Freitag, 4. Juli 2008
Hier einige gesammelte Links der letzten Tage, deren (möglicherweise lediglich subjektive) Wichtigkeit höchstwahrscheinlich wieder einmal im alltäglichen Durcheinander untergeht.
Angefangen mit einem bemerkenswerten, themenübergreifenden Beitrag von Gert Flegelskamp auf seiner Seite www.flegel-g.de.
Einige Auszüge:
..Die Vorkommnisse in den USA (11.9.) oder auch in Großbritannien (U-Bahn Anschläge) werden als Beweise angeführt, aber eine wirkliche Aufklärung der Vorgänge wird explizit verhindert. Man geht davon aus, dass die Bevölkerungen mehrheitlich nie auf die Idee kommen würden, dass die eigenen Regierungen solche Massaker veranstalten, aber mich erinnern die Vorgänge um die al Qaida fatal an Gladio. In Gladio waren die meisten europäischen Länder, die NATO und die CIA verwickelt und lediglich in Italien haben einige Politiker ihre Verquickung zugegeben oder besser gesagt, dort konnten die Verquickungen der Politiker mit den Aktivitäten durch Gladio absolut bewiesen werden. Dass alle EU-Länder incl. CIA und NATO darin verwickelt waren, wurde zwar nach der Aufdeckung bestätigt, brachte aber keine Politiker, keine Geheimdienstler und keine NATO-Beamte auf die Anklagebank. Die Geheimoperation von Gladio wurde lediglich als beendet erklärt. Bis heute ist nicht eindeutig geklärt, ob das Massaker auf dem Oktoberfest 1980 Gladio zuzuordnen ist oder nicht. Seltsam, einer der Drahtzieher in der BRD, der bereit war, auszusagen, wurde einen Tag vor der Vernehmung durch den Staatsanwalt in seiner Zelle erhängt aufgefunden. Angeblich wurde Gladio 1990 aufgelöst. Wirklich?
Eines hat Gladio bewiesen: Politiker sind bereit, für die Erzeugung einer bestimmten Stimmung in der Bevölkerung Anschläge gegen das eigene Volk zu veranlassen und haben mit den eigenen Geheimdiensten immer eine echte Terrorgruppe an der Hand, die solche Anschläge planen und durchführen. Die Anschläge des 11.9. und die U-Bahn Anschläge in London, weisen eine Menge Ungereimtheiten auf. Zahlreiche Indizien deuten darauf hin, dass diese Anschläge von den eigenen Regierungen beauftragt und im Auftrag der eigenen Geheimdienste ausgeführt wurden. Man verlässt sich darauf, dass diejenigen, denen diese Ungereimtheiten auffallen, in der Regel eine Minderheit darstellen und die Mehrheit der Bevölkerung die offizielle Version schluckt…
..Familie? Heute doch weitgehend mit einem Kino vergleichbar. Zumindest am Abend sitzt man gemeinsam vor der Flimmerkiste (von wenigen Ausnahmen abgesehen). Mag das Programm auch grottenschlecht sein, man schaut es sich an. Dass damit eine gezielte Beeinflussung betrieben wird, erreicht das Bewusstsein der meisten Menschen nicht mehr. Fernsehen verengt die Wahrnehmungsfähigkeit und schottet die Menschen voneinander ab. Fragen sie die Menschen nach bestimmten Schauspielern oder Filmen und Sie bekommen detaillierte Antworten. Aber fragen Sie sie nach bestimmten politischen Ansichten oder Ereignissen und sie geraten ins Stottern. Fragen Sie die Menschen auf der Straße nach der Funktionsweise des Rentensystems und Sie werden nur Wenige finden, die eine halbwegs vernünftige Aussage machen können, aber sie werden viele Antworten bekommen, die auf die Propaganda der Medien und der Think Tanks schließen lässt. Dabei geht uns dieses Thema alle etwas an.
Wenn Angela Merkel behauptet, dass die Arbeitslosen die Stromkosten ersetzt bekommen, schreien nur die Arbeitslosen auf, denn sie wissen es besser. Wenn Herzog behauptet, die Alten plündern die Jungen aus, fallen diese Aussagen auf fruchtbaren Boden, obwohl eigentlich für jeden sichtbar die Alten seit Jahren ausgeplündert werden und sich die Plünderung in der Zukunft für die heute Jungen verheerend auswirkt, nicht wegen der Schuld der Alten, sondern wegen einer aggressiven Politik gegen die Bevölkerung.
Demokratie überzeugt nicht mehr konnte man in den verschiedensten Zeitungen lesen. Aber diese Aussage ist so falsch, wie der Hinweis auf die Demokratie in diesem Land. Es gibt sie nicht, die viel zitierte Demokratie. Mir hat dieser Kommentar zu dem Artikel gefallen, drückt er doch aus, was die Wirklichkeit ist…
Den vollständigen Beitrag hier lesen.
Wissenswertes zur Beeinflussung durch Medien und Werbung:
- “Werbung hinterlässt Spuren” - Psychiater warnt: Werbung macht Kinder unglücklich
- Duftfrausch im Supermarkt: Lockstoffe verleiten zum Kauf
- Hirnforschung und Medien - Wie uns das Fernsehen zu Kindern macht
- Medien und ihre Macht der Manipulation
- TV ist das Delirium des 21. Jahrhunderts
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Weiterhin aktuell, der Iran und sein Atomprogramm, bzw. die Drohgebärden des Westens/Israel dagegen. Dazu einige Artikel der letzten Tage:
Pentagon: Israel wird Iran bald angreifen
ABC meldet, dass ein israelischer Angriff noch in diesem Jahr möglich sei. Der US-Fernsehsender beruft sich auf einen Sprecher des Pentagon…..Der Pentagon Sprecher spezifizierte zwei mögliche Gründe, wann die Israelis zuschlagen würden:
Der erste sei, wenn die Urananreicherungsanlage im iranischen Nantaz genügend angereichertes Uran produzieren könne. Nach israelischen Geheimdienstinformationen sei dies aber erst in 2009 möglich. Das Überschreiten der “roten Linie” wäre jedoch nicht, wenn die Iraner dazu in der Lage seien, sondern bevor sie die Möglichkeit dazu hätten. Und das spräche für einen Angriff noch in 2008.
Die zweite “rote Linie”, die nach Überschreiten einen Krieg auslösen könnte, wäre der Erwerb von SA-20 Luftverteidigungssystemen aus Russland. Die Israelis würden vorher angreifen, weil nach Installation des Abwehrsystems ein Angriff schwieriger sei.
- Pentagon: Israel wird Iran bald angreifen
- Gerüchte über Angriff Israels auf Iran brodeln weiter
- Gesucht: Kriegsgrund gegen den Iran
- “Töten und entführen” - CIA-Kommandos im Iran
..Ausgeführt wurden diese durch den Kongress legitimierten Aktionen durch “Stellvertreter”- (”proxy”-) Armeen, also Söldnermilizen, angeführt nach Angaben der Bush-Regierung ausschliesslich durch Agenten der CIA.
Rekrutiert werden die Söldner u.a. aus der arabischen Minderheit der Ahwazi und der Balutschen, die sowohl auf dem Territorium der Atommacht Pakistan, als auch im Iran leben. Auch ist von einer “obskuren Basis im Westen von Afghanistan” (”obscure base in western Afghanistan”) die Rede, von der die Operationen im Iran ausgehen.
Seit Herbst 2007 dringen US-geführte Kommandos auf Befehl des Präsidenten George Bush aus Irak und Afghanistan regelmässig in den Iran ein um Mitglieder eines Zweigs iranischen Militärs, der “Revolutionsgarden” zu entführen und zwecks Verhören nach Irak zu schaffen.
