“Waking Life” / TV-Tip

Posted in Audio/Video, Sonstiges, Politik, Gesellschaft by antistaat on the July 23rd, 2007

TV-TIP: Dienstag, den 24.07.2007 - 22:25 Uhr - 3sat

Die Erlebnisse eines jungen Mannes, der verschiedene Ebenen zwischen Traum und Wachsein durchläuft und dabei Menschen auf ihrer Suche nach dem Sinn des Lebens begegnet. - Richard Linklater (”Before Sunrise”, “A Scanner Darkly - Der dunkle Schirm”) bedient sich der nachträglichen Animation eines real gedrehten Films, um mit einer faszinierenden Bildsprache Fragen der menschlichen Existenz zu behandeln. Start der 3sat-Reihe “Trickfilme für Erwachsene”.

Ein unbekannter junger Mann in einer fremden Stadt. Nachdem er von einem anderen Mann aus einem durch die Straßen rollenden Boot an einer Straßenecke abgesetzt wurde, wird er von einem Lastwagen angefahren. Einige Zeit später erwacht er in einem Zimmer: Ist er tot, war alles nur ein böser Traum - oder befindet er sich immer noch im Reich der Fantasie? Nach einem Frühstück verlässt der Mann das Haus und wird mit unterschiedlichsten Menschen und Situationen konfrontiert. Er nimmtan einer Vorlesung über den Existenzialismus teil und begegnet immer wieder Personen, die sich über den Sinn des Lebens, über Wahrnehmung, Evolution, das Unterbewusstsein und die unterschiedlichsten philosophischen Fragen der Gegenwart unterhalten. Zwischendurch scheint er einzuschlafen, aber nur, um sich danach auf einer weiteren Traumebene zu befinden. Bis er plötzlich zur Zimmerdecke schwebt, aus dem Fenster gleitet und sich bewusst wird, dass er in einer Art Schachteltraum gefangen ist, aus dem es kein wirkliches Erwachen gibt. Oder ist auch das nur Einbildung?

Richard Linklater benutzte eine Art digitales Rotoskopie-Verfahren, um den zuvor mit einer Mini-DV-Kamera gedrehten Realfilm nachträglich zu “animieren”. 30 Zeichner bearbeiteten den Film dafür am Computer. Mit Julie Delpy, Ethan Hawke, Regisseur Steven Soderbergh und Linklater selbst sind einige Figuren des Realfilms noch gut zu erkennen. Verharrten schon in früheren Linklater-Filmen wie “Slacker”, “Dazed and Confused” und “Suburbia” die Figuren traumwandlerisch passiv gegenüber der Wirklichkeit und philosophierten über ihren Standpunkt in der Welt, so wird dies in “Waking Life” zum eigentlichen Thema des Films. Getragen wird das Konzept - das Leben als “dream within a dream” - von einer faszinierenden Bildsprache, in der Traum und Wirklichkeit nicht mehr zu unterscheiden sind.

Der Film wurde mit mehreren Preisen für Animations- und Experimentalfilm ausgezeichnet. Mit dem gleichen Verfahren wie bei “Waking Life” drehte Linklater 2006 nach einem Roman von Philip K. Dick (Vorlage zu “Blade Runner”) den Science-Fiction-Film “A Scanner Darkly - Der dunkle Schirm”.

Quelle: 3sat.de

Ausschnitt - Guy Forsyth:

Ausschnitt - Gastauftritt von Alex Jones:

Ausschnitt - David Sosa über das Problem der freien Entscheidung:

Ausschnitt - Vier Männer:

Ausschnitt - “Ein mentales Modell…”:

Siehe auch:

- Diskurs als Albtraum @freitag.de
- Rezension - “Waking Life” @filmszene.de
- Infos zum Film @filmz.de
- weitere Infos zum Film @wikipedia.de

Keine Zeit den Film zu schauen, weil zu früh am nächsten morgen die Pflicht wieder ruft? Via onlinetvrecorder kann der Film online aufgenommen werden, und steht anschliessend für ein paar Tage zum Download zur Verfügung.
Zwar keine DVD-Qualität, aber dafür kostenlos. ;-)

“Dieser Sommer wird muslimische Siege in der Region und die Niederlage unserer Feinde sehen!” - Ahmadinejad in Damaskus

Posted in Iran-Krieg, Geheimdienste, Politik by antistaat on the July 20th, 2007

Der iranische Präsident habe, nach Angaben der den israelischen Geheimdiensten eng verbundenen Seite DEBKAfile, die Absichten des Iran für den Mittleren Osten herausposaunt, als er am Donnerstag, 19. Juli in Damaskus ankam.
DEBKAfile’s Quellen im Mittleren Osten wollen enthüllt haben, daß, hinter der Prahlerei, Ahmadinejads Gespräch mit Irans engstem Verbündetem, dem syrischen Präsidenten Bashar Assad, bitter für ihn war. Angeblich warnte er Assad, er solle besser aufhören seine Bereitwilligkeit zu Friedensgesprächen mit Israel zu signalisieren, weil dieses Verhalten den Plänen Irans für einen Krieg in diesem Sommer im Wege stände.

Ahmadinejad habe Assad daran erinnert, daß Teheran fast ein Jahr mit ausführlichen Vorbereitungen für einen Sommerkrieg verbracht hätte, und nicht dulden würde, daß der syrische Herrscher diese Bemühungen sabotiere. Assad wurde an seine sehr große Schuld gegenüber der islamischen Republik erinnert. Allein in die letzten Monaten habe der Iran hunderte Millionen Dollar für Waffenkäufe Syriens von Rußland bereitgestellt; Syrien erhält sein öl unentgeltlich, und Rohstoffe und Fertigwaren zu subventionierten Preisen.

