Panokratie - Intelligente Zukunftsperspektive?

Posted in Arbeit/Soziales, Wissenswertes, Umwelt/Gesundheit, Wirtschaft, Politik, Gesellschaft by antistaat on the August 22nd, 2007

Noch nie war der Reichtum in der Welt und innerhalb der Nationen so ungerecht verteilt wie heute, und damit auch die Macht und alles was damit zusammenhängt. Die Demokratie ist eine Farce. Freiheit wird in Zeiten von Überwachungskameras, Mikrofonen, Mobiltelefonen, Internet, Abbau von Bürgerrechten, bargeldlosem Zahlungsverkehr, RFID, biometrischen Ausweisen, elitärer Propaganda durch die Mainstream-Medien und Wahlcomputern immer mehr zur Illusion. Das Allgemeinwohl wird den Interessen einiger weniger, aber mächter Personen stark untergeordnet. Kriegsgründe werden inszeniert und die Bevölkerung über die wahren Motive und Drahtzieher belogen.

Es braucht drei Ansatzpunkte:
1. Problemananalyse: Was läuft grundfalsch in der Welt und warum?
2. Lösungsentwurf: Welches System ist eindeutig besser?
3. Umsetzung: Wie kann man die Lösung erfolgreich durchführen?

Auf diese Fragen habe ich selbst noch keine umfassenden Antworten. Aber vielleicht jemand von euch, oder er kennt jemanden, der sie hat.

(Zitat aus einem Forum, geschrieben von “Monte Christo”)

Panokratie
Weiterentwicklung und Konkretisierung der konventionellen Anarchie. Der Name Panokratie ist griechisch und heißt frei übersetzt Hinaufbestimmung, d. h. Bestimmung, die von der untersten Gesellschaftsebene, dem Individuum ausgeht. Der Mensch ist sowohl von Sachzwängen als auch von Obrigkeiten weitestgehend befreit. Machtkonzentrationen und autoritäre Hackordnungen gibt es in einer Panokratie folglich nicht. Im Gegensatz zur konventionellen Anarchie kann die Panokratie auch als moderne, hochkomplexe Gesellschaftsform existieren.

Auszug:
..Im großen und ganzen scheint die Ausbildung von Hierarchien eine Art Naturgesetz zu sein. Dafür existiert ein profunder psychologischer Grund. Die meisten Menschen haben noch keinen wahren Individuationsprozeß erfahren, das heißt vom metapsychologischen Standpunkt aus sind sie noch immer Kinder. Sie sind selbst dann noch Psychobabies, die seelisch von Tuten und Rasen keine Ahnung haben, wenn sie mit 190 Kilometer je Stunde über Autobahnen brausen und dabei mit ihrer Bordcomputer-Fanfare spielen. Diese adulte Infantilität resultiert aus dem allgegenwärtigen Unsicherheitsgefühl angesichts der eigenen Nichtigkeit und Ohnmacht in der überwältigenden Schöpfung.

Da wahre Erwachsene selten sind, sehnen sich die meisten Menschen unbewußt in das ozeanische Gefühl ihrer Kindheit zurück, als sie noch von den Eltern geliebt und versorgt wurden. Sie suchen sich Personen, auf die sie ihre ehemaligen Eltern projizieren können. Unbewußt sehen sie in Idolen, Vorgesetzten und Autoritäten, egal ob weltlich oder geistlich, ihre ehemaligen Eltern. Freud nennt diesen Projektionsprozeß Übertragung.

Manche Führernaturen machen sich unbewußt diese Übertragung zunutze. Sie erheischen aufgrund autoritärer Attribute eine höhere Machtposition. Und — anstatt auf sich selbst zu vertrauen — legen die menschlichen Kreaturen ihr Schicksal in die Pranken der allerletzten PsychopathInnen mit Führerausstrahlung, da sie die eigene Unsicherheit im Schatten der unverständlichen Schöpfung spüren. Sie wollen nicht wahrhaben, daß ihre projizierten Eltern ebenso fehlbar sind wie sie selbst.

