Muss man nicht Krieg führen gegen solche Ungeheuer?

Posted in Gesellschaft, Medien/Manipulation, Politik, Terror/Krieg by antistaat on the August 16th, 2007

Kosovo, Irak, Afghanistan, Sudan: Am Gängelband unserer Gefühle betreibt man Politik

Von Eugen Drewermann - im Original erschienen auf freitag.de

Für die westlichen Staaten wird der asymmetrische Krieg, wie sie ihn im Irak und Afghanistan und möglicherweise bald im Sudan führen, zur Spirale ohne Ende. Mit dem größten militärischen Übergewicht lassen sich Anschläge und Entführungen nicht verhindern. Die Antwort darauf sind Durchhalteparolen und eine Vergrößerung des militärischen Übergewichts. Der Gegner stellt sich darauf ein. Er tut das mit keinem vom Irrsinn verzerrten Blick, sondern im Bewusstsein der Möglichkeiten, diesen Krieg als seinen Krieg fortzusetzen.

Die Bewahrung des Menschen konzentriert sich wie im Brennglas in einem einzigen Konflikt, dessen Wort heißt: Krieg! Ein Albtraum, mitgeschleppt aus den Tagen der Vorzeit; eine Überlebensnotwendigkeit im Schlachthaus der eigenen Epigenese zur Evolution der Spezies homo sapiens; ein Versuch, Reviere zu verteidigen, jagbares Wild zu erbeuten, Wasserstellen zu halten zum Schutz einer begrenzten Zahl heranwachsender Kinder und gebärtüchtiger Frauen; Männerwerk; Gruppenpsychologie. Das alles mag einmal einen Sinn gehabt haben. In unseren Tagen ist es nichts weiter, als der Ausweis einer noch nicht überwundenen Barbarei.

Wir morden alle Traurigen, und die Welt wird fröhlicher

1990/91 gab es keinen Marktplatz in Deutschland, auf dem nicht Hunderte oder Tausende demonstrierten gegen den Krieg von Bush senior im Irak. Dann aber erlebten wir, was ganz normal geworden ist nach dem verlorenen Vietnam-Krieg der Amerikaner: Man muss die Journaille so einbetten, nicht nur, dass sie schläfrig wird, sondern süchtig nach den Informationen, die man ihr gibt wie dem Haifisch das Futter. Man zeigte Bilder aus einem kuwaitischen Hospital: Irakische Soldaten - diese Barbaren - hielten Säuglinge aus den Brutkästen hoch und warfen sie auf die Erde! Darüber lag die Frage: Muss man nicht Krieg führen gegen solche Ungeheuer? Wir waren sprachlos, und die Aufklärung kam zu spät, dass diese Machwerke in London gedreht worden waren mit der Tochter eines kuwaitischen Diplomaten in der Rolle einer Krankenschwester.

Spricht es nicht für uns, die ganz normalen Bürger, dass man uns belügen muss, um uns kriegsfertig zu machen?…

..Wie vermeiden wir, zu Opfern dieses gigantischen Spektakels zu werden? Was uns bleibt, ist ein Teil der Aufklärung über unsere eigene Psyche. Und diese Art der Aufklärung spricht im Grunde für uns selber. Diesen Rest von Stolz, den wir vermitteln können, sollten wir uns nicht rauben lassen.