Nach DEBKA-Angaben antwortete Assad, daß er trotz allem gebührenden Respekt und Anerkennung für die Unterstützung durch seinen iranischen Bruder, verpflichtet sei, sich um Interessen seines Landes zu kümmern, obwohl er selbstverständlich seine Freundschaft mit Tehran schätze. Ahmadinejad habe darauf hingewiesen, daß die Bedingung des israelischen Ministerpräsidenten Ehud Olmert für Gespräche der Abbruch von Damaskus’ Beziehungen zu Teheran war.

Weit angenehmer soll die Konversation des iranischen Präsidenten mit dem Hizballah-Generalsekretär Hassan Nasrallah verlaufen sein, der in einem schwer gesicherten Konvoi aus dem Libanon in die syrische Hauptstadt anreiste. Nasrallah, der in Furcht vor einem möglichem israelischen Angriff lebt, verlässt selten sein Bunkerversteck. Ahmadinejad habe den Schützling Teherans gebeten zu versuchen zu verstehen, daß seine Regierung finanziell durch ihre Vorbereitungen für Krieg belastet würde, und folglich im Augenblick nicht imstande sei, die versprochene eine Million Dollar zu überweisen, um die Kriegsschäden zu reparieren die der Süden Libanons letztes Jahr erlitten hat.
Der Hizballah-Führer sagte, daß, obwohl er die Schwierigkeiten Tehrans völlig verstehe, er ebenfalls durch die hohen Kosten seiner Versprechen gegenüber den Einwohnern des Südlibanon belastet wäre.

Ahmadinejad hatte DEBKA zufolge eine einfachere Zeit mit den Köpfen von acht der neun palästinensischen Terroristenführer, die in der syrischen Hauptstadt beherbergt sind. Ihnen soll er sich optimistisch gezeigt haben.
Israel sei viel schwächer als es vorgibt, sagte er, und ein gemeinsamer Kampf mit Syrien könnte leicht den Zionisten-Staat stürzen. Er erinnerte an Hizballahs “Sieg” im letzten Jahr, als Demonstration dafür, daß die Palästinenser in der Lage wären, Israel auch ohne Deckung durch eine große Armee zu zerquetschen. Die kommenden Monate, brüstete er sich, würden ihn Schulter an Schulter mit den palästinensischen Brüdern in Israel einmarschieren sehen.

Nach dem Treffen mit der Gruppe habe der iranische Präsident mit jedem der hartlinigen palästinensischen Führer Gespräche von Angesicht zu Angesicht geführt, und sich ihre Bitten um Bewaffnungen und Finanzierung angehört. Vor dem Heimflug ließ er angeblich eine Gruppe al-Quds-Brigadeoffiziere der Revolutionären Garden mit Anweisungen für die Missionen zurück, die jedem der palästinensischen Terrorleiter im bevorstehenden Sommerkrieg zugewiesen werden sollen.

Quelle/Original-Artikel: DEBKAfile .

Siehe auch:

- Iran - Syrien: Mahmud Ahmadinedschad bei Bashar Assad in Damaskus zu Gast @RIANovosti
- Israelischer General warnt vor Angriff auf Israel durch Bündnis Iran-Syrien-Hizballah-Hamas @intern

“The Corporation” - Das pathologische Streben der Konzerne nach Geld und Macht

“The Corporation. Das pathologische Streben der Konzerne nach Geld und Macht” gibt Aufschluss über den Charakter und den kometenhaften Aufstieg der wichtigsten Institution unserer Zeit, des Konzerns. Ausschnitte aus Popkultur, Fernsehnachrichten und Firmenpropaganda dokumentieren, in welchem Maße die Konzerne Einfluss auf unser Leben nehmen.

Der Film zieht die logische Schlussfolgerung aus der Tatsache, dass der Konzern juristische Person ist, indem er ihn auf die Couch des Psychiaters legt und fragt: “Was für eine Person ist das eigentlich!”.
“The Corporation” stellt die Frage nach der geistigen Gesundheit einer Institution, die im Geschäftsverkehr die Rechte eines Menschen genießt, ohne sich im mindesten um menschliche Werte zu kümmern. Der Film führt den psychopathischen Charakter der Institution “Unternehmen” anhand von haarsträubenden Fallstudien vor, die zeigen, wie Unternehmen uns beeinflussen, unsere Umwelt, unsere Kinder, unsere Gesundheit, die Medien, die Demokratie und selbst unsere Gene - und wie sich die Menschen dagegen wehren.

Unter den 40 im Film Interviewten sind Konzernchefs und leitende Manager aus verschiedenen Wirtschaftsbereichen: Öl- und Pharmaindustrie, Reifenherstellung, Schwerindustrie, PR, Branding, Werbung und verdecktes Marketing.
Darüber hinaus stehen ein mit dem Nobelpreis ausgezeichneter Ökonom, der erste Managementguru, ein Industriespion sowie eine Reihe von Wirtschaftswissenschaftlern, Kritikern, Historikern und Intellektuellen Rede und Antwort.

“The Corporation” wurde mit 31 internationalen Preisen, 10 davon Publikumspreise, ausgezeichnet, u.a. dem Publikumspreis für Dokumentarfilm beim Sundance Film Festival 2004. Die DVD erscheint in Deutschland exklusiv bei Zweitausendeins.

“The Corporation. Das pathologische Streben der Konzerne nach Geld und Macht”. Englisches Original mit deutschen Untertiteln. Regie: Mark Achbar und Jennifer Abbott.

Teil 1:

Teil 2:

Reviews:

Die Spur des Psychopathen.