Die neuen Autoritäten bauen ihre Machtposition stückchenweise aus, so daß sie —wenn überhaupt — nur noch mit brachialer Gewalt von ihrem Thron zu stürzen sind. Die restliche Gruppe ist zwar auf Macht und Privilegien der oberen Hierarchieebene neidisch, traut sich jedoch nicht, dagegen anzukämpfen.

Diese automatische Hierarchienbildung nenne ich Autarchiegenese.

Die Autarchiegenese scheint nur in kleinen Gesellschaften mit einem geschwisterlichen Gemeinschaftsgefühl auszubleiben.

Ist diese Ausbildung von Obrigkeiten rechtens? Ist es gerecht, daß es einerseits Unterdrückte am unteren Ende der Hackordnung gibt und andererseits Hochhackige, die weniger unterdrückt sind? Die Antwort fällt Ihnen vom Gefühl her leicht: Nein! — Sie haben intuitiv erfaßt, naturgegeben ist nicht mit erstrebenswert zu verwechseln!

Laut Autarchiegenese tendiert jede Gesellschaft dazu, ein Obrigkeitssystem aufzubauen. Dieser Automatismus ist aufgrund der menschlichen Individualität jedoch nicht erstrebenswert…

..Die Autarchiegenese wird den charakterlichen Einzigartigkeiten des Homo sapiens nicht gerecht. Im Gegenteil, sie zerstört jene Charakterpluralität, die für Erhalt und Fortschritt der Menschheit unerläßlich ist. Die Menschheit ist angewiesen auf ein breites Spektrum an Individualität. Wären alle Menschen gleich, gäbe es zu den individuellen Thesen keine Antithesen und damit auch keine Synthesen. Ergo, es gäbe ohne diese charakterliche Dialektik keinen Fortschritt. Die Autarchiegenese wirkt in einer Gesellschaft kontraproduktiv!

Im Tierreich dagegen stellt sie einen evolutionären Vorteil dar. Die Interessen des Leittiers sind größtenteils identisch mit denen des Rudels. Die einzelnen Tiere sind in einer Herde zumeist eng miteinander verwandt; Onkel Leittier und seine tierisch untergebenen Untertanen haben das gleiche Instinktspektrum. Die Entscheidung des Leittiers ähnelt dem Entschluß, den die Untergebenen in derselben Situation fällen würden. Instinkte, Interessen und Intentionen von Leittier und Untergebenen sind weitestgehend die gleichen.

Beim Menschen ist dies jedoch nicht der Fall. Kein Tier hat ein derart ausgeprägtes Ichbewußtsein und persönlichen Willen wie der Homo sapiens. Instinkte spielen im menschlichen Denken nur noch eine Nebenrolle; Intentionen und Interessen zwischen Regierung und Volk sowie Reichen und Armen sind sich untereinander nicht ähnlich, sondern meistens entgegengesetzt.

Dazu kommt, daß eine menschliche Gesellschaft weit komplexer als eine Büffelherde oder Primatensippe ist. Während ein Leittier seine rangniedrigeren Tiere noch überblicken und optimal koordinieren kann, übersteigt die Granularität und Vielschichtigkeit eines Staates das Fassungsvermögen eines hohen Tieres in der Regierung.

Somit ist die Autarchiegenese als ein rudimentäres Relikt aus der Evolution zu verstehen, das heute ausgedient haben sollte. Da aber die Evolution in geschichtlichen Zeiträumen keine Fortschritte erzielt, wird die Autarchiegenese uns noch lange weitertyrannisieren.

Ja, mehr noch: Die Autarchiegenese wird zunehmend durch den technischen Fortschritt gefestigt. Telefon-Abhöranlagen, Manipulation durch Tiefenpsychologie, modernste Polizeiausstattung, politische Rasterfahndung und viele weitere Errungenschaften legen den Mächtigen einen Prügel in die Pranke, der es immer schwerer macht, die Mächtigen bei Machtmißbrauch von ihrem High-Tech-Thron zu stürzen.

