Ges(t)ammelte Werke zu den Ulmer “Terrorbombern” - Viel zu lesen, aber gut zu wissen…

Posted in Uncategorized by antistaat on the September 9th, 2007

Terroranschläge in Deutschland vereitelt? Mehr Tote als in Madrid und London zusammen? Ein “Blutbad”? Islamisten? Konvertiten? Al-Qaida? Ach du dickes Ei..
Was ist passiert? Ein Rückblick..

Mit der Festnahme von drei mutmaßlichen Terroristen habe man “massive Bombenanschläge” in Deutschland verhindert, behauptete die Bundesanwaltschaft am 5. September. Die drei Männer seien Mitglieder einer deutschen Zelle der “islamischen Dschihad-Union” und hätten Terrorattacken gegen US-Einrichtungen geplant. Die Gruppierung stehe “in enger Verbindung zur Terrororganisation Al Qaida“. Durch die Festnahme sei einer der “bislang schwerwiegendsten” Anschlagspläne in Deutschland verhindert worden.

Terroranschlag in Deutschland vereitelt?” fragen sich die österreichischen ceiberweiber, “..oder false flag-Terror?”.

…Man hat das 35%ige Wasserstoffperoxid, dvon dem 730 kg in Kanistern gelagert wurden, gegen 3%iges ausgetauscht, heisst es. (Ein Schelm, wer dabei an World Trade Center 1993 denkt, wo die Lenker der Terroristen in den Sicherheitsdienste den Sprengstatz gegen etwas weniger Starkes austauschten, oder an Oklahoma City 1995, wo es genau umgekehrt war.) Die drei Männer seien nach einer “zufälligen” Verkehrskontrolle nervös geworden, sodass man sich für den Zugriff entschieden habe. Dieser wird als “(simultane) Anschläge auf amerikanische Einrichtungen geplant” gemeldet. Die Männer seien keine Unbekannten, wurden schon mal festgenommen, es gab Hausdurchsuchungen.

300 Beamte observierten sie sechs Monate lang, nachdem sie 2006 auffielen, weil sie US-Kasernen ausspähten (wir haben September, nicht Juni 2007). Es habe auch Zusammenarbeit mit amerikanischen Diernsten gegeben. Die drei Männer sprachen am Telefon von “Selbstmordattentaten” und kommunizierten auch über Internet (hallo, Bundestrojaner, das tut heute fast jede/r!). “Konvertiten” seien besonders gefährlich, erklärt der dem BND nicht fernstehende Terrorismusexperte Rolf Tophoven flugs auch in österreichischen Medien, da sie sich bewusst für den Islam entschieden. Es erinnert immer mehr an das Liquid-Bomber-Skript, zumal ja gerade jetzt das EU-Parlament eine Lockerung des Verbotes von Flüssigkeiten in Flugzeugen erwirken wollte, was die Kommission ablehnte.

Die BILD weiss:

Es sollten entsetzliche Anschläge werden, mit vielen Toten, mit Angst und Panik. Aus 730 Kilo Chemikalien wollten zwei zum Islam konvertierte Deutsche und ein in Deutschland lebender Türke Autobomben bauen und damit zeitgleich Attentate auf US-Einrichtungen in Deutschland verüben. Tausende Menschen sollten sterben.

Deutsche Fahnder haben alles vereitelt!…

…Die Terroristen wollten möglichst viele Menschen töten. Generalbundesanwältin Monika Harms sprach von einer „der bislang schwerwiegendsten Anschlagsplanungen“. BKA-Chef Ziercke: „Das Sprengmaterial hätte ausgereicht, um Bomben mit einer höheren Sprengkraft als bei den Anschlägen in Madrid und London zu bauen.

Nach BILD-Informationen hatten die Terroristen zunächst einen Test-Anschlag auf eine von Amerikanern besuchte Disco geplant. Besonders perfide: Sobald die Rettungskräfte eintreffen, sollte eine zweite Bombe noch mehr unschuldige Menschen töten! Hessens Innenminister Volker Bouffier (CDU): „Sie hatten alles, um ein Blutbad anzurichten!

Der Zugriff

Ein „dummer Zufall“, so BKA-Chef Ziercke, entschied über den Zeitpunkt.