“Wahrscheinlich ist ‘The Corporation’ der meistprämierte Dokumentarfilm aller Zeiten …
Der Film ist eine akribische Darstellung des Wesens, der Entwicklung und der Auswirkungen des Großkonzerns in der modernen Kapitalgesellschaft …
Er zeigt, warum ein Konzern den Rechtsstatus einer juristischen Person besitzt, weshalb er sogar gesetzlich dazu verpflichtet, das eigene Wohl über das Wohl der Allgemeinheit zu stellen und auf moralische Skrupel keine Rücksicht zu nehmen …
Beispiele wie die Privatisierung des Regenwassers in der bolivianischen Stadt Cochabamba durch den US-Konzern Bechtel oder der Verkauf von Rechenmaschinen des amerikanischen Konzerns IBM während des Zweiten Weltkriegs an die Nazis, die in jedem Konzentrationslager für die logistische Bewältigung des Massenmordens verwendet wurden, zeigen deutlich die Spuren, die der Psychopath in Vergangenheit und Gegenwart hinterlassen hat …
Achbar, Abbott und Bakan führen auf 145 Minuten Länge den Beweis, dass im Moment kein Kraut gewachsen ist, das den Konzern resozialisieren könnte.”

Philipp Franz, Konkret, Oktober 2005

The Corporation - Schuhe vom Psychopathen

Eine Frage: Würdest du Brötchen vom Bäcker kaufen wenn du wüßtest, daß er seine Frau, Kinder oder Angestellten mißhandelt?

Bei Schuhen dürfte die Antwort schon etwas anders ausfallen. Oder anders gesagt, in Realität tun es immer noch die meisten Menschen obgleich sie auch diese Frage mit “Nein” beantworten würden. Was das Eine mit dem Anderen zu tun hat erklärt ein neuer Dokumentarfilm aus Kanada: The Corporation (zu deutsch: Der Konzern).

phlow.net

Großartig bebildert und sehr kurzweilig.

“Das Thema des Dokumentarfilms ist gut abgehangen und nicht besonders sexy: Die Geschichte der Großkonzerne und ihr rücksichtsloser, weltweiter Kampf um Geld und Macht. Was aber die Kanadier Mark Achbar und Jennifer Abbottt daraus gemacht haben, ist sensationell: 145 brillant erzählte, großartig bebilderte und sehr kurzweilige Minuten. Nur zwei Ausschnitte: Fanta Orange wurde von Coca-Cola für Nazi-Deutschland erfunden, der Reifen-Multi Goodyear wollte mal einen US-Präsidenten stürzen. Nicht nur für Greenpeace- und Attac-Sympathisanten eine Pflichtveranstaltung.”

Stern, 11.8.2005

The award winning Canadian documentary ‘The Corporation’ has been released on BitTorrent for free. Filmmaker Mark Achbar just released an updated “official” torrent of it. Everyone is free to download, watch, discuss, and share it…

torrentfreak.com

Mehr zum Inhalt: Filmlexikon

Download (rs.com):

Part 1| Part 2| Part 3| Part 4| Part 5| Part 6| Part 7

Mirrors auf | Oxedion | Uploaded.to | netload.in | simpleupload | (xlice.net):

Hier klicken

Passwort: doku.dl.am

Größe: entpackt: 742MB, gerart: 622 MB (Xvid)

Dauer: 02:24:02

Uploader: dampfeimer (thx!)

Wer sich das Original kaufen möchte: Hier bestellen

Wem der Film gefällt, sollte über www.thecorporation.com etwas spenden und die Aktionen der Kanadier unterstützen.

Siehe auch:

- thecorporation.com
- The Corporation @wikipedia
- Schuhe vom Psychopathen @phlow.net
- alternativer Download / torrent @torrentfreak.com
- Soundtrack-Download @kikapu.net

Ab 2011 keine neuen Schulden?

Posted in Wirtschaft, Politik, Gesellschaft by antistaat on the July 13th, 2007

Fast alle reden vom Aufschwung, von gestiegenen Steuereinnahmen und dem Ende der Neuverschuldung. Trotzdem hat Klaus Popp, Autor von “Das Märchen vom guten Zins”, gerade rechtzeitig zur Zeugnisausgabe einen (blauen) Brief an Bundesregierung und Finanzminister geschrieben.

Liebe Bundesregierung,
Sehr geehrter Herr Finanzminister,

Deutschland soll nun endlich raus aus der Schuldenfalle. Die Neuverschuldung des Bundeshauhalts wird noch in diesem Jahr unter die geplanten 19,6 Milliarden Euro gedrückt und ab 2011 sollen keine zusätzlichen Schulden mehr gebraucht werden. Das wäre seit 1969 das erste Mal, dass der Finanzminister der Bundesrepublik Deutschland seine Schulden nicht erhöht. Schade nur Herr Steinbrück, wir glauben Ihnen nicht mehr. Seit Jahrzehnten gab es keinen Finanzminister, der dem Volk nicht versprochen hätte, bald die Neuverschuldung auf Null zu senken. Doch immer lag der anvisierte Zeitpunkt in der Amtszeit des Nachfolgers.

Seit 2002 sind die Zinssätze über Jahre hinweg gesunken. Die Wirtschaft konnte die damit einhergehende sinkende Zinsbelastung für Löhne und Investitionen nutzen. Dies war der entscheidende Impuls für einen Wirtschaftsaufschwung, dessen Ursache Politikern und Journalisten ein Mysterium ist.

Ganz anders die Schulden der öffentlichen Haushalte. Sie lagen 2006 bei 1,48 Billionen Euro oder 17.975 Euro je Einwohner - nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes ein Anstieg um 2,6% oder 481 Euro je Bundesbürger gegenüber 2005.