Es existiert noch ein weiterer Grund, die Autarchiegenese zu bekämpfen: Da immer viele Individuen am Fuße der Hierarchiepyramide darben und nur wenige Privilegierte an der Spitze thronen werden, sind für den Bevölkerungsdurchschnitt Obrigkeitssysteme ein Minusgeschäft. — Die Bürger werden durch die Autarchiegenese übers “Ohrwell” gehauen.

Mit der Autarchiegenese ist die Evolution in eine gefährliche Sackgasse gefahren. Zu unserem großen Glück haben wir jedoch Verstand und Gefühl, mit denen wir unsere verfahrene Situation erkennen, und durch eine Querstraße dem Sackgassenende entweichen können. — Wer denkt, wird nicht gelenkt! — Die Individualität des Menschen ist der Motor, der zur Rebellion gegen Autoritäten treibt. Somit ist die politische Zukunft doch nicht ganz hoffnungslos.

Wir suchen ein Gesellschaftssystem, das die Autarchiegenese unter Kontrolle hält! Eine gute Demokratie ist politisch gesehen ein bescheidener Anfang. Wir werden jedoch in einem späteren Kapitel aufzeigen, daß sie gegen die übermächtige Autarchiegenese nicht ankommt..Was haben Sie denn immer noch auszusetzen an unserer schönen, heilen Welt? Ist doch alles ordentlich: Jeder arbeitet für’s System.

Sie haben das Gefühl in einem schlechten Horroralptraum gelandet zu sein? Sie fühlen sich in unserer Welt nicht wohl und haben immer noch den Willen etwas zu verändern? Sie wollen nur eine lebenswerte Zukunft? — Ja, da kann ich Ihnen auch nicht weiterhelfen. Die Zukunft ist leider ausverkauft!

Bei Ihnen ist echt Hopfen und Malz verloren. Trotz meiner Zynik wollen Sie immer noch die Welt verändern? Unverbesserliche UtopisserInnen!

Tja, dann ist dieses verdammte Buch genau das richtige für Sie!

Siehe auch:
- panokratie.de - Das Buch zum kostenlosen Download
- anarchopedia.org/Panokratie

Glaubwürdigkeit von Wikipedia im Keller nach den Enthüllungen eines “Wikipedia-Scanner”-Programms

Posted in Medien/Manipulation, Skandale, Gesellschaft by antistaat on the August 16th, 2007

Online-Enzyklopädie ist regelmäßig das Ziel von Manipulationen durch Konzerne, Geheimdienste und andere Interessengruppen.

..Der Wikipedia-Scanner (http://wikiscanner.virgil.gr/) erlaubt den Benutzern, einen Bereich von IP-Adressen einzutippen und herauszufinden, welche Organsationen welche Seiten auf Wikipedia editieren.

“Das Resultat: Eine Datenbank von 5.3 Millionen Editierungen, durchgeführt von 2.6 Millionen Organisationen oder Individuen, die zu den Netz-Adressen von u.a. der CIA, von Microsoft oder von Kongressbüros zurückverfolgt wurden. Viele Veränderungen scheinen offensichtlich aus reinem Eigennnutz geschehen zu sein, indem ausschließlich positive Berichterstattung angefügt oder ausschließlich kritische Stellen entfernt wurden,” berichtet Wired Report

Quelle: infokrieg.tv

Der Focus schreibt dazu:

Wikipedia - Firmen waschen Einträge weiß.

Das freie Lexikon Wikipedia ist im Internet die erste Anlaufstelle für Antworten auf Wissensfragen. Deshalb polieren Firmen, Institutionen und Politiker ihre Einträge auf…

..und liefert ein paar interessante Beispiele. So ist z.B. nach einer Bearbeitung durch einen anonymen Autor, dessen IP-Adresse zum Biblis-Betreiber RWE gehört, eben dieser Reaktor Biblis zu “einem Meilenstein in puncto Sicherheit” geworden, ebenso wie die in den USA weitverbreiteten und wegen ihrer Manipulierbarkeit in Verruf geratenen Wahlcomputer der Firma Diebold.