Samstagabend feierten die Verdächtigen noch den Geburtstag von Fritz G. – feuerten fröhlich Feuerwerks-Raketen ab.

Montagabend geraten die drei Männer in eine „normale“ Polizeikontrolle, weil sie ihr Fernlicht versehentlich angeschaltet hatten. Das Observationsteam kann es nicht verhindern.

Dienstag, 13.42 Uhr: Im Ferienhaus-Versteck beginnen die Männer mit der Aufbereitung des Wasserstoffperoxids – mit dem Bombenbau!

..Wasserstoffperoxid? War das nicht das, öhm.. die Begründung für das Flüssigkeits-Verbot in Flugzeugen? London?

freace schreibt dazu in einem sehr aufschlussreichen Artikel:

..Die Welt wiederum meldete, das Wasserstoffperoxid sei “so hoch konzentriert”, daß es “nur eine Woche gelagert” werden könne - was für unmittelbar bevorstehende Anschläge spräche. Nur eben, daß die Chemikalie tatsächlich von Februar bis August dieses Jahres beschafft worden war. Bemerkenswert ist auch, daß nach Aussage der Generalbundesanwaltschaft offenbar nur ein Teil des Wasserstoffperoxids in einer hochprozentigen Form vorhanden war. Wie groß dieser Anteil war, darüber herrscht bisher Stillschweigen.

Inwieweit die Behauptung, Polizeibeamte hätten von den vorgeblichen Attentätern unbemerkt “frühzeitig” die “in den Fässern befindliche hochprozentige Lösung Wasserstoffperoxid durch eine gefahrlose Austauschlösung” ersetzt, erscheint angesichts der langen Lagerung zumindest eines Teils des Wasserstoffperoxids zumindest fragwürdig, erst recht, da diese unter wenig geeigneten Umständen stattfand. Dieses zerfällt tatsächlich mit der Zeit zu Wasser und Sauerstoff, so daß die Konzentration der Lösung abnimmt. Allein dieser “frühzeitige” Austausch der Chemikalie hat allerdings letztlich dazu geführt, daß praktisch keinerlei Gefahr mehr bestand, daß tatsächlich Sprengstoff hätte hergestellt werden können. Sollte der “Austauschstoff” wie in einigen Berichten genannt handelsübliches Wasserstoffperoxid mit einer Konzentration von 3 Prozent - statt der 35-prozentigen Lösung, die sich vorgeblich in den Kanistern befand - so wäre zwar mit einem vorhergehenden Bearbeitungsschritt eine Verwendung durchaus noch möglich gewesen, dies hätte aber einerseits das Wissen um den Austausch vorausgesetzt, andererseits hätte sich so aber eine entsprechend weitaus geringere Menge Sprengstoff herstellen lassen.

Bemerkenswert ist auch, daß grundsätzlich nur vom Fund der 730 Kilogramm Wasserstoffperoxid gesprochen wird. Tatsächlich wird zur Herstellung des Sprengstoffs Triacetontriperoxid (TATP) neben Wasserstoffperoxid eine noch größere Menge Aceton und eine ebenfalls große Menge einer Säure - wobei Zitronensaft zwar möglicherweise interessante Reaktionen hervorrufen, aber kaum zur Herstellung von TATP geeignet sein dürfte - benötigt. Die “Bombenbauer” müßten also noch weit über einer Tonne weiterer Chemikalien besessen haben…

Der Politblog dazu unter “Die “Top-Terroristen” im Spiegel der heutigen Presse”:

Die Frage, die hier jedoch erlaubt sein muss ist: Wo ist das einstige “Know-How” der angeblichen “Islamistischen Terrornetzwerke” geblieben?

Waren sie nämlich laut einhelliger Erklärungen der politisch Verantwortlichen vor wenigen Jahren noch in der Lage, funktionstüchtige Bomben zu bauen, hantieren sie heute ausschließlich mit fragwürdigen Flüssigsubstanzen wie Benzin, Gas (London und Glasgow Ende Juni 2007) und nun im aktuellen bundesrepublikanischen Fall mit Wasserstoffperoxid herum. Nach Presseberichten auch noch mit H2O2, das eine “Halbwertzeit” besitzt. Dieser naturwissenschaftliche Blödsinn erlaubt die Einführung der in Zusammenhang mit radioaktiven Substanzen (!) geläufigen Vokabel des Zerfalls, mehr nicht. Zünder zu bauen bereite ihnen Schwierigkeiten. Auch Grundlagen der Chemie und Physik scheinen sie nicht wirklich zu beherrschen.