Grund für den Krieg ist niemals der Einzelne, selbst, wenn er wahnsinnig wird vor Hass und Verzweiflung. Selbst, wenn er Amok läuft. Selbst wenn er sich mit dem Gürtel um den Bauch in die Luft jagt. Viel mehr als 40 oder 50 Menschen wird er auf diese Weise nicht töten können. Aber der organisierte Hass, das - was wir Krieg nennen - ist eine sozialpsychologische Angelegenheit, und sie macht aus dem Einzelnen - schon, weil er mitwirkt - das erste Opfer. Die Schichten, in denen das geschieht, lassen sich zeigen. Viel zu einfach wäre es zu erklären, dass der Erste Weltkrieg zurück ging auf Wilhelm II., der Zweite auf Adolf Hitler, der Irak-Krieg 1991 auf Saddam Hussein. Ständig machen wir uns die Analyse zu leicht - oder lassen wir sie uns viel zu leicht machen, indem wir komplexe Probleme individualisieren und dann zum Abschuss frei geben: “Saddam Hussein - ein zweiter Hitler!” Wir müssen nur genügend töten! Rotten wir die Bösen aus, wird die Welt von allein besser! Ein Programm - so verrückt, als würden wir sagen: “Wir morden alle Traurigen dahin, und die Welt wird fröhlicher.”

Weil wir den Frauen keine Burka überziehen

Die Wirklichkeit ist, dass der Krieg geboren wird aus rein sozialpsychologischen Dynamismen - sie lassen sich so einfach durchschauen, wie es nur irgend geht. Sie bestehen darin, das Beste in uns, unsere Tradition, unsere religiösen Werte, unsere moralischen Inhalte zu Propagandawaffen umzuschmieden. Krieg ist nur zu führen, wenn sich eine Gruppe gegen die andere einschließt, mit einem bestimmten Autostereotyp, das ihr versichert, besser zu sein als die andere - die Konkurrenz- und Bezugsgruppe…

…ganzen Beitrag lesen unter freitag.de

Eine Nummer ist auch nur ein Mensch

Posted in Gesellschaft, Politik, Überwachung by antistaat on the August 8th, 2007

Jeder Deutsche wird demnächst eine elfstellige Nummer erhalten - so sieht es das neue Lohnsteuergesetz vor, das das Kabinett beschließen will. Datenschützer sehen darin eine Zäsur in der deutschen Datenschutzgeschichte.
Ein Kommentar von Heribert Prantl

In diesen Wochen wird jeder Mensch in Deutschland einen Brief erhalten. In diesem Brief steht sein neuer Name. Diesen Namen hat er nicht geerbt; und weder er noch seine Eltern haben ihn sich ausgedacht. Der Staat hat ihm diesen Namen zugeteilt.

Der neue Name besteht aus elf Ziffern; und diese Ziffern werden so wichtig sein, dass der alte Name immer weniger interessiert. Der neue Name wird die Basis der Existenz, der alte zur Zierde.

Ohne den neuen Namen wird man kein Konto eröffnen, keinen Handyvertrag schließen, sich nicht für die Volkshochschule anmelden und sich nicht ins Internetforum einloggen können.

Man wird ihn beim Bezahlen einer Rechnung angeben. Der neue Nummernname wird den Alltag erobern, weil er so gut verwertbar, verknüpfbar und speicherbar ist, weil er, im Gegensatz zu “Müller” unverwechselbar ist und sich nicht so schnell Fehler einschleichen wie bei “Przybilla”.

Der Nummernname enthält alle Grunddaten des Menschen, vom Säugling bis zum Greis, und er wird der Schlüssel sein, der dem Staat den Knopfdruckzugang auch zu sensibelsten Daten mit den interessantesten Verknüpfungen öffnet: mit Steuer- und Rentendaten geht es nun los.

Die aufgezählten Verwendungszwecke im Alltag (Rechnungen, Verträge) sind natürlich nicht in dem Gesetz vorgeschrieben, das heute im Kabinett verabschiedet wird. Es geht dort vorderhand um die zentrale Speicherung der neuen Steuer-Identifikationsnummern in einem zentralen Register, die (ohne dass man es groß mitbekommen hätte) längst an einen jeden vergeben worden sind. Aber die neue staatliche Nummernpraxis, welche Steuerhinterziehung und den Missbrauch staatlicher Leistungen ausschließen soll, wird einen gewaltigen Sog auslösen.