Weiter wurden aus dem Netz des von der US-Regierung finanzierten International Republican Institute aus der US-”Besatzungsarmee” im Irak eine “Befreiungsarmee” gemacht, und in einem Artikel über Wal-Mart wurde aus „die Gehälter liegen 20 Prozent unter dem Durchschnitt“ -> „im Schnitt zahlt Wal-Mart fast das Doppelte des Mindestlohns“, allerdings auch nur wenn man die Gehälter der Führungskräfte mit einrechnet..

Siehe auch:

Time To Fight Back Against Online Disinfo Agents and Trolls @prisonplanet.com

Muss man nicht Krieg führen gegen solche Ungeheuer?

Posted in Medien/Manipulation, Terror/Krieg, Politik, Gesellschaft by antistaat on the August 16th, 2007

Kosovo, Irak, Afghanistan, Sudan: Am Gängelband unserer Gefühle betreibt man Politik

Von Eugen Drewermann - im Original erschienen auf freitag.de

Für die westlichen Staaten wird der asymmetrische Krieg, wie sie ihn im Irak und Afghanistan und möglicherweise bald im Sudan führen, zur Spirale ohne Ende. Mit dem größten militärischen Übergewicht lassen sich Anschläge und Entführungen nicht verhindern. Die Antwort darauf sind Durchhalteparolen und eine Vergrößerung des militärischen Übergewichts. Der Gegner stellt sich darauf ein. Er tut das mit keinem vom Irrsinn verzerrten Blick, sondern im Bewusstsein der Möglichkeiten, diesen Krieg als seinen Krieg fortzusetzen.

Die Bewahrung des Menschen konzentriert sich wie im Brennglas in einem einzigen Konflikt, dessen Wort heißt: Krieg! Ein Albtraum, mitgeschleppt aus den Tagen der Vorzeit; eine Überlebensnotwendigkeit im Schlachthaus der eigenen Epigenese zur Evolution der Spezies homo sapiens; ein Versuch, Reviere zu verteidigen, jagbares Wild zu erbeuten, Wasserstellen zu halten zum Schutz einer begrenzten Zahl heranwachsender Kinder und gebärtüchtiger Frauen; Männerwerk; Gruppenpsychologie. Das alles mag einmal einen Sinn gehabt haben. In unseren Tagen ist es nichts weiter, als der Ausweis einer noch nicht überwundenen Barbarei.

Wir morden alle Traurigen, und die Welt wird fröhlicher

1990/91 gab es keinen Marktplatz in Deutschland, auf dem nicht Hunderte oder Tausende demonstrierten gegen den Krieg von Bush senior im Irak. Dann aber erlebten wir, was ganz normal geworden ist nach dem verlorenen Vietnam-Krieg der Amerikaner: Man muss die Journaille so einbetten, nicht nur, dass sie schläfrig wird, sondern süchtig nach den Informationen, die man ihr gibt wie dem Haifisch das Futter. Man zeigte Bilder aus einem kuwaitischen Hospital: Irakische Soldaten - diese Barbaren - hielten Säuglinge aus den Brutkästen hoch und warfen sie auf die Erde! Darüber lag die Frage: Muss man nicht Krieg führen gegen solche Ungeheuer? Wir waren sprachlos, und die Aufklärung kam zu spät, dass diese Machwerke in London gedreht worden waren mit der Tochter eines kuwaitischen Diplomaten in der Rolle einer Krankenschwester.