Nochmal ceiberweiber:

Die Ingredienzien erinnern an die “Liquid Bombers” letzten Sommer in England, die sich bald als “Hoax” herausstellten, und die auch monatelang überwacht wurden, ohne dass man so recht wusste, was sie eigentlich wollten, Die Elemente “Pakistan” (wo CIA und ISI Mujaheddin ausbilden) und “Wasserstoffperoxid” dürfen auch diesmal nicht fehlen (ein simples Desinfektionsmittel, das man kaum zu einem exakten Sprengmittel umfunktionieren kann).

Verhaftet wurden die drei angeblich, als sie Chemikalien von einem “Lager” zu einem anderen transportierten. Vom Bau eines Sprengsatzes mit Zünder seien sie aber noch weit entfernt gewesen. Und sie wollten, so manche Meldungen, ausgerechnet am 11. September zuschlagen - bisschen knapp abgesichts des Embryonalstadiums ihres angeblichen Planes. Agenturen wie APA, dpa, AP, AFP sprachen dennoch von kurz bevorstehenden Anschlägen, ebenso wie sich der Verteidigungsminister angesichts vereitelter unmittelbar bevorstehender Sprengstoffattentate über die gut arbeitenden Sicherheitsdienste freute. Wäre eigentlich Sache des Innenministers, möchte man meinen.

Man stelle sich doch mal Folgendes vor: die Polizei observiert Drogenhändler oder Menschenhändler. Man hört Telefone ab, kundschaftet Routen aus, kennt beteiligte Personen, weiss, wie Drogen weiterverteilt werden, an welche Bordelle die Frauen “geliefert” werden. Nach dem Zugriff gibt es eine Pressekonferenz, bei der man nicht so genau weiss, was eigentlich ablief: waren es 5 oder 4 Drogenhändler? Gehörten sie zu dieser oder jener Mafia? Wurden sie ihre “Ware” in dieser oder jener Stadt los? Waren es 50 kg Heroin oder doch nur 20? Wurden 40 oder 25 Fauen verschleppt? “Irgendwie irgendwo” war es jedenfalls ein großer Schlag der Sicherheitsbehörden…

Die Anschläge sollten auf US-Militäreinrichtungen verübt werden, so der Tenor. Als ein Ziel wurde am Nachmittag durch z.B. die Nachrichtenagentur AP die US-Luftwaffenbasis Ramstein als ein Hauptanschlagsziel genannt, auch wenn Jeffrey Gradeck, Leiter des Pressestabes des US-Oberkommandos für Europa (USEUCOM) morgens noch sagte “Wir können nicht bestätigen, dass Ramstein das Ziel war”, obwohl doch auch amerikanische Geheimdiensthinweise erst auf die Spur der potentiellen Attentäter geführt haben sollen - n24 liess es sich übrigens nicht nehmen im Laufticker darauf hinzuweisen, dass die Tat durch einen “Hass auf alle amerikanischen Staatsbürger” motiviert sei, nicht etwa durch möglicherweise Wut über die Folgen der Politik des US-Präsidenten.

Najagut… Und das Ganze spielte sich also in Ulm ab. Ulm. Ulm?

…im Raum Ulm/Neu-Ulm gab es vor und auch nach dem 11.September merkwürdige Aktivitäten.
Witwen von Söldnern in Tschetschenien mit Kontakt zum Neu-Ulmer Khaled el-Masri, sowie zu Arabern, wurden offenbar durch die CIA observiert, el-Masri später durch die CIA entführt.