Zuerst werden, so wie das Gesetz es vorsieht, nur Finanz- und Sozialämter immer mehr und immer spezifischere Daten zusammentragen und abrufen können. Aber der staatliche Datenbestand wird schnell wachsen, weil anfängliche strikte Zweckbindungen von irgendwo registrierten Daten erfahrungsgemäß schnell aufgeweicht werden.

Im Lauf der Zeit werden dann nicht nur der Staat, sondern auch Banken, Adressenhändler, Auskunfteien, Versandhändler und Werbeagenturen ihre Datenbestände zusammenführen können. In den Nummern steckt also sowohl enormes staatliches Überwachungspotential als auch ein lukratives wirtschaftliches Potential zur Lenkung der Konsumenten. Den Datenschutz, der das verhindert, muss man erst noch erfinden.

Datenschützer sehen in dem Gesetz (das sich verschleiernd Jahressteuergesetz nennt) eine Zäsur in der deutschen Datenschutzgeschichte. Es erlaubt erstmals, dass die dezentral geführten Datenbestände der 82 Millionen in Deutschland gemeldeten Personen aus 5300 Meldeämtern in einer Datei zusammengeführt werden. Das ist der Beginn eines Bevölkerungsregisters und eines gewaltigen nationalen Datenpools.

Quelle: sueddeutsche.de

Waffen- und Drogenhandel im Dienst der US-Regierung

Posted in Geheimdienste, Politik, Verschwörungen, Wissenswertes by antistaat on the August 1st, 2007

..Der wohl größte Drogenschmuggler der Geschichte, Barry Seal, brachte (…) von 1979-1984 monatlich bis zu 2 Tonnen Kokain in die USA - im Auftrag und unter dem Schutz der CIA.

Als er 1986 erschossen wurde, fand man in seiner Brieftasche die Telefonnummer eines seiner Protegés: des Vizepräsidenten und Ex-CIA-Chefs George Bush.

Die zehn Männer auf dem Foto von 1963 - die Agenten der “Operation 40″ der CIA - haben die amerikanische Politik und die Weltgeschichte der letzten Jahrzehnte praktischer und massiver beeinflusst als alle in den “Jahrhundertchroniken” abgebildeten öffentlichen Figuren.

Das Foto, aufgenommen 1963, zeigt Barry Seal mit neun weiteren Männern in Partylaune am Tisch eines Nightclubs in Mexico City - und die Kollegen, mit denen Seal da feierte, stellen nicht nur eine Art “Who is Who” der amerikanischen Geheimpolitik dar, sie beweisen vor allem, dass der “frühere Drogen- und Waffenschmuggler” Barry Seal schon seit Anfang der 60er Jahre im Auftrag der “Firma” unterwegs war. Vorne links auf dem Bild lacht Felix Rodriguez in die Kamera, einer der berüchtigsten CIA-Killer, auf dessen langer Liste von Morden auch der von Che Guevara in Bolivien steht. Ihm gegenüber, das Gesicht halb verdeckt, sitzt Frank Sturgis, beteiligt unter anderem an der Schweinebucht-Invasion und später einer der überführten Watergate-Einbrecher. Vor seinem Tod soll er einigen Forschern zufolge einem Kardinal der katholischen Kirche ein schriftliches Geständnis über seine Beteiligung am Kennedy-Mord hinterlassen haben.

Neben ihm sitzt William Seymour, der in nahezu jedem Buch über den Kennedy-Anschlag eine wichtige Rolle spielt. Seit den 50er Jahren rekrutierte er Piloten für die CIA, darunter auch den jungen Mann, den Barry Seal in einem Trainingslager der “Civil Air Patrol” 1955 kennenlernt: Lee Harvey Oswald. Oswald ist später für die Schüsse auf Kennedy verurteilt worden.
Hätte ein Foto wie dieses damals dem Gericht und der Untersuchungskommission vorgelegen, die “One Bullet”-Legende des “kommunistischen” Einzeltäters Oswald wäre so nie in die Geschichtsbücher eingegangen. Vielmehr wäre die Tat eines klandestinen Kommandos des US-Geheimdiensts ruchbar geworden, für den Präsident Kennedy zum Hassobjekt Nr. 1 geworden war, weil er nach ihrer para-militärischen Schweinebucht-Invasion den großen militärischen Angriff auf Kuba verweigert hatte.