Seit einiger Zeit steigen die Kapitalmarktzinsen wieder an. Das wird zwangsläufig die konjunkturelle Entwicklung bremsen und sich negativ auf den Arbeitsmarkt auswirken. 2011 werden Sie, Herr Steinbrück, oder Ihr Nachfolger uns dann mit Bedauern mitteilen, dass die unvorhersehbare, rückläufige konjunkturelle Entwicklung den Anstrengungen der Bundesregierung einen Strich durch die Rechnung gemacht hat. Es wäre daher nicht vertretbar, einen ausgeglichenen Haushalt vorzulegen. Das ist absehbar, denn selbst ohne zusätzliche Schulden sind aus den öffentlichen Kassen jährlich 65 bis 80 Mrd. Euro an Zinszahlungen fällig.

Zwar soll die Kreditfinanzierungsquote 2008 mit 4,6 Prozent den niedrigsten Wert seit 1973 erreichen. Bis 2010 sind das aber immer noch fast 30 Milliarden Euro Nettoneuverschuldung. “Zu wenig ehrgeizig”, “enttäuschend”, “zu langsam”, lautete das Echo von Grünen, FDP und einigen Koalitionspolitikern. Karl Heinz Däke, der Präsident des Bundes der Steuerzahler, sprach gar von “Verrat am Steuerzahler”.

In diesen Chor der Nörgler wollen wir gar nicht einstimmen. Wir wissen: Wer einmal in der Zinsfalle steckt, kommt da mit Anstand nicht mehr raus. Da helfen auch die “größte Steuererhöhung aller Zeiten” (so Däke) und ein spürbarer Aufschwung am Arbeitmarkt wenig. Helfen würde Ihnen, Herr Steinbrück, eine Währung ohne Inflation und mit gegen Null sinkenden Zinssätzen. Darüber sollten wir gemeinsam beraten.

Klaus Popp

Quelle: www.inwo.de

Invoke 9/11 - Eine Geisterbeschwörung der besonderen Art

Posted in Audio/Video, Kurioses/Phänomene by antistaat on the July 13th, 2007

Damit es auch ja keiner vergisst, und wirklich jeder versteht worum es eigentlich nochmal genau geht - hier die Kurzfassung ;-) :

Info:

Invokation (lateinisch: Hineinrufung) ist eine Technik der Magie. Der Ausführende glaubt, ein Geistwesen herbeirufen zu können, von dessen Existenz er überzeugt ist. Invoziert im engeren Sinne bedeutet hier das Hinein-Rufen (lat. in-vocare) in den Körper des Magieanwenders. Der Gegenbegriff zur Invokation ist die Evokation, wobei das Geistwesen als außerhalb der Person zu beschwören gedacht wird.

Religionsphänomenologisch bezeichnet die Invokation die Anrufung einer höheren Macht, beispielsweise im Katholizismus die Anrufung eines Heiligen. Invokation ist eine Glaubensannahme, aus wissenschaftlicher Sicht wird davon ausgegangen, dass die herbeigerufenen Wesen nicht real sind, sondern lediglich in der Vorstellung des “Magiers” existieren…

@wikipedia

Kinderarmut: Weniger Essen dank Hartz IV

Posted in Arbeit/Soziales, Skandale, Politik, Gesellschaft by antistaat on the July 13th, 2007

von Prof. Rainer Roth, Frankfurt Main

Eine erfreuliche Mitteilung. Die SPD/CDU Bundesregierung tut etwas gegen Kinderarmut. Mit der Anhebung des Regelsatzes ab 1.Juli 2007 um 2 Euro mtl. stieg der im Regelsatz von Schulkindern bis 14 Jahren enthaltene Anteil für die Ernährung von 2,27 auf 2,28 Euro pro Tag. Der Aufschwung ist auch bei Hartz IV-EmpfängerInnen angekommen.

Wer aber weiß schon, dass 1987 im Regelsatz eines 12-jährigen Schulkindes noch 2,90 Euro für Essen und Trinken enthalten waren? Die herrschenden Parteien haben Kindern und ihren Eltern nach und nach in erheblichem Umfang Mittel für Essen und Trinken entzogen.

Ernährungsanteil bei Erwachsenen

Der Regelsatz eines alleinstehenden erwachsenen Sozialhilfebeziehers betrug 1987, also vor 20 Jahren, im Bundesdurchschnitt (umgerechnet) 203 Euro (398 DM).

Damals galt: 57% dieses Betrags, d.h. 116 Euro oder 3,87 Euro am Tag entfielen auf Ernährung. Ab Juli 2007 sind es noch 3,81 Euro. Mit dem annähernd gleichen Betrag kann man sich aber nur noch 20% weniger Lebensmittel kaufen, da die Lebensmittelpreise in diesem Zeitraum um 20% gestiegen sind.

Warum 57%?

Seit Anfang der 70er Jahre wurden die Regelsätze auf der Basis von Warenkörben festgelegt. Die Ernährungsausgaben für Erwachsene beruhten auf Berechnungen, wie ein durchschnittlicher Kalorienbedarf von Erwachsenen von 2250 Kalorien pro Tag zu befriedigen wäre. Sie betrugen rd. 57% des damaligen Eckregelsatzes.

Seit dem Ende der 80er Jahre galt als Maßstab für die anerkannten Ernährungsausgaben nicht mehr, wieviel jemand für eine halbwegs befriedigende Ernährung angeblich braucht, sondern was die unteren Verbrauchergruppen der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe (EVS) tatsächlich dafür ausgeben. Das war weniger als die kärglichen Beträge, die vorher zugestanden wurden.