Mehrere mutmassliche Attentäter des 11.September und Personen aus dem Umfeld der Hamburger Marienstrasse sollen dort gesehen worden sein, darunter Mohammed Atta und der ex-Bundeswehrsoldat Said Bahaji.
Der “Stern” sah den Raum Neu-Ulm gar als “Einsatzgebiet der CIA”, der US-Geheimdienst verhörte el-Masri während seiner Gefangenschaft explezit zum Kulturhaus in Neu-Ulm.
Sogar wo da die Gefriertruhe stand, wussten die Agenten.( )

Das für gewöhnlich gut informierte konservative “R-Archiv” kam Ende 2006 angesichts der Fülle von Detailwissen der CIA über Masri zu dem Schluss, dass diese entweder durch (illegale) Spionage der CIA im Raum Neu-Ulm, oder durch gezielte (illegale) Weitergabe von Informationen durch deutsche Sicherheitsdienste möglich geworden war.(4)

Halten wir also mal fest: die “Islamische Jihad Union” aus Usbekistan ist also angeblich in Pakistan ausgebildet, hat Anschläge in Afghanistan auf Deutsche “VORBEREITET” (wurden da vielleicht sogar welche ausgeführt?), ist laut Generalbundesanwältin Monika Harms irgendwie an militärische Sprengzünder (2), aber leider nur an 12 Fässer mit 730 Kilogramm Wasserstoffperoxid als Sprengstoff gekommen (1), der Zugriff durch die GSG 9 vor Ort erfolgte “spontan”, weil die drei Männer “mit dem Bau der Sprengsätze begonnen haben” (1), obwohl der angebliche Sprengstoff zuvor laut Aussage von Frau Harms bereits durch “die Polizei” entschärft worden war (2), also keinerlei Gefahr bestand.

Eine von vielen anderen Versionen, die sich zwar alle widersprachen, aber keinerlei kluge Fragen bei den unverschämten Pressekonferenzen der Bundesanwaltschaft, BKA, und Innenministerium produzierten:
die Verdächtigen hätten das Haus verlassen, “um woanders weiter zu bauen”. Deswegen sei dann der Zugriff “spontan” erfolgt.(3)

BILD:

..Sie unterhalten sich über die Polizeikontrolle vom Vorabend, und die Ermittler hören mit. „Wir könnten entdeckt worden sein“, sagt einer der Terror-Verdächtigen. Sie scheinen verunsichert, beschließen, das Haus aufzugeben und sich ein sichereres Versteck zu suchen.

..entdeckt? Schon wieder? So wie bereits im Mai? Nochmal freace:

Bemerkenswert ist auch, daß die Beamten, die die Männer seit Monaten beobachteten, bemerkt wurden, weil sie sich zu auffällig verhielten, dies die vermeintlichen Bombenbauer aber anscheinend nicht von ihren Plänen abbrachte. Ob dies wie vielfach berichtet ein Indiz für ihre “Entschlossenheit” oder doch eher für einen ganz anderen Hintergrund ist, mag im Auge des Betrachters liegen…

Tatsächlich konnten sich die Verdächtigen bereits im Mai im Focus darüber informieren, daß ihnen sowohl die deutschen Behörden als auch die CIA bereits auf den Fersen waren. Dies hat sie aber offenbar nicht davon abgehalten, ihre “Pläne” fortzuführen. Ebenso hat es nicht zu einem sofortigen Zugriff der deutschen Behörden geführt, obgleich hierdurch unter normalen Umständen eine umgehende Flucht der Verdächtigen zu erwarten wäre. Und auch andere Medien straften den Focus-Bericht - in klarem Widerspruch zum üblichen Interesse an neuen “Terror-Meldungen” - mit Nichtachtung.

Weiter im BILD-Ablaufplan:

14:27 Uhr: Er rennt in nordöstlicher Richtung über das Grundstück, springt über eine Hecke in den Garten von Hausnummer 21, rennt davon. Zwei Polizisten verfolgen den Mann im blauen Pullover. Rund 300 Meter vom Eichenweg 22 entfernt stellt ein anderer Beamter den Mann.

14.28 Uhr: Es kommt zum Handgemenge. Dem Polizisten wird die Dienstwaffe entrissen. Der Verdächtige zielt auf den Mann, drückt ab. Ein Schuss fällt. Der Polizist greift dem Täter in die Pistole, verletzt sich dabei an der Hand. Vermutlich schafft er es, den Sicherungshebel umzulegen. Beide ringen miteinander, dann zielt der Verfolgte wieder auf den Ermittler. Doch diesmal fällt kein Schuss (wahrscheinlich, weil die Waffe im Handgemenge gesichert wurde). Zwei GSG9-Kämpfer eilen ihrem Kollegen zur Hilfe, überwältigen den Terroristen. Der wird dabei an der Stirn verletzt.