Die ersten Waffen, die Barry Ende der 50er Jahre nach Kuba geflogen hatten, waren noch an die Bewegung eines jungen Rechtsanwalts und Aktivisten adressiert, der sich gegen den damaligen Diktator Batista auflehnte: Fidel Castro. Dieser eroberte dann, bestens ausgerüstet aus den USA, zwar die Macht in Kuba, mutierte aber von Stund an vom netten zum gottverdammten Hurensohn, gegen den man nun rechte Guerilleros aufrüstete - und sich dafür mit der aus Havanna verjagten Casino- und Prostitutions-Mafia verbündete.

So waren Barry und die Boys von Anfang an nicht nur ganz oben bestens connected - der Che-Guevara-Killer Rodriguez bekundete später, er sei 1961 für die CIA “von einem Typ namens Bush” rekrutiert worden - sie hatten auch hervorragende Kontakte zur Unterwelt, die sich vor allem Anfang der 80er Jahre als nützlich erweisen sollten, als monatlich bis zu 2.000 Kilo Kokain distribuiert werden mussten.

Dass durch diese Schwemme kein Preisverfall für den gewinnbringenden Stoff eintrat, dafür traf Regierungschef Reagan umgehend Sorge, indem er den internationalen “War on Drugs” ausrief und durch verschärfte Verfolgung und Aufrüstung der Drogenpolizei die Handelsmargen weiter garantierte. Während der Konkurrenz so das Leben schwer gemacht wurde, brachte ein Kilo Kokain, für das Seal bei den Produzenten 2000 Dollar zahlte, im Endverkauf auch weiterhin mindestens das 100-Fache und sicherte so den Etat für die inoffizielle Außenpolitik besser und leichter als jedes andere Handelsprodukt…

…Das Business aber läuft weiter - aus dem frisch “befreiten” Afghanistan melden die Agenturen soeben eine der größten Opiumernten aller Zeiten; Barry Seals Nachfolger haben wieder reichlich zu fliegen

…ganzen Artikel lesen / Quelle: @telepolis/heise

Ausserdem sehr interessant:

- Buch: Barry und die Boys - Der größte Drogenschmuggler der USA @zweitausendeins.de
- “Ein dummer, kleiner Kommunist” - 40 Jahre nach den Schüssen auf John F. Kennedy @telepolis
- Why Does George W. Bush Fly in Drug Smuggler Barry Seal’s Airplane? @fromthewilderness.com
- CIA Linked To Seal’s Assassination @idfiles.com
- barryandtheboys.com

“Waking Life” / TV-Tip

Posted in Audio/Video, Gesellschaft, Politik, Sonstiges by antistaat on the July 23rd, 2007

TV-TIP: Dienstag, den 24.07.2007 - 22:25 Uhr - 3sat

Die Erlebnisse eines jungen Mannes, der verschiedene Ebenen zwischen Traum und Wachsein durchläuft und dabei Menschen auf ihrer Suche nach dem Sinn des Lebens begegnet. - Richard Linklater (”Before Sunrise”, “A Scanner Darkly - Der dunkle Schirm”) bedient sich der nachträglichen Animation eines real gedrehten Films, um mit einer faszinierenden Bildsprache Fragen der menschlichen Existenz zu behandeln. Start der 3sat-Reihe “Trickfilme für Erwachsene”.