Spricht es nicht für uns, die ganz normalen Bürger, dass man uns belügen muss, um uns kriegsfertig zu machen?…

..Wie vermeiden wir, zu Opfern dieses gigantischen Spektakels zu werden? Was uns bleibt, ist ein Teil der Aufklärung über unsere eigene Psyche. Und diese Art der Aufklärung spricht im Grunde für uns selber. Diesen Rest von Stolz, den wir vermitteln können, sollten wir uns nicht rauben lassen.

Grund für den Krieg ist niemals der Einzelne, selbst, wenn er wahnsinnig wird vor Hass und Verzweiflung. Selbst, wenn er Amok läuft. Selbst wenn er sich mit dem Gürtel um den Bauch in die Luft jagt. Viel mehr als 40 oder 50 Menschen wird er auf diese Weise nicht töten können. Aber der organisierte Hass, das - was wir Krieg nennen - ist eine sozialpsychologische Angelegenheit, und sie macht aus dem Einzelnen - schon, weil er mitwirkt - das erste Opfer. Die Schichten, in denen das geschieht, lassen sich zeigen. Viel zu einfach wäre es zu erklären, dass der Erste Weltkrieg zurück ging auf Wilhelm II., der Zweite auf Adolf Hitler, der Irak-Krieg 1991 auf Saddam Hussein. Ständig machen wir uns die Analyse zu leicht - oder lassen wir sie uns viel zu leicht machen, indem wir komplexe Probleme individualisieren und dann zum Abschuss frei geben: “Saddam Hussein - ein zweiter Hitler!” Wir müssen nur genügend töten! Rotten wir die Bösen aus, wird die Welt von allein besser! Ein Programm - so verrückt, als würden wir sagen: “Wir morden alle Traurigen dahin, und die Welt wird fröhlicher.”

Weil wir den Frauen keine Burka überziehen

Die Wirklichkeit ist, dass der Krieg geboren wird aus rein sozialpsychologischen Dynamismen - sie lassen sich so einfach durchschauen, wie es nur irgend geht. Sie bestehen darin, das Beste in uns, unsere Tradition, unsere religiösen Werte, unsere moralischen Inhalte zu Propagandawaffen umzuschmieden. Krieg ist nur zu führen, wenn sich eine Gruppe gegen die andere einschließt, mit einem bestimmten Autostereotyp, das ihr versichert, besser zu sein als die andere - die Konkurrenz- und Bezugsgruppe…

…ganzen Beitrag lesen unter freitag.de

Eine Nummer ist auch nur ein Mensch

Posted in Überwachung, Politik, Gesellschaft by antistaat on the August 8th, 2007

Jeder Deutsche wird demnächst eine elfstellige Nummer erhalten - so sieht es das neue Lohnsteuergesetz vor, das das Kabinett beschließen will. Datenschützer sehen darin eine Zäsur in der deutschen Datenschutzgeschichte.
Ein Kommentar von Heribert Prantl

In diesen Wochen wird jeder Mensch in Deutschland einen Brief erhalten. In diesem Brief steht sein neuer Name. Diesen Namen hat er nicht geerbt; und weder er noch seine Eltern haben ihn sich ausgedacht. Der Staat hat ihm diesen Namen zugeteilt.

Der neue Name besteht aus elf Ziffern; und diese Ziffern werden so wichtig sein, dass der alte Name immer weniger interessiert. Der neue Name wird die Basis der Existenz, der alte zur Zierde.

Ohne den neuen Namen wird man kein Konto eröffnen, keinen Handyvertrag schließen, sich nicht für die Volkshochschule anmelden und sich nicht ins Internetforum einloggen können.

Man wird ihn beim Bezahlen einer Rechnung angeben. Der neue Nummernname wird den Alltag erobern, weil er so gut verwertbar, verknüpfbar und speicherbar ist, weil er, im Gegensatz zu “Müller” unverwechselbar ist und sich nicht so schnell Fehler einschleichen wie bei “Przybilla”.