Ernährungsanteil bei Schulkindern

Noch krasser war die Entwicklung bei den Kinderregelsätzen.

Die Prozentsätze der Kinderregelsätze und die Einstufung in Altersklassen orientierten sich mit der Einführung von Warenkörben Anfang der 70er Jahre vor allem am Kalorienverbrauch. Sie betrugen z.B. wegen des steigenden Energieverbrauchs für 8-11 jährige 65% und für 12-15-jährige 75% des Eckregelsatzes, für 16-21 jährige 90%. (Regelsatzverordnung vom 10.07.1971 nach Käthe Petersen, Die Regelsätze nach dem BSHG, Frankfurt 1972, 52) Das galt bis 1990.

Ein 12-jähriges Schulkind hatte auf dieser Grundlage im Jahre 1987 noch 87 Euro mtl. oder 2,90 Euro täglich zur Verfügung, ein zehnjähriges Schulkind 75 Euro bzw. 2,51 Euro.

Ab Juli 2007 sind davon noch 2,28 Euro übrig geblieben.

Würden die damaligen Prozentsätze vom Eckregelsatzes heute noch bestehen und wäre die Steigerung der Lebensmittelpreise um 20% berücksichtigt worden, müsste der Ernährungsanteil eines 12-jährigen Schulkindes heute nicht 2,28 Euro, sondern 3,48 Euro pro Tag betragen. Die zugestandenen Mittel für Essen und Trinken von Schulkindern aus Armutsfamilien sind also real um 1/3 gekürzt worden.

Das muss bekannt gemacht werden!

…Ganzen Artikel lesen / Quelle: pr-sozial / elo-forum.net

Money as Debt - Geld als Schuld (deutsche Untertitel)

Posted in Audio/Video, Wissenswertes, Hinter den Kulissen, Wirtschaft, Gesellschaft by antistaat on the July 13th, 2007

“Lassen Sie Ihr Geld für sich arbeiten!” - so locken die Banken deine hart erarbeiteten Moneten in ihren Tempel. Wenn Du zu denen gehörst, die Geld niemals arbeiten sahen, könnte dieser Text für Dich interessant sein. Wenn Du Geld schonmal hast arbeiten sehen: Uns würde ein Foto davon interessieren…

Geld: Der heilige Mammon, dem wir alle hinterher rennen. Wir gehen “Geld verdienen” und nicht etwa “Urlaub verdienen” oder “Essen verdienen”. Geld muß es schon sein. Aber unser Geld bringt ein “klitzekleines” Problem mit sich. Ein unscheinbares Problem, was immer größer wird, was aber oft übersehen wird: Der Zins.

Jeder von uns kennt die Freude, die um sich greift, wenn man sich vorstellt, man sei Millionär. 1.000.000 Euro auf dem Konto und läppische 5% Zinsen (bei Millionären sind die Banken weit weniger geizig als beim Kleinsparer!): Also “verdient” man ohne einen Finger krumm zu machen 50.000 Euro im Jahr. Soviel kriegen die wenigsten Menschen mit harter Arbeit!

Doch stellt sich die Frage: Woher kommen die Zinsen? Geld arbeitet nicht wirklich selbst, jemand borgt es sich und zahlt Zinsen. Die 50.000 die wir als Millionäre also kriegen würden, muß jemand anders bezahlen. Woher nimmt er diese Zinsen? Er kauft mit unserer Million Maschinen, bezahlt Leute und schlägt unsere Zinsen auf die Preise für die Produkte drauf, die er verkauft. Also: Nicht unser Geld erarbeitet mehr Geld, sondern die Menschen, die die Produkte kaufen bezahlen von ihrem Arbeitslohn unsere Zinsen. Obwohl sie also nicht einmal Schulden haben müssen, bezahlen sie die Zinsen der Millionäre. Und die Leute, die sich die Million geborgt haben, treten indirekt als Zinseintreiber auf…

..weiterlesen / Quelle: killerzins.de

Ebenso interessant, die Frage: Wie entsteht überhaupt Geld?

…Wissen sie es? Paul Grignons eindrucksvoller Film erklärt in anschaulicher Weise, warum alle Welt soviele Schulden hat - und was man dagegen tun könnte! Gerade mal so lange wie eine Schulstunde, erklärt dieser Film mehr über unsere Welt, als uns in Jahren des Schulbank Drückens jemals gezeigt wurde.

Wenn auch sie tagtäglich dem lieben Geld nachjagen, wird die verblüffende Erkenntnis der wahren Natur ihrer Beute sie mit Sicherheit interessieren! Und wenn nicht, gibts natürlich das Geld zurück…


Siehe auch:

- Unser Geld - Was ist das? @meinekleinanzeige.de
- Materialien zur Geld-, Zins- und Schuldenproblematik @geldreform.de
- Blickpunkt: Zins, Freiwirtschaft, Wirtschaftspolitik @systemfehler.de
- Warum das Zinssystem zu Wirtschaftscrash und Kriegen führen muss… @intern
- weitere Artikel zur Finanzthematik @geldcrash.de
- Schuldenuhr und weitere Infos @miprox.de

Impf-Industrie: Ein Insider packt aus

Posted in Umwelt/Gesundheit, Skandale, Hinter den Kulissen by antistaat on the July 12th, 2007

Ein ehemaliger Impfmittelforscher enthüllt, was Pharmaindustrie und Gesundheitsbehörden uns nicht wissen lassen wollen: Daß Impfstoffe unzuverlässig, ungenügend getestet und der größte Betrug unserer Zeit sind.

Statistik und Propaganda

Wie viele US-Amerikaner sterben pro Jahr tatsächlich an der Grippe? Man frage die American Lung Association, eine amerikanische Organisation zur Bekämpfung von Lungenerkrankungen. Oder noch besser: Man lese selbst den Bericht dieser Organisation, der im August 2004 verfaßt wurde und den Titel „Tendenzen bei Lungenentzündung und Grippe/Krankheitsziffer und Sterblichkeitsrate“ trägt. Der Bericht stammt von der Research and Scientific Affairs/Epidemiology and Statistics Unit, der Forschungs- und Wissenschaftsabteilung der American Lung Association, die sich mit Epidemiologie und Statistik befaßt. Am Ende des Dokuments wird auf die Statistik des National Center of Health, den „Report of Final Mortality Statistics, 1979-2001“, als Quelle verwiesen, die Aufschluß darüber gibt, wie viele Grippeerkrankungen tatsächlich tödlich enden.

Machen Sie sich auf einige Überraschungen gefaßt, insbesondere weil die US Centers for Disease Control (CDC), die US-amerikanische Behörde, die für den Schutz vor Krankheiten und Seuchen zuständig ist, nach wie vor alljährlich eine grippebedingte Sterberate von 36.000 Menschen kundtut. Wie ein Uhrwerk. Jahr für Jahr, 36.000 Grippetote. Eine Killerkrankheit. Nehmen Sie sich in acht! Lassen Sie sich impfen. Jeden Herbst. Zögern Sie nicht. Sie könnten mitten auf der Straße tot umfallen! Hier nun die tatsächlichen Zahlen der jährlichen Grippetoten, die dem Bericht entnommen sind (zwischen 1979 und 1995 wurden die Zahlen nur alle zwei Jahre erfaßt):

* 1979: 604
* 1981: 3.006
* 1983: 1.431
* 1985: 2.054
* 1987: 632
* 1989: 1.593
* 1991: 1.137
* 1993: 1.044
* 1995: 606
* 1996: 745
* 1997: 720
* 1998: 1.724
* 1999: 1.665
* 2000: 1.765
* 2001: 257

Sie glauben mir nicht? Hier ist die Site. Besuchen Sie diese Site, rufen Sie Seite neun auf und scrollen Sie herunter, bis Sie auf die Tabelle mit den Zahlen der Grippetoten stoßen, die eine eigenständige Kategorie bilden.

Vor kurzem gab Tommy Thompson, der Leiter der US Health and Human Services, an, daß 91 Prozent aller Grippetoten über 65 Jahre alt seien. Somit kann man sich leicht ausrechnen, wie viele Menschen unter 65 jährlich an Grippe sterben. Aber sparen Sie sich die Mühe. Schon die unausgewerteten Daten der alle Altersgruppen umfassenden Statistik zeigen, wie niedrig die Sterberate ist. Sehr niedrig. Sehr.

Merken Sie, was hier vor sich geht? Besuchen Sie mein Archiv, lesen Sie die aktuellen Aufsätze zu diesem Thema, und Sie werden sehen, was ich von Leuten halte, die ungeniert behaupten: „Nun (räusper), wissen Sie, nun, äh, also, Grippe führt häufig zu Lungenentzündung, und daher müssen wir so vorsichtig sein mit der Grippe. Die Sterberate bei Grippeerkrankungen ist sehr hoch (räusper) bla, bla, bla …“

Das ist nichts als Betrug. Da steht die CDC mit einem kleinen Tisch an der Straßenecke, während Anreißer hin- und herlaufen und die Zahl 36.000 skandieren, die die angeblichen Toten meint. Die Presse bläst ins selbe Horn. Die Menge wird unruhig. Ein Mann ruft: „Wo bleibt meine Impfung? Wir werden alle sterben!“ Währenddessen arbeitet der US-Kongreß im Kapitol Maßnahmen aus, um den Impfmittelherstellern jährlich einen milliardenhohen Gewinn zu garantieren, ganz gleich, wie viel Impfstoff ungenutzt bleibt.

Da wir nun deutlich vor Augen haben, wie niedrig die Zahl der jährlichen Grippetoten in den USA ist, ist es nur natürlich, auch das Thema Impfungen erneut aufzugreifen. Wenn man die Hysterie über die „hohen Zahlen an Grippetoten“ und die „Dringlichkeit, sich impfen zu lassen“ abzieht, was bleibt dann noch übrig? Die Antwort lautet: Public Relations – Pressearbeit. Man betreibt Propaganda, um die statistische Anzahl der Grippetoten künstlich aufzublähen und die Menschen so in Arztpraxen und Kliniken zu treiben, um sich impfen zu lassen. Wie steht es aber um die Impfungen selbst? Wie sicher und wirkungsvoll sind sie tatsächlich? Seit langem warne ich schon vor den Risiken von Impfungen, die insbesondere für Säuglinge und Kinder bestehen, deren Immunsystem noch nicht in der Lage ist, mit den Fremdstoffen und giftigen Konservierungsmitteln fertig zu werden. Es gibt noch weitere Gründe, warum auch Erwachsene sich nicht impfen lassen sollten. Nun hat sich erstmals ein einstiger Insider der Impf-Industrie bereiterklärt, über die Gefahren von Impfungen zu sprechen.

„Dr. Mark Randall“ ist das Pseudonym eines ehemaligen Impfmittelforschers, der viele Jahre lang in den Laboren der großen US-Pharmakonzerne und der National Institutes of Health, des medizinischen Forschungsinstituts der US-Gesundheitsbehörde, gearbeitet hat. Heute ist er im Ruhestand und hat, wenn auch zunächst widerstrebend, zugesagt, sich zu äußern. Seine Aussagen stimmen mit den Behauptungen anderer überein, die mir in den letzten Jahren zu Ohren gekommen sind.