Ein unbekannter junger Mann in einer fremden Stadt. Nachdem er von einem anderen Mann aus einem durch die Straßen rollenden Boot an einer Straßenecke abgesetzt wurde, wird er von einem Lastwagen angefahren. Einige Zeit später erwacht er in einem Zimmer: Ist er tot, war alles nur ein böser Traum - oder befindet er sich immer noch im Reich der Fantasie? Nach einem Frühstück verlässt der Mann das Haus und wird mit unterschiedlichsten Menschen und Situationen konfrontiert. Er nimmtan einer Vorlesung über den Existenzialismus teil und begegnet immer wieder Personen, die sich über den Sinn des Lebens, über Wahrnehmung, Evolution, das Unterbewusstsein und die unterschiedlichsten philosophischen Fragen der Gegenwart unterhalten. Zwischendurch scheint er einzuschlafen, aber nur, um sich danach auf einer weiteren Traumebene zu befinden. Bis er plötzlich zur Zimmerdecke schwebt, aus dem Fenster gleitet und sich bewusst wird, dass er in einer Art Schachteltraum gefangen ist, aus dem es kein wirkliches Erwachen gibt. Oder ist auch das nur Einbildung?

Richard Linklater benutzte eine Art digitales Rotoskopie-Verfahren, um den zuvor mit einer Mini-DV-Kamera gedrehten Realfilm nachträglich zu “animieren”. 30 Zeichner bearbeiteten den Film dafür am Computer. Mit Julie Delpy, Ethan Hawke, Regisseur Steven Soderbergh und Linklater selbst sind einige Figuren des Realfilms noch gut zu erkennen. Verharrten schon in früheren Linklater-Filmen wie “Slacker”, “Dazed and Confused” und “Suburbia” die Figuren traumwandlerisch passiv gegenüber der Wirklichkeit und philosophierten über ihren Standpunkt in der Welt, so wird dies in “Waking Life” zum eigentlichen Thema des Films. Getragen wird das Konzept - das Leben als “dream within a dream” - von einer faszinierenden Bildsprache, in der Traum und Wirklichkeit nicht mehr zu unterscheiden sind.

Der Film wurde mit mehreren Preisen für Animations- und Experimentalfilm ausgezeichnet. Mit dem gleichen Verfahren wie bei “Waking Life” drehte Linklater 2006 nach einem Roman von Philip K. Dick (Vorlage zu “Blade Runner”) den Science-Fiction-Film “A Scanner Darkly - Der dunkle Schirm”.

Quelle: 3sat.de

Ausschnitt - Guy Forsyth:

Ausschnitt - Gastauftritt von Alex Jones:

Ausschnitt - David Sosa über das Problem der freien Entscheidung:

Ausschnitt - Vier Männer:

Ausschnitt - “Ein mentales Modell…”:

Siehe auch:

- Diskurs als Albtraum @freitag.de
- Rezension - “Waking Life” @filmszene.de
- Infos zum Film @filmz.de
- weitere Infos zum Film @wikipedia.de

Keine Zeit den Film zu schauen, weil zu früh am nächsten morgen die Pflicht wieder ruft? Via onlinetvrecorder kann der Film online aufgenommen werden, und steht anschliessend für ein paar Tage zum Download zur Verfügung.
Zwar keine DVD-Qualität, aber dafür kostenlos. ;-)

“Dieser Sommer wird muslimische Siege in der Region und die Niederlage unserer Feinde sehen!” - Ahmadinejad in Damaskus

Posted in Geheimdienste, Iran, Politik by antistaat on the July 20th, 2007

Der iranische Präsident habe, nach Angaben der den israelischen Geheimdiensten eng verbundenen Seite DEBKAfile, die Absichten des Iran für den Mittleren Osten herausposaunt, als er am Donnerstag, 19. Juli in Damaskus ankam.
DEBKAfile’s Quellen im Mittleren Osten wollen enthüllt haben, daß, hinter der Prahlerei, Ahmadinejads Gespräch mit Irans engstem Verbündetem, dem syrischen Präsidenten Bashar Assad, bitter für ihn war. Angeblich warnte er Assad, er solle besser aufhören seine Bereitwilligkeit zu Friedensgesprächen mit Israel zu signalisieren, weil dieses Verhalten den Plänen Irans für einen Krieg in diesem Sommer im Wege stände.