Der Nummernname enthält alle Grunddaten des Menschen, vom Säugling bis zum Greis, und er wird der Schlüssel sein, der dem Staat den Knopfdruckzugang auch zu sensibelsten Daten mit den interessantesten Verknüpfungen öffnet: mit Steuer- und Rentendaten geht es nun los.

Die aufgezählten Verwendungszwecke im Alltag (Rechnungen, Verträge) sind natürlich nicht in dem Gesetz vorgeschrieben, das heute im Kabinett verabschiedet wird. Es geht dort vorderhand um die zentrale Speicherung der neuen Steuer-Identifikationsnummern in einem zentralen Register, die (ohne dass man es groß mitbekommen hätte) längst an einen jeden vergeben worden sind. Aber die neue staatliche Nummernpraxis, welche Steuerhinterziehung und den Missbrauch staatlicher Leistungen ausschließen soll, wird einen gewaltigen Sog auslösen.

Zuerst werden, so wie das Gesetz es vorsieht, nur Finanz- und Sozialämter immer mehr und immer spezifischere Daten zusammentragen und abrufen können. Aber der staatliche Datenbestand wird schnell wachsen, weil anfängliche strikte Zweckbindungen von irgendwo registrierten Daten erfahrungsgemäß schnell aufgeweicht werden.

Im Lauf der Zeit werden dann nicht nur der Staat, sondern auch Banken, Adressenhändler, Auskunfteien, Versandhändler und Werbeagenturen ihre Datenbestände zusammenführen können. In den Nummern steckt also sowohl enormes staatliches Überwachungspotential als auch ein lukratives wirtschaftliches Potential zur Lenkung der Konsumenten. Den Datenschutz, der das verhindert, muss man erst noch erfinden.

Datenschützer sehen in dem Gesetz (das sich verschleiernd Jahressteuergesetz nennt) eine Zäsur in der deutschen Datenschutzgeschichte. Es erlaubt erstmals, dass die dezentral geführten Datenbestände der 82 Millionen in Deutschland gemeldeten Personen aus 5300 Meldeämtern in einer Datei zusammengeführt werden. Das ist der Beginn eines Bevölkerungsregisters und eines gewaltigen nationalen Datenpools.

Quelle: sueddeutsche.de

Maeckes - “Versteh diese Menschen nicht”

Posted in Audio/Video by antistaat on the August 2nd, 2007

Homepage - Maeckes
Songtext - “Versteh diese Menschen nicht

Waffen- und Drogenhandel im Dienst der US-Regierung

Posted in Wissenswertes, Verschwörungen, Geheimdienste, Politik by antistaat on the August 1st, 2007

..Der wohl größte Drogenschmuggler der Geschichte, Barry Seal, brachte (…) von 1979-1984 monatlich bis zu 2 Tonnen Kokain in die USA - im Auftrag und unter dem Schutz der CIA.

Als er 1986 erschossen wurde, fand man in seiner Brieftasche die Telefonnummer eines seiner Protegés: des Vizepräsidenten und Ex-CIA-Chefs George Bush.

Die zehn Männer auf dem Foto von 1963 - die Agenten der “Operation 40″ der CIA - haben die amerikanische Politik und die Weltgeschichte der letzten Jahrzehnte praktischer und massiver beeinflusst als alle in den “Jahrhundertchroniken” abgebildeten öffentlichen Figuren.

Das Foto, aufgenommen 1963, zeigt Barry Seal mit neun weiteren Männern in Partylaune am Tisch eines Nightclubs in Mexico City - und die Kollegen, mit denen Seal da feierte, stellen nicht nur eine Art “Who is Who” der amerikanischen Geheimpolitik dar, sie beweisen vor allem, dass der “frühere Drogen- und Waffenschmuggler” Barry Seal schon seit Anfang der 60er Jahre im Auftrag der “Firma” unterwegs war. Vorne links auf dem Bild lacht Felix Rodriguez in die Kamera, einer der berüchtigsten CIA-Killer, auf dessen langer Liste von Morden auch der von Che Guevara in Bolivien steht. Ihm gegenüber, das Gesicht halb verdeckt, sitzt Frank Sturgis, beteiligt unter anderem an der Schweinebucht-Invasion und später einer der überführten Watergate-Einbrecher. Vor seinem Tod soll er einigen Forschern zufolge einem Kardinal der katholischen Kirche ein schriftliches Geständnis über seine Beteiligung am Kennedy-Mord hinterlassen haben.