Ebenso fungieren sie als Todesschwadronen, welche “hochrangige Ziele” in den Iran “verfolgt” (”hot pursuit”) und durch gezielte Exekutionen ausschaltet…..Nun ist aber innerhalb des US-Militärs und in den Fluren von Washington bekannt geworden, dass ausser den CIA-geführten Einheiten auch hochgeheime Spezialkommandos des US-Militärs vom “Joint Special Operations Command” (JSOC) auf direkten Befehl von Präsident Bush und unter direkter Kontrolle von US-Vize Dick Cheney im Iran operieren.
Diese Einsätze wurden in den letzten Monaten massiv ausgeweitet und erfolgten ohne Wissen, Zustimmung oder Kooperation von Kongress, US-Zentralkommando CENTCOM und sogar US-
Verteidigungsminister Robert Gates…
- Die Hersh-Bombe
- USA richten Militärstützpunkte an Grenze zu Iran ein
- “Niemals hat Iran Israel mit Angriff gedroht”
- Atomstreit in Nahost - Israel fürchtet den Erstschlag
- Ein Angriff auf den Iran lohnt sich kaum
- «Der Iran zeigt Israel seine eigenen Widersprüche auf»
- Geraten die Börsen in den Vorkriegsmodus?
- Iran ‘digging 320,000 graves for invaders’
Ein Krieg zwischen einer US-geführten Allianz und dem Iran wird wahrscheinlicher. Nach Presseinformationen hat die Regierung in Teheran jetzt einen „passiven Verteidigungsplan“ in Kraft gesetzt. Bislang sind jedoch nur Andeutungen über den Umfang der Abwehrmaßnahmen an die Öffentlichkeit durchgedrungen. Zugleich will der US-Fernsehsender ABC Informationen über einen Zeitplan für den möglichen Angriff erfahren haben. Die Regierung in Washington dementierte dies. Ein US-Marinekommandant äußerte dagegen sogar, die Nato-Verbündeten sollten sich auf einen Krieg vorbereiten…
- Iran setzt „passiven Verteidigungsplan“ in Kraft
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Weiter. Bin Laden - Pakistan hat offenbar “grünes Licht” gegeben, und die CIA darf sich endlich auch offiziell dort austoben.
CIA-Bericht - Bin Laden wird bald sterben
Lange war es ruhig um Osama bin Laden. Der Terrorfürst ist abgetaucht. Irgendwo in den Bergen Afghanistans wird der Chef der Terrororganisation Al Qaida vermutet. Die USA können die Jagd nach bin Laden bald aber womöglich aufgeben. Denn der Terrorist hat offenbar nur noch wenige Monate zu leben…
..wenn er nicht bereits längst tot ist.
..Wir wetten auf das Ergebnis: Im Laufe des Jahres, noch vor den Wahlen in den USA, wird ObL angeblich gefunden, zerpulvert und erledigt. Da man nach der Bombardierung wohl nur noch Reste eines verbrannten Turbans finden wird, kann man natürlich viel behaupten…
- Bin Laden wird bald sterben
- Bombenstimmung beim CIA
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Sonstige lesenswerte und interessante Funde der letzten Tage:
- Wie die Tagesschau den Kriegshaushalt 2009 schönredet
- “Der Mensch braucht keinen Krieg!”
- Die Amerikanisierung der Finanzmärkte und ihre Folgen
- Gazprom-Chef: Verdopplung der Gaspreise auf 1000 Dollar möglich
- Weniger ist mehr? - Die Turbomilchkuh
- Kollaps der weltweiten Fischerei
- Irre: Forscher wollen natürliches Nährstoffgas Kohlendioxid unter der Erde lagern!
- „Kein Blut auf meinem Handy“
- Griechenland und die Freimaurerei
- Google muss Youtube Log-Dateien preisgeben
Abschliessend: Die vier Regeln des Kapitalismus ->
Der Kapitalismus ist eine tolle Sache! Er hat uns Mikrowellen, Farbfernseher, HiFi-Anlagen, Geschirrspülmaschinen, Handys, Faxgeräte, Quarzuhren, Autos mit Airbag und ABS, Playstations und Nintendo, Satellitenschüsseln, unzählige Fernsehkanäle, Filme auf Video und DVD, Surround Sound, Digitalkameras, Computer, das Internet und viele andere schöne und nette Sachen beschert. Wie hatte man nur früher ohne diese Dinge auskommen und glücklich sein können? Man ist geneigt, von einer Erfolgsstory zu sprechen. Was bedeutet nun konkret Kapitalismus? Wie bei allen Ismen verrät schon allein der Name den Sinn der ganzen Veranstaltung und man möchte vom Angepriesenen logischerweise auch möglichst viel besitzen. Beim Sozialismus möchte man möglichst viel an Sozialem haben, beim Nationalsozialismus an Nationalem, beim Islamismus oder Katholizismus möglichst viel an richtigem Glauben, beim Kommunismus Kommunales, also möglichst viel an “allen gehört alles” und beim Kapitalismus natürlich möglichst viel an Kapital, um daraus mehr und immer mehr zu machen. Und deshalb ist der Kapitalismus auch so schön, denn wer hätte nicht gerne immer mehr davon - Sie etwa nicht? …
..hier weiterlesen.
Bis die Tage! ![]()
Wer ist eigentlich Monsanto?
Der US-amerikanische Konzern Monsanto ist ein auf die Herstellung von Pestiziden, chemischen Düngemitteln und herkömmlichen sowie gentechnisch verändertem Saatgut spezialisiertes Unternehmen.
Der Konzern hat aber bei Weitem nicht nur wegen der grünen Gentechnik auf sich aufmerksam gemacht. So hat Monsanto während des Vietnamkrieges das dioxinhaltige Entlaubungsmittel Agent Orange hergestellt. Dieses Gift macht auch heute noch viele Millionen Menschen krank, und noch immer werden in Vietnam Kinder mit schwersten Behinderungen geboren.
Zwischen 1990 und 2001 setzte Monsanto mehrere Dutzend mal genmanipulierte Pflanzen ohne Genehmigung frei und kontaminierte auch umliegende Felder. Laut Greenpeace wurde der Konzern in Indonesien wegen Bestechung zu einer Geldstrafe von 1,5 Millionen Dollar verurteilt. Jahrzehntelang leugnete der Konzern die Gefahren von PCB und Dioxin, so dass Millionen von Menschen an diesen Giften erkrankten. Eine neue Studie zeigt, dass Monsantos Roundup, das meistverkaufte Pestizid der Welt, Amphibien gefährdet. Möglicherweise ist es für das globale Amphibiensterben verantwortlich - der Konzern streitet einen Zusammenhang natürlich ab.
Als das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit Monsanto den Verkauf von Gen-Mais in Deutschland untersagte (siehe »Ist Genmais illegal?«), wurde so gleich eine US-Administration im deutschen Kanzleramt vorstellig. Dass es Gespräche zwischen dem Kanzleramt und dem Konzern sowie dem Kanzleramt und der US-Botschaft gegeben habe, bestätigt ein Regierungssprecher auf Anfrage. Das Ministerium habe sich aber bei seiner Entscheidung »ausschließlich auf vorliegende Risikoeinschätzungen gestützt« und sei »nicht von Dritten« beeinflusst worden. - Wer´ s glaubt, wird selig…
Welche Motive stecken hinter der grünen Gentechnik?
Da wäre zum einen die Forcierung eines globalen landwirtschaftlichen Homogenisierungsprozesses, der die Auflösung der traditionellen, familiären Landwirtschaft und das Etablieren einer landwirtschaftlichen Monokultur zur Folge hat. Dies geschieht durch die Patentierung einst natürlich vorkommender Nahrungspflanzen und die daraus folgende weltumspannenden Kontrolle des Saatgutes durch transnationale Agrar-Monopolisten wie Monsanto, Syngenta oder Aventis. Es geht also mal wieder um Geld, Macht und Abhängigkeiten. Hört man hiervon etwas in der »freien« Presse oder von unseren Politikern? Mitnichten!
In einer Epoche der Knappheit, so argumentieren vielmehr die Gen-Befürworter, könne das Problem des Hungers nur durch eine Steigerung der Erträge gelöst werden. Die grüne Gentechnik sei daher notwendig, um den Hunger in der Dritten Welt zu besiegen. Ganz unabhängig davon, dass sich westliche Konzerne oder Politiker noch nie ernsthaft darum bemüht haben, das Leid in der Dritten Welt spürbar zu lindern, stellt diese Behauptung ein unwahre Tatsache dar. Das Problem des Hungers wird nämlich nachweislich nicht gelöst werden können, wenn man nur eine neue Technologie in ein durch soziale Ungerechtigkeiten gestörtes System einführt. Über 840 Millionen Menschen leiden weltweit aus gesellschaftlichen und politischen Gründen an Hunger. Doch um den Welthunger zu bekämpfen, müssen nicht die Erträge gesteigert werden, wie uns die Gen-Industrie oder einige Politiker glauben schenken möchten.
Laut Jean Ziegler, UN-Sonderberichterstatter für das Recht auf Nahrung, könnten die weltweiten landwirtschaftlichen Erträge zusammengenommen etwa doppelt soviel Menschen ernähren, wie derzeit auf den Planeten leben. Die zentrale Frage lautet daher nicht, wie man die Erzeugung steigern kann, sondern was man anbaut und wer sich wovon ernährt.
Der kausale Zusammenhang von Gentechnik, Hunger und der Beschneidung von elementaren Menschenrechten ist bereits in Argentinien und Indien zu sehen, wo nach den USA die meisten Gen-Pflanzen angebaut werden. Seit Beginn des Anbaus spitzte sich dort die Hungersituation dramatisch zu, denn das Kultivieren von Gen-Pflanzen trieben die Länder weiter in eine exportorientierte, von Großbetrieben dominierte Landwirtschaft. Davon profitieren nur einige Wenige, während große Teile der Bevölkerung hungern und ihre Lebensgrundlage verlieren.
Monsantos “Schreckensherrschaft” in der 3. Welt
Da das Verbreiten von Genpflanzen für die Lobby ein Milliardengeschäft ist, priesen deren Vertreter auf einer internationalen Konferenz die neue Technik als Rettung für die Menschheit. Sie sprachen vom »Hunger in der Welt« und den überlebenswichtigen Beitrag der Gentechnik für das Überleben der Menschheit. Sie lobten die Gen-Baumwolle in Indien, welche dort seit etwa 10 Jahren auf großer Fläche angebaut wird und statuierten sie als wahrhaften Segen, der vielen Indern zu höheren Einkommen verholfen habe. Darauf meldete sich ein indischer Mitarbeiter der alternativen Nobelpreisträgerin Vandana Shiva zu Wort und berichtete, wie der Gen-Konzern Monsanto in Indien eine Schreckensherrschaft errichtet hat. Zu aller erst wurden die Bauern mit den unsäglichen Methoden der modernen Werbung für die Gentechnik begeistert. Die Lobby versprach ihnen 80 Prozent höhere Erträge. Dass im Durchschnitt vier mal so teure Saatgut durften sie auf Kredit kaufen. Im Gegenzug mussten sich die Bauern durch Knebelungsverträge verpflichten, auch das dazugehörige Gerät und alle sonstigen Hilfsmittel wie chemischer Dünger dazuzukaufen. Auch Gratissaatgut wurde großzügig an skeptische Landwirte verteilt.
Eine Weile ging dies gut. Danach folgte eine Missernte nach der anderen. Die Genpflanzen wurden immer schwächer, die Anfälligkeit für Krankheiten und Schädlinge nahm stetig zu. Dadurch mussten immer mehr Spritzmittel hinzugekauft werden. Dies führte dazu, dass die Bauern ihre Kredite nicht mehr bedienen konnten und immer höhere Schulden anhäuften. Die Lage wurde so aussichtslos, dass viele Landwirte in Indien nur noch einen Ausweg sahen - den Weg in den Selbstmord. So brachten sich dort 25.000 Gen-Bauern in den letzten 5 Jahren um. Das sind 13,7 Selbstmorde pro Tag, verschuldet durch die Segnungen der Gentechnik, welche die PR-Abteilungen der Gen-Fabriken unter das Volk bringen.
Zugegeben, der Drang des Menschen, zu forschen, zu entwickeln, zu verbessern und auszuprobieren entspricht einem natürlichen Prinzip der Natur. Gefährlich für die Allgemeinheit wird diese Neugier erst dann, wenn dahinter höchst unsoziale und machtpolitische Motive lauern, was wir gegenwärtig leider erleben. Dass dies zu einer globalen sozialen Katastrophe führen könnte, ist leicht abzusehen…
Quelle/weiterlesen…: www.bookmarks-magazin.de
Tabuthema Uranmunition – warum spielen unsere Medien da mit? - Das leise Sterben nach dem Krieg
Im Januar 2001 führten deutsche Medien wochenlang eine aufgeregte Debatte über den Einsatz von Uranmunition, vor allem bestehend aus abgereichertem Uran (DU). Der Spiegel berichtete ausführlich über die »geheimen Gefahren der Uran-Munition« und den »tödlichen Staub«, den sie hinterlasse und der sowohl die eigenen Soldaten als auch die Bewohner der Einsatzgebiete schädige (3/01, 4/01). Alle Tageszeitungen und Hauptnachrichtensendungen waren dabei. Verteidigungsminister Rudolf Scharping stand unter massivem Druck.
Es war das letzte Mal, dass die breite Öffentlichkeit mit diesem Thema behelligt wurde: Wenig später verschwand es in der Versenkung. Ein einflussreiches Medium hatte vehement für die Beendigung der Diskussion gekämpft: Die Zeit. Gero von Randow, damals Politikredakteur und heute Chefredakteur von Zeit Online, rügte die Journalistenkollegen als »Panikmacher« (3/2001). Die Verknüpfung von Uranmunition und diversen Krankheitsbildern wies er zurück; die Radartechnik stelle ein größeres Risiko für die Soldaten dar als DU.
Interessant dabei ist, dass auch der ehemalige Chefredakteur und Herausgeber der Zeit, Theo Sommer, bei dem Thema eine Rolle spielte – und zwar eine durchaus politische. Sommer, zu jener Zeit Editor-at-large und Beiratsmitglied der Zeit, war für Rudolf Scharping offenbar eine solche Vertrauensperson, dass er von ihm im Januar 2001 als Chef einer Kommission eingesetzt wurde, die die Gefährlichkeit der Uranmunition untersuchen sollte. Der »Arbeitsstab Dr. Sommer« – darin noch FAZ-Kollege Nikolas Busse, ein Vertreter der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik und eine ganze Reihe Militärs – wertete vorhandene Literatur und Akten aus, führte Interviews mit Experten und gab im Juni Entwarnung. Gern schrieb Gero von Randow in der Zeit ausführlich darüber (»Die Blamage der Alarmisten«, 26/2001), denn die Zeit hatte es ja schon ein halbes Jahr vorher gewusst.
Alphastrahler mit geringer Reichweite
Dass Uranmunition tonnenweise im Irak 1991 und 2003, auf dem Balkan 1995 und 1999 und in Afghanistan seit 2001 verschossen wurde und wird, bestreitet inzwischen – anders als Anfang der 90er Jahre – niemand mehr. Laut Pentagon und Uno wurden 1991 im Golfkrieg zwischen 330 und 375 Tonnen Uranmunition eingesetzt, im Irakkrieg seit 2003 2.200 Tonnen. Für Kosovo, Bosnien und Serbien schwanken die Angaben der Nato zwischen 11 und 20 Tonnen.

Kind mit bösartiger Neubildung durch Uranmunition
Für Afghanistan gibt es keine offiziellen Stellungnahmen. Für Somalia und den Libanon 2006 wird die Anwendung bestritten. Im Falle des Libanon deuten Untersuchungen von Explosionstypen und Kratern auf den Einsatz uranhaltiger Munition hin, wie der britische Independent berichtete (28.10.2006).
Die Frage ist freilich: Wie groß ist die Gefahr für Mensch und Umwelt? Schließlich handelt es sich bei DU um einen sogenannten Alphastrahler mit extrem geringer Reichweite. Schon in einem Meter Abstand sinkt die Strahlung auf schwer messbare Werte.
Die Vertreter der Ungefährlichkeitsthese (Pentagon, Nato, Bundesregierung, das Labor Spiez in der Schweiz) gehen von folgendem Szenario aus: Wenn man das bei der Verbrennung entstehende Gas nicht direkt während der Explosion einatmet, dann besteht keine Gefahr. Eine chemische Vergiftung mit dem Schwermetall DU sei gravierender als mögliche Auswirkungen durch Radioaktivität.
Die Vertreter der Gefährlichkeitsthese (etwa das Uranium Medical Research Center in Kanada) hingegen weisen darauf hin, dass die schwach radioaktiven Partikel in den Körper gelangen und auf verschiedene Organe wirken können. Bereits 1998 hatte das National Institute of Health der USA eine Untersuchung veröffentlicht, die einen Zusammenhang zwischen abgereichertem Uran und Krebserkrankungen zeigte: eine geringe Menge Alpha-Teilchen reiche aus, um aus Knochenzellen Krebszellen entstehen zu lassen.

Durch Uranmunition an Leukämie erkrankt
»Die unbequemste Wahrheit überhaupt«
Nach der Studie des »Arbeitsstabes Dr. Sommer« noch der Gefährlichkeitsthese nachzugehen, ist für Journalisten kein besonders karriereträchtiges Unterfangen. Das erfuhr der Kölner Filmemacher Frieder Wagner, der zusammen mit Valentin Thurn für den WDR den Dokumentarfilm »Der Arzt und die verstrahlten Kinder von Basra« drehte.
Wagners Kronzeuge ist der deutsche Tropenarzt und Epidemiologe Prof. Dr. Siegwart-Horst Günther, der 1991 als Erster auf das Problem aufmerksam wurde. Im Universitätskrankenhaus von Bagdad waren ihm Menschen mit Krankheitssymptomen aufgefallen, die er in den 40 Jahren seiner Arbeit im Irak noch nie gesehen hatte: missgebildete Säuglinge, die bald starben; schwere Störungen der Nieren- und Leberfunktion; Krebs; genetische Schäden. Als Günther ein Geschoss aus dem Irak nach Berlin zur Untersuchung brachte, empfing ihn ein Spezialkommando der Polizei in Schutzkleidung und verschloss das Projektil in einem Spezialbehälter; Günther wurde wegen »Freisetzung ionisierender Strahlung« zu einer Geldstrafe verurteilt. 2003 kehrte er in den Irak zurück, in Basra stand er wieder vor denselben Problemen.
Nach der Erstausstrahlung im WDR-Spätprogramm (26.4.2004, 22.30 Uhr) wurde der Film einmal auf Phoenix wiederholt, dann war Ruhe. Folgeaufträge bekam Wagner nicht. Von anderer Seite wurde er geehrt: Er bekam den Europäischen Fernsehpreis der Ökomedia 2004 und etliche Einladungen, den Film auf Konferenzen und Podiumsdiskussionen zu zeigen, unter anderem beim UN-Menschenrechtsrat in Genf. Wagner erweiterte die Doku fürs Kino; diese Fassung mit dem Titel »Deadly Dust« war auf der Berlinale 2007 für den Preis »Cinema for Peace« nominiert.

An morbus guenter erkranktes Kind
Bilder: www.friedenskooperative.de
Wagner hat dennoch einen Spießrutenlauf hinter sich und sagt heute: »Uranmunition und die Folgen ist die wohl unbequemste Wahrheit überhaupt. Die Klimakatastrophe können wir rückgängig machen, wenn der politische Wille da wäre, die Folgen von DU nicht. Deshalb wird diese Wahrheit über Risiken durch Strahlung systematisch verschwiegen oder verharmlost.«
Ein Haufen Indