur noch in speziellen Plastikbeuteln oder gar nicht mehr mit an Bord genommen werden dürfen, ist lang. Zudem müssen Fluggäste neben Taschen und Jacken häufig auch Gürtel, Schuhe und Kopfbedeckungen ablegen und in Röntgenmaschinen durchleuchten lassen.

Das scheint manche Passagiere nun so zu verwirren, dass sie sich genötigt sehen, beim Sicherheits-Check alles screenen zu lassen, was sie bei sich haben - zum Beispiel auch ein Baby. Laut einem Bericht der “Los Angeles Times” legte eine 56-jährige Frau auf dem Flughafen der kalifornischen Metropole tatsächlich ihr einjähriges Enkelkind in einen der gängigen Plastikkästen auf dem Laufband einer X-Ray-Maschine - und setzte es damit einer leichten Röntgenstrahlung aus.

Nachdem der Beamte am Monitor begriffen hatte, was er dort vor sich hatte, fuhr er das Band sofort zurück. Die Aufregung war groß, Sanitäter lieferten das Kleinkind in ein Krankenhaus ein und ließen es dort auf mögliche Strahlenschäden untersuchen. Ergebnis: Die Röntgenstrahlung, die das Baby abbekommen hatte, war ungefährlich. Laut “L.A. Times” beträgt die Strahlendosis in einer gängigen X-Ray-Maschine für Handgepäck nicht mehr als ein Millirem, also etwa so viel, wie ein Mensch an einem Tag an Weltraumstrahlung abbekommt. Zum Vergleich: Bei einer ärztlichen Röntgenaufnahme des Oberkörpers ist die Dosis zehnmal höher.

Stress und Druck durch Vorgesetzte

Dennoch löste der Vorfall, der sich den Angaben zufolge am vergangenen Samstag ereignete, eine aufgeregte Debatte unter amerikanischen Flughafenbetreibern und Sicherheitsexperten aus. Die große Frage dabei: Könnten die immer strikteren Sicherheitsbestimmungen im Flugverkehr womöglich immer häufiger unerwünschte Auswüchse haben, vor allem bei Passagieren, die der Sprache des jeweiligen Landes nicht mächtig sind?

Nach dem Zeitungsbericht sprach die Großmutter des betreffenden Kindes nur Spanisch, verstand also keine englischen Hinweisschilder auf dem Airport. Angesichts massiver Sicherheitskontrollen könnte sie sich dazu genötigt gesehen haben, nicht nur ihr Handgepäck, sondern auch gleich noch ihr Enkelkind durchleuchten lassen zu müssen.

“Statt uns an der Strahlendosis aufzuhängen, die gering war, müssen wir uns eher fragen, warum so etwas geschehen ist - damit es nicht noch mal passiert”, sagte James Borgstede, Vorsitzender des American College of Radiology, der “L.A.Times”. “Menschen sollten so etwas nicht ausgesetzt werden.” Brian Sullivan, ein ehemaliger Angestellter der US-Luftfahrtbehörde, sagte der Zeitung, die Sicherheitsleute auf US-Flughäfen würden immer wieder über Stress und Druck durch Vorgesetzte berichten.

Das könnte Folgen haben: “Wenn ein Baby in diese Maschinen gelangen kann - was zum Teufel kann dann noch hineingeraten?”, sagte Sullivan. Eine entscheidende Frage. Denn laut dem Zeitungsbericht gab es früher bereits ähnliche Fälle, wenngleich auch sehr selten. So wurde im Jahr 1988, ebenfalls auf dem Flughafen von Los Angeles, ein Kleinkind in einem Kindersitz durch eine Röntgenmaschine fahren gelassen. Auf dem Airport von Winnipeg in Kanada gab es im selben Jahr einen ähnlichen Vorfall: Dort war es ein zweijähriges, in ein Laken gewickeltes Baby.

Alles sicher in Deutschland?

Könnte so etwas auch auf deutschen Flughäfen passieren? “Absolut nicht”, sagte ein Beamter der Bundespolizei am Flughafen Hamburg zu SPIEGEL ONLINE. “Wir achten gezielt und hundertprozentig darauf, dass keine Personen in die Röntgenmaschinen gelangen.” Der Sprecher des Bundesinnenministerums, Christian Sachs, wies ein derartiges Szenario weit von sich: “Das widerspricht dem Prozedere, wie Sicherheitskontrollen in Deutschland durchgeführt werden.” Auch ein Vertreter der Bundespolizei in Frankfurt schloss derartige Fälle aus. Seine Begründung: An den Handgepäckkontrollen gebe es genügend Personal.

Aber ob das wirklich ausreicht, bleibt zumindest fraglich. Dass die Sicherheitsleute an den Röntgenmaschinen auch hierzulande erhöhtem Stress ausgesetzt sind und sich tagtäglich Beschwerden von genervten Passagieren anhören müssen, weiß so gut wie jeder, der in den vergangenen Monaten von einem deutschen Airport abgeflogen ist. “Diese Menschenmassen sind doch kaum noch zu bewältigen” - diese Klage einer Screenerin auf dem Flughafen Frankfurt vor einem Jahr dürfte auch heute noch kein Einzelfall sein.

Quelle: Spiegel.de

Link-Portal / Tierrechte

Posted in Sonstiges, Umwelt/Gesundheit, Skandale, Allgemein by antistaat on the December 19th, 2006

Ich habe heute das Link-Portal aktualisiert, und unter anderem in der Kategorie “Tierrechte” einen Link zu tierschutzteam.de hinzugefügt.

Dort bin ich auf eine Geschichte gestossen die mich ziemlich geschockt und bewegt hat, und auf die ich hier nochmal gesondert hinweisen möchte..

Es handelt sich um die Geschichte der Hündin Maja -> www.majasleid.de

Maja ist die dritte Hündin, die von einem Mann nicht nur permanent geschlagen, sondern auch regelmäßig missbraucht wurde. Einzelheiten dieser widerwärtigen Praktiken möchte ich nicht schreiben, es ist schon schlimm genug davon zu wissen. In den letzten Wochen haben Anwohner das Geschrei der Hündin nachts nicht mehr mit anhören können, da von diesen Menschen noch niemals jemand ein Tier so hat schreien hören. Es gelang uns an die aus dem Genitalbereich blutende Hündin zu kommen und sie an einen sicheren Ort zu bringen.

Maja wurde sofort in einer entfernten Tierklinik stationär aufgenommen und behandelt. Die Blutungen konnten gestillt werden und mittlerweile kann sie auch schon wieder ein paar Schritte laufen. Die Tierärztin stellte eine sehr große Trauer der einstmals schönen schwarzen Schäferhündin fest und grenzenlose Dankbarkeit den Rettern gegenüber. Ihrer Meinung nach kann Maja wieder gesunden.

Sie kam aus einem guten Zuhause, das sie 3 Jahre bei einem mittlerweile verstorbenen Ehepaar hatte, bevor sie diesem Unhold in die Hände fiel.
Dieser will alles dransetzen um die Hündin zurück zu bekommen. Aus diesem Grund wurde Maja nach dem Aufenthalt in der Tierklinik an einen unbekannten, für sie sicheren Ort verbracht.

Der Mann ist leider bei der Justiz kein Unbekannter.

Maja wird auf keinen Fall wieder vermittelt, sie wird gesund gepflegt und gegen den Mann wird Anzeige erstattet.

Weitere Informationen finden sich auch auf der Seite der ceiberweiber.at, in dem sehr empfehlenswerten und ausführlichen Beitrag “Die erste Gewalt richtet sich gegen Tiere - Was vor häuslicher Gewalt, Vergewaltigung und Mord kommt“,

sowie auf verschwiegenes-tierleid-online.de, einer Seite die sich mit dem sexuellen Missbrauch an Tieren auseinandersetzt.

Gruss,

Antistaat

Posted in Sonstiges, Umwelt/Gesundheit, Skandale, Allgemein by zweitrangig on the December 19th, 2006

Ich habe heute das Link-Portal aktualisiert, und unter anderem in der Kategorie “Tierrechte” einen Link zu tierschutzteam.de hinzugefügt.

Dort bin ich auf eine Geschichte gestossen die mich ziemlich geschockt und bewegt hat, und auf die ich hier nochmal gesondert hinweisen möchte..

Es handelt sich um die Geschichte der Hündin Maja -> www.majasleid.de

Maja ist die dritte Hündin, die von einem Mann nicht nur permanent geschlagen, sondern auch regelmäßig missbraucht wurde. Einzelheiten dieser widerwärtigen Praktiken möchte ich nicht schreiben, es ist schon schlimm genug davon zu wissen. In den letzten Wochen haben Anwohner das Geschrei der Hündin nachts nicht mehr mit anhören können, da von diesen Menschen noch niemals jemand ein Tier so hat schreien hören. Es gelang uns an die aus dem Genitalbereich blutende Hündin zu kommen und sie an einen sicheren Ort zu bringen.

Maja wurde sofort in einer entfernten Tierklinik stationär aufgenommen und behandelt. Die Blutungen konnten gestillt werden und mittlerweile kann sie auch schon wieder ein paar Schritte laufen. Die Tierärztin stellte eine sehr große Trauer der einstmals schönen schwarzen Schäferhündin fest und grenzenlose Dankbarkeit den Rettern gegenüber. Ihrer Meinung nach kann Maja wieder gesunden.

Sie kam aus einem guten Zuhause, das sie 3 Jahre bei einem mittlerweile verstorbenen Ehepaar hatte, bevor sie diesem Unhold in die Hände fiel.
Dieser will alles dransetzen um die Hündin zurück zu bekommen. Aus diesem Grund wurde Maja nach dem Aufenthalt in der Tierklinik an einen unbekannten, für sie sicheren Ort verbracht.

Der Mann ist leider bei der Justiz kein Unbekannter.

Maja wird auf keinen Fall wieder vermittelt, sie wird gesund gepflegt und gegen den Mann wird Anzeige erstattet.

Weitere Informationen finden sich auch auf der Seite der ceiberweiber.at, in dem sehr empfehlenswerten und ausführlichen Beitrag “Die erste Gewalt richtet sich gegen Tiere - Was vor häuslicher Gewalt, Vergewaltigung und Mord kommt“,

sowie auf verschwiegenes-tierleid-online.de, einer Seite die sich mit dem sexuellen Missbrauch an Tieren auseinandersetzt.

Gruss,

Antistaat

Immer mehr Hartz-IV-Empfänger im Dunkeln

Posted in Arbeit/Soziales, Gesellschaft by antistaat on the December 18th, 2006

Empfänger von Arbeitslosengeld II, Sozialgeld und Sozialhilfe bekommen vom Staat offenbar zu wenig Geld zur Begleichung ihrer gestiegenen Stromrechnungen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, die im Auftrag der gewerkschaftsnahen Hans Böckler Stiftung erstellt wurde. Es mehrten sich Berichte, nach denen Haushalte der Strom abgestellt wurde, erklärten die Experten. Die Stiftung sagte voraus, dass sich die Situation durch die Jahresabrechnungen mit teils enormen Nachzahlungen noch verschärfen werde.

Allein Strom um 26,8 Prozent verteuert

Die Strompreise für private Haushalte erhöhten sich von 1998 bis 2006 laut Verbraucherpreisindex um 26,8 Prozent. Im gleichen Zeitraum seien aber die Ansätze für den Haushaltsstrom nur um 7,2 Prozent angepasst worden, so die Autoren der Studie. Seit den Hartz-Reformen liege eine “Unterdeckung” bei der Erstattung der Haushaltsstromkosten vor, die von den Langzeitarbeitslosen aus dem Regelsatz von 345 Euro monatlich finanziert werden müsse, heißt es weiter.

Zur Zeit erhält ein Ein-Personen-Haushalt nach Angaben der Stiftung 20,74 Euro im Monat für Licht, Waschen, Kochen, Fernsehen und elektrische Warmwassererzeugung. Die für kommendes Jahr geplante Regelsatzanpassung könne den voraussichtlichen Kostenanstieg nur teilweise auffangen.

Auch die derzeitige Praxis bei der Erstattung von Heizkosten kritisierten die Autoren der Studie. Die Kommunen zahlten die Heizkosten in voller Höhe, sofern diese angemessen seien. Hierfür gebe es jedoch keine klaren Maßstäbe. Von Obergrenzen bei der Erstattung seien insbesondere Bewohner schlecht isolierter Gebäude betroffen.

quelle: tagesschau.de

Studie als .pdf: boeckler.de

China jagt Papiertiger

Posted in Wirtschaft by antistaat on the December 18th, 2006

Ich gehöre ja nicht zu den Apokalyptikern, aber jetzt scheint, zumindest was den US-Dollar betrifft, das Ende nah:

Die chinesische Regierung hat angekündigt, eine Billion (in US-Sprachgebrauch „Trillion“) US-Dollar auf den Markt zu werfen. Eine Delegation unter Leitung des US-Finanzministers Henry Paulson und des Federal Reserve Chairman Ben Bernanke soll die Sitzung in Peking, auf der über diese Aktion verhandelt wurde, „blaß und mit kaltem Schweiß auf der Stirn“ verlassen haben. Die Chinesen sollen drei Gründe angegeben haben, warum sie jedes Vertrauen in die US-Währung verloren haben:

1.) veröffentlicht die Federal Reservebank seit März keine Zahlen mehr über die Geldmenge, die sie druckt. Von daher sei es unmöglich, den Wert des Dollars einzuschätzen.

2.) Der Dollar hat in jüngster Zeit schon über 30 % an Wert gegenüber anderen Währungen verloren.

3.) Die USA haben keinerlei Pläne ihre Verschuldung in den Griff zu bekommen, außer einfach neue Dollars zu drucken.

Wenn China aus dieser korrekten Analyse die angekündigten Schritte folgen läßt, könnte der Dollar mit Börseneröffnung am Montag in den freien Fall geraten. Mehr dazu hier und hier .

Die US-Finanzdelegtion verlautbarte über dieses Damoklesschwert allerdings nichts, vielmehr dreht man den Spieß um und beschuldigt nun China der Währungsmanipulation (hier). Die Amerikaner fordern die Rückkehr des seit 2005 eingefrorenen Yuan in das flexible Währungssystem – die Chinesen sind unterdessen nicht bereit, ihr Geld an einen wertlosen Papiertiger zu koppeln, wie ihn die FED nach Belieben und völlig unkontrolliert druckt.

quelle: zweitausendeins.de/broeckers

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