Neben ihm sitzt William Seymour, der in nahezu jedem Buch über den Kennedy-Anschlag eine wichtige Rolle spielt. Seit den 50er Jahren rekrutierte er Piloten für die CIA, darunter auch den jungen Mann, den Barry Seal in einem Trainingslager der “Civil Air Patrol” 1955 kennenlernt: Lee Harvey Oswald. Oswald ist später für die Schüsse auf Kennedy verurteilt worden.
Hätte ein Foto wie dieses damals dem Gericht und der Untersuchungskommission vorgelegen, die “One Bullet”-Legende des “kommunistischen” Einzeltäters Oswald wäre so nie in die Geschichtsbücher eingegangen. Vielmehr wäre die Tat eines klandestinen Kommandos des US-Geheimdiensts ruchbar geworden, für den Präsident Kennedy zum Hassobjekt Nr. 1 geworden war, weil er nach ihrer para-militärischen Schweinebucht-Invasion den großen militärischen Angriff auf Kuba verweigert hatte.

Die ersten Waffen, die Barry Ende der 50er Jahre nach Kuba geflogen hatten, waren noch an die Bewegung eines jungen Rechtsanwalts und Aktivisten adressiert, der sich gegen den damaligen Diktator Batista auflehnte: Fidel Castro. Dieser eroberte dann, bestens ausgerüstet aus den USA, zwar die Macht in Kuba, mutierte aber von Stund an vom netten zum gottverdammten Hurensohn, gegen den man nun rechte Guerilleros aufrüstete - und sich dafür mit der aus Havanna verjagten Casino- und Prostitutions-Mafia verbündete.

So waren Barry und die Boys von Anfang an nicht nur ganz oben bestens connected - der Che-Guevara-Killer Rodriguez bekundete später, er sei 1961 für die CIA “von einem Typ namens Bush” rekrutiert worden - sie hatten auch hervorragende Kontakte zur Unterwelt, die sich vor allem Anfang der 80er Jahre als nützlich erweisen sollten, als monatlich bis zu 2.000 Kilo Kokain distribuiert werden mussten.

Dass durch diese Schwemme kein Preisverfall für den gewinnbringenden Stoff eintrat, dafür traf Regierungschef Reagan umgehend Sorge, indem er den internationalen “War on Drugs” ausrief und durch verschärfte Verfolgung und Aufrüstung der Drogenpolizei die Handelsmargen weiter garantierte. Während der Konkurrenz so das Leben schwer gemacht wurde, brachte ein Kilo Kokain, für das Seal bei den Produzenten 2000 Dollar zahlte, im Endverkauf auch weiterhin mindestens das 100-Fache und sicherte so den Etat für die inoffizielle Außenpolitik besser und leichter als jedes andere Handelsprodukt…

…Das Business aber läuft weiter - aus dem frisch “befreiten” Afghanistan melden die Agenturen soeben eine der größten Opiumernten aller Zeiten; Barry Seals Nachfolger haben wieder reichlich zu fliegen

…ganzen Artikel lesen / Quelle: @telepolis/heise

Ausserdem sehr interessant:

- Buch: Barry und die Boys - Der größte Drogenschmuggler der USA @zweitausendeins.de
- “Ein dummer, kleiner Kommunist” - 40 Jahre nach den Schüssen auf John F. Kennedy @telepolis
- Why Does George W. Bush Fly in Drug Smuggler Barry Seal’s Airplane? @fromthewilderness.com
- CIA Linked To Seal’s Assassination @idfiles.com
- barryandtheboys.com