Ahmadinejad habe Assad daran erinnert, daß Teheran fast ein Jahr mit ausführlichen Vorbereitungen für einen Sommerkrieg verbracht hätte, und nicht dulden würde, daß der syrische Herrscher diese Bemühungen sabotiere. Assad wurde an seine sehr große Schuld gegenüber der islamischen Republik erinnert. Allein in die letzten Monaten habe der Iran hunderte Millionen Dollar für Waffenkäufe Syriens von Rußland bereitgestellt; Syrien erhält sein öl unentgeltlich, und Rohstoffe und Fertigwaren zu subventionierten Preisen.

Nach DEBKA-Angaben antwortete Assad, daß er trotz allem gebührenden Respekt und Anerkennung für die Unterstützung durch seinen iranischen Bruder, verpflichtet sei, sich um Interessen seines Landes zu kümmern, obwohl er selbstverständlich seine Freundschaft mit Tehran schätze. Ahmadinejad habe darauf hingewiesen, daß die Bedingung des israelischen Ministerpräsidenten Ehud Olmert für Gespräche der Abbruch von Damaskus’ Beziehungen zu Teheran war.

Weit angenehmer soll die Konversation des iranischen Präsidenten mit dem Hizballah-Generalsekretär Hassan Nasrallah verlaufen sein, der in einem schwer gesicherten Konvoi aus dem Libanon in die syrische Hauptstadt anreiste. Nasrallah, der in Furcht vor einem möglichem israelischen Angriff lebt, verlässt selten sein Bunkerversteck. Ahmadinejad habe den Schützling Teherans gebeten zu versuchen zu verstehen, daß seine Regierung finanziell durch ihre Vorbereitungen für Krieg belastet würde, und folglich im Augenblick nicht imstande sei, die versprochene eine Million Dollar zu überweisen, um die Kriegsschäden zu reparieren die der Süden Libanons letztes Jahr erlitten hat.
Der Hizballah-Führer sagte, daß, obwohl er die Schwierigkeiten Tehrans völlig verstehe, er ebenfalls durch die hohen Kosten seiner Versprechen gegenüber den Einwohnern des Südlibanon belastet wäre.

Ahmadinejad hatte DEBKA zufolge eine einfachere Zeit mit den Köpfen von acht der neun palästinensischen Terroristenführer, die in der syrischen Hauptstadt beherbergt sind. Ihnen soll er sich optimistisch gezeigt haben.
Israel sei viel schwächer als es vorgibt, sagte er, und ein gemeinsamer Kampf mit Syrien könnte leicht den Zionisten-Staat stürzen. Er erinnerte an Hizballahs “Sieg” im letzten Jahr, als Demonstration dafür, daß die Palästinenser in der Lage wären, Israel auch ohne Deckung durch eine große Armee zu zerquetschen. Die kommenden Monate, brüstete er sich, würden ihn Schulter an Schulter mit den palästinensischen Brüdern in Israel einmarschieren sehen.

Nach dem Treffen mit der Gruppe habe der iranische Präsident mit jedem der hartlinigen palästinensischen Führer Gespräche von Angesicht zu Angesicht geführt, und sich ihre Bitten um Bewaffnungen und Finanzierung angehört. Vor dem Heimflug ließ er angeblich eine Gruppe al-Quds-Brigadeoffiziere der Revolutionären Garden mit Anweisungen für die Missionen zurück, die jedem der palästinensischen Terrorleiter im bevorstehenden Sommerkrieg zugewiesen werden sollen.

Quelle/Original-Artikel: DEBKAfile .

Siehe auch:

- Iran - Syrien: Mahmud Ahmadinedschad bei Bashar Assad in Damaskus zu Gast @RIANovosti
- Israelischer General warnt vor Angriff auf Israel durch Bündnis Iran-Syrien-Hizballah-Hamas @intern

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