14:40 Uhr: Alle Verdächtigen in Gewahrsam!

Wer sind die Terroristen?

Die drei Festgenommenen gehörten der Zelle der Terror-Gruppe „Islamische Jihad-Union“ (IJU) aus Usbekistan an, sympathisieren mit al-Qaida. „Fanatisch“, „hochkonspirativ“ und „durch nichts von ihren Zielen abzubringen“ – so beschreiben Ermittler die drei. Mehr als sechs Monate hatten 300 Beamte Tag und Nacht jeden Schritt der Männer überwacht. BILD erfuhr: Die Islamisten waren vorsichtig, kommunizierten per Telefon nur aus Telefonshops. Anführer Fritz G. hatte einen Laptop mit WLAN im Auto, fuhr durch Wohngebiete, schaltete sich in nicht gesicherte Netzwerke ein und schrieb dann E-Mails. Und die waren noch verschlüsselt.

…was für ein Quark, mal ehrlich.

Zur Islamic Jihad Union / IJU? kann man übrigens beim Spiegelfechter Interessantes dazu nachlesen:

Laut Informationen des SPIEGEL hatten die Verdächtigen Kontakte zur “Islamic Jihad Union” (IJU), einer angeblichen “terroristischen Vereinigung”, die ihre Wurzeln in Usbekistan hat. Völlig unkritisch übernimmt der SPIEGEL auch offizielle Verlautbarungen, die IJU habe sich im Jahre 2004 in Usbekistan durch eine „Terrorkampagne“, bei der 47 Menschen ums Leben kamen, hervorgetan – weitere „gesicherte“ Fakten über IJU nennt der SPIEGEL nicht. Da ist die Tagesschau schon vorsichtiger und erwähnt zumindest eine Quelle „aus einem islamistischen Internetforum“, die die IJU als Erfindung der usbekischen Regierung bezeichnet und deren Existenz anzweifelt. Hätten die Journalisten der Tagesschau sich die Mühe gemacht, ein wenig zu recherchieren, so hätten sie bessere Quellen gefunden, die eben diese Einschätzung teilen.

Niemand anders als Craig Murray, der ehemalige britische Botschafter in Usbekistan, bezweifelt nicht nur die Existenz der IJU, sondern hat auch überzeugende Argumente gegen deren Beteiligung an der „Terrorkampgane“, von der der SPIEGEL seinen Lesern berichtet. Murray war bei der ersten „Anschlagserie“, die der IJU angelastet wird direkt vor Ort und hat „innerhalb weniger Stunden (teilweise innerhalb weniger Minuten)“ nach den „Anschlägen“ die Tatorte besucht und fand keine Spuren signifikanter Explosionen. Dies widersprach nicht nur den offiziellen Berichten, sondern führt die komplette Theorie einer „Terrorkampagne“ ad absurdum. Laut Murray handelte es sich bei den Anschlägen um eine gezielte Mordkampagnge der usbekischen Regierung, die den Islamisten in die Schuhe geschoben werden sollte. Damals war Usbekistan übrigens ein guter Verbündeter der USA im Kampf gegen Terror – das der blutrünstige Diktator Islam Karimow, wie so viele „Verbündete“ in diesem Kampf, den Terror nur instrumentalisierte, um gegen Regimegegner vorzugehen, war den USA anscheinend ganz recht, konnten sie dadurch das Gespenst eines internationalen Terrorismus aufbauschen.