Das folgende Interview ist nicht nur deshalb wichtig, weil Dr. Randall in ihm vertrauliche Informationen über die Risiken von Impfungen wiedergibt, sondern auch, weil er über die verdeckten Arbeits- und Vertuschungsmethoden von Regierung und Impfindustrie berichtet – der beiden Institutionen, die den Amerikanern nach wie vor Vertrauen einzuflößen versuchen. Dieser Auszug, der einen Großteil des Interviews wiedergibt, ist vielleicht die beste Zusammenstellung von Beweisen und Argumenten gegen die Immunisierungskampagne, die je aufgelistet wurde.

Ganzen Artikel lesen… / Quelle: nexus-magazin.de

Freie Gedanken und Denkverbote

Posted in Skandale, Überwachung, Religion, Politik by antistaat on the July 12th, 2007

Auf den ersten Blick scheint es, die Äußerungen des deutschen Bundesinnenministers Wolfgang Schäuble hätten zu starkem Aufruhr geführt. Dies trifft auf alternative Medien sicherlich zu, auf die Politik selbst aber keineswegs.

So schwanken die Reaktionen auf seine “Überlegungen” - darunter auch die Wiedereinführung der Todesstrafe, allerdings ohne Hemmnisse wie einen Richterspruch - zwischen blanker Zustimmung, Abwiegeln und vereinzelten Rücktrittsforderungen. Diese wurden seitens der Linken - was kaum verwundern kann - und der Grünen - was angesichts der “erfolgreichen” Zusammenarbeit mit Schäubles Vorgänger Otto Schily in der rot-grünen Koalition unter Gerhard Schröder allerdings sehr wohl verwundern muß, Stand Schily Schäuble doch in fast nichts nach und kann mit Fug und Recht als dessen Wegbereiter bezeichnet werden.

Auch der frühere deutsche Bundesverteidigungsminister Peter Struck äußerte sich gegenüber der Frankfurter Rundschau letztlich äußerst zurückhaltend, auch wenn der Titel Struck über Schäuble - “Er ist ein Überzeugungstäter” ganz anderes vermuten läßt. Tatsächlich bezog er sich mit dieser Aussage allerdings allein auf den von Schäuble im klaren Widerspruch zum deutschen Grundgesetz vehement vorangetriebenen Einsatz der Bundeswehr im Innern. Hinsichtlich Schäubles gegenüber dem Spiegel geäußerten Forderungen sagte Struck nur, ein Verbot der Nutzung von Mobiltelephonen sei “nur in einem Überwachungsstaat” durchsetzbar. Daß die mutwillige Ermordung “Verdächtiger” nur in einer Diktatur möglich wäre, hielt er hingegen offenbar nicht für erwähnenswert.

Zumindest etwas deutlicher wurde der FDP-Vorsitzende Guido Westerwelle. Eine “Erschießung auf Verdacht” - wobei angesichts von Schäubles Bundeswehr-Träumen durchaus anzunehmen ist, daß hierbei nicht nur Schußwaffen zum Einsatz kämen - sei “mit dem Rechtsstaat nicht vereinbar”, so Westerwelle. “Das ist keine Politik, die auf dem Boden der Verfassung steht.”

Am anderen Ende des Spektrums befinden sich mehrere hochrangige Politiker der CDU/CSU, allen voran der “CSU-Rechtsexperte” - es erscheint angesichts seiner Äußerungen zumindest fraglich, ob dieser Titel von Recht oder rechts abgeleitet wird - Norbert Geis. In einem Interview forderte er gegenüber DeutschlandRadio offen eine “Diskussion” über das “gezielte Töten von Terrorverdächtigen”, sagte aber außerdem “ich bin natürlich dafür, daß wir einen potenziellen Aggressor, einen Terroristen, der unser Land bedroht, daß wir den natürlich liquidieren können müssen”. Geis geht also noch über Schäubles Standpunkt hinaus und hält es für selbstverständlich, für die staatliche Ermordung Verdächtiger zu sein.

Etwas zurückhaltender, aber doch kaum weniger unmißverständlich äußerten sich die Ministerpräsidenten dreier Bundesländer - allesamt CDU-Mitglieder.

So forderte der hessische Ministerpräsident Roland Koch die SPD auf, Schäubles “Vorschläge mitzutragen”. Peter Müller, Ministerpräsident des Saarlands wiederum sagte, es sei angesichts der “akuten Bedrohung” Deutschlands durch Terrorismus wichtig, “über Reaktionen nachzudenken”. Auch der Ministerpräsident von Baden-Württemberg, Günther Oettinger ist dieser Ansicht und meinte, “unter Umständen” müsse das Grundgesetz “ergänzt” werden - ergänzt um einen Passus, der es in seinen Grundfesten ad absurdum führen würde.

War schon die Reaktion des stellvertretenden Vorsitzenden der Unions-Fraktion im Bundestag, Wolfgang Bosbach, zumindest vorsichtig, als er sagte, daß eine von Schäuble geforderte Tötung “mehr als problematisch” sei, so war der Kommentar der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel zu Schäubles Vorstoß sicherlich bemerkenswert. Seine Worte seien zwar nicht “mit der Bundeskanzlerin abgestimmt” gewesen, so der Regierungssprecher Thomas Steg, man habe aber keinerlei Zweifel daran, daß Schäuble “kein leichtfertiger Mensch” sei, sondern “seine Worte mit Bedacht wählt”. Tatsächlich ist das genau das, was von all jenen, die ihn das Fundament einer Diktatur gleich zusammen mit dem ersten Stock errichten sehen, befürchtet wird.

Nach Ansicht Merkels dürfe es “weder Denkblockaden noch Denkverbote geben”, so Steg. Man müsse bei der Bekämpfung von Terrorismus zwischen “kurzfristigen Projekten” und “langfristigen Überlegungen” wie jenen Schäubles unterscheiden. Diese müßten nun auf fachministerieller Ebene auf ihre Eignung geprüft werden.

Offener wurde in der Vergangenheit selten auf ein Prinzip der Regierungspolitik hingewiesen, das seit Jahrzehnten höchst erfolgreich angewandt wird. Wenn klar ist, daß Pläne am geballten Widerstand der Bevölkerung scheitern würden, so tritt ein Politiker vor und stellt noch weit hierüber hinausgehende Forderungen. Diese werden dann selbstverständlich von der Mehrzahl der Politiker lautstark abgelehnt, einige finden aber zumindest “einiges gutes” daran. Nachdem dann erfolgreich “darüber gesprochen” wurde, werden letztlich einige “Ansätze” der Forderung umgesetzt - sie war ja nicht “grundlegend falsch”. In absehbarer, aber nicht zu kurzer Zeit - die erste Runde muß ja zumindest halbwegs in Vergessenheit geraten sein - wird dann eine neuerliche Forderung, dieses Mal natürlich noch weitreichender, aufgestellt und das Spiel beginnt von neuem. Nach einigen Runden dieses Spiels ist dann relativ problemlos das ursprünglich anvisierte Ziel erreicht und es wird ein neues gesetzt.

Schäubles Problem hierbei ist, daß seine immer neuen “Vorschläge” in derart schneller Folge kommen, daß sie nicht einmal umgesetzt, geschweige denn die vorhergehenden in Vergessenheit geraten können. Daß er mit seinen Forderungen ganz offen Forderungen stellt, die ein ölreiches Land einer “Befreiung” durch die USA einen deutlichen Schritt näherbringen könnten, sind sie doch überdeutliche Indizien für einen gesetzlosen und faschistischen Staat, mag ungeübten Beobachtern weitaus schwerwiegender erscheinen. Schäubles Glück ist aber, daß er nicht nur Mitglied der Bundesregierung ist, sondern seine “Vorschläge” offenbar Teil des genannten Spiels sind.

Besonders perfide ist es dabei zweifellos, wenn ausgerechnet Angela Merkel fordert, es dürfe keine “Denkverbote” geben. Nicht nur, daß Schäubles anvisiertes Modell der “Verschwörung” genau dies in ein strafrechtlich verwertbares Gerüst gießen würde, es ist nur zu offensichtlich, was geschähe, würde auch die “Gegenseite” öffentlich ohne jegliche “Denkverbote” frei über die “Rettung der deutschen Demokratie” nachdenken, beispielsweise unter Hinweis auf Artikel 20, Absatz 4 des deutschen Grundgesetzes: “Gegen jeden, der es unternimmt, diese Ordnung zu beseitigen, haben alle Deutschen das Recht zum Widerstand, wenn andere Abhilfe nicht möglich ist.”

Quelle: www.freace.de

War sells - Die Kriegsgeschäfte der USA

Posted in Audio/Video, Korruption/Lobbyismus, Terror/Krieg, Wirtschaft, Politik by antistaat on the July 9th, 2007

Vor dem Hintergrund der zahlreichen von Amerika in den letzten Jahren geführten Kriege und der ständig steigenden Militärausgaben liefert der Filmemacher Eugene Jarecki in seinem Film eine Innenansicht der Vereinigten Staaten: Dabei analysiert er, wie sich das Verhältnis der USA zu militärischen Interventionen seit Ende des Kalten Krieges verändert hat. Warum führt Amerika heute Krieg? Welche politischen, ökonomischen und ideologischen Kräfte stehen hinter dem Militarismus der USA und treiben ihn weiter voran? Welche Chancen bestehen, diese unheilige Allianz aus Militär, Politik und Industrie aufzubrechen und zu überwinden?

Zu Wort kommen unter anderem die Politiker Wiliam Kristol und Richard Pearl, der CBS-Journalist Dan Rather sowie der ehemalige CIA-Mitarbeiter Politologe Chalmer Johnson.

Der scheidende US-Präsident Dwight D. Eisenhower warnte 1961 in seiner Abschiedsrede vor der zunehmenden Verschränkung von Militär und Industrie. Er betrachtete den wachsenden Einfluss dieses “industriellen-militärischen Komplexes” als eine der Hauptgefahren sowohl für die amerikanische Demokratie als auch für den Weltfrieden. 40 Jahre später scheint Eisenhower Recht behalten zu haben.

Allein im Jahr 2005 betrug das Militärbudget der vereinigten Staaten 400 Milliarden Dollar – und ist damit größer als das der 19 nächst größeren Länder zusammengenommen. Die Zusammenarbeit zwischen Armee, Industrie und Politik treibt immer neue Blüten: So wurde der Krieg im Irak nicht mehr allein von einer Berufsarmee geführt. Zahlreiche Privatfirmen waren beteiligt und ganze Bereiche der klassischen militärischen Tätigkeiten ausgelagert. Dabei ist ein undurchsichtiges Netz von Sicherheitsdiensten, Söldnern und Spezial-einheiten entstanden, deren Aktivitäten nur schwer zu kontrollieren sind und die bisweilen bewusst eingesetzt werden um an der Grenze zur Legalität zu operieren. Der Staat hat sein Gewaltmonopol aufgegeben, der Krieg ist zum Geschäft geworden.

Quelle: arte.tv

Siehe auch:

- War sells – Die Kriegsgeschäfte der USA @telepolis
- Die Verbandelung von US-Politikern mit der Rüstungsindustrie @politblog
- Es war einmal… Amerika! @intern

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