Als Murray seine Beobachtungen und seine Schlussfolgerungen dem Terrorismus-Analysecenter des britischen Geheimdienstes MI5 meldete, unterstützten die britischen Spezialisten Murrays Schlussfolgerungen ohne jegliche Zweifel. Erst als die Amerikaner Druck machten und von einer gesicherten „Al-Quaida Verbindung“ sprachen, knickten die Briten ein und übernahmen die US-Version 1:1, gaben sie aber als eigene Ermittlungsergebnisse aus. Seltsam, da sie laut Murray über gar keine eigene Ermittlungskapazitäten in Zentralasien verfügten. Die Quellen der NSA, die Murray nennt, widerlegen auch die Idee einer – wie auch immer gearteten -Verbindung zu Al-Quaida. Dieser Zusammenhang wurde das erste Mal von Colin Powell ins Spiel gebracht, der seinem usbekischen “Hurensohn” Karimow damit einen Persilschein ausstellen wollte. Onkel Colins Märchenstunde mit „Kraftpunkt-Folien“ – man kennt ja die Wahrheitsliebe des ehemaligen US-Aussenministers. Die Verbindung „usbekischer Terroristen“ zum allgegenwärtigen „Antagonisten der freien westlichen Welt“ war auch für das britische Außenministerium eine sehr verlockende Idee, die freilich nie auch nur im Ansatz belegt werden konnte. Murray hält die Hinweise, dass eine Organisation wie die IJU überhaupt existierte, für extrem dünn

..ein kurzer Artikel der taz - “Das Gesicht des Terrors“:

Endlich: Der deutsche Terrorismus hat ein Gesicht. Leider nur eins. Seine beiden Mittäter hatten eine Mütze über - mutmaßliche Täter, um genau zu sein, aber, mal echt, der Kerl ist Konvertit UND Hartz-IV-Empfänger. Muss man da wirklich die gerichtliche Verurteilung abwarten?

Achja - Dank BILD weiss man jetzt auch: “Sie leben mitten unter uns - von Hartz IV!
Auch empört? Bin Laden als Sponsor taugt scheinbar auch nicht mehr viel - Aber keine Panik, dieses “Luxusleben” ist doch wohl jetzt vorbei. Oder?
Unter der Überschrift: “Kassieren sie in U-Haft immer noch Hartz IV? …und weitere wichtige Fragen!” erfährt der Leser:

Alle drei Verdächtigen sind Hartz-IV-Empfänger. Bekommen sie in der U-Haft weiter Hartz IV?
Kurt Eikemeier, ein Sprecher der BA in Nürnberg: „Ein Untersuchungshäftling bekommt kein Arbeitslosengeld II.

Aha! Aaaber:

Auf Antrag zahlt ihm die BA möglicherweise, aber nur maximal sechs Monate, die Miete weiter“, sagt Heike Clephas von der Haftbetreuungs-Initiative „Chance e. V.“ in Münster.

Na denn.. brauchen sie sich ja keine Sorgen machen, falls sie, wie die am Tag zuvor in Dänemark festgenommenen, oder die diversen in der jüngeren Vergangenheit unter Terrorverdacht und medialen Dramatik-Schlagzeilen in England, Kanada, USA oder wo auch immer festgenommenen, in Kürze doch wieder mangels ernstzunehmenden Beweisen freigelassen werden müssten (unter merkwürdigerweise nicht ganz so aufwendiger medialer Berichterstattung)..

Weitere Interessante Links zum Thema:

- Die Usbekistan Connection @spiegelfechter
- Schäuble:”Islamische Jihad Union” (IJU) an Anschlägen auf Deutsche in Afghanistan beteiligt @radio-utopie
- Staatssicherheit @flegel-g
- Terrorplanung unter den Augen der Polizei @wsws
- Selbstmord-Terroristen? Rettete das BKA drei Bombenbauern das Leben? @freace
- Bericht: CIA und Verfassungschutz beschützten IJU-Attentäter @radio-utopie
- Verhinderter Terror-Anschlag: die Verdächtigen und der Ulm-Plot @radio-utopie
- Bombendrohung in Ulm: kommt jetzt der “Al Qaida”-”Taliban”-Plot? @radio-utopie
- “IJU” in Oberschledorn: Wiederholung an der falschen Stelle @pickings
- Warum sind gefasste Terroristen so oft Vollidioten? @muslim-markt
- Endlich Terroristen in Deutschland - BKA schlägt mit hervorragendem Timing zu @gulli
- Die Terror-Sau wird durchs Dorf getrieben - “Sie planten die Super-Bombe” - Für wie dumm hält man uns?@politblog
- Die Regenmacher @spiegelfechter
- Ungereimtheiten bei der Berichterstattung zu den angeblich vereitelten Terroranschlägen @hintergrund
- Festnahmen gehen laut Uhl auf Online-Durchsuchungen zurück @news.yahoo

..für wie dumm man uns hält?

Vielleicht für so dumm wie wir sind? ;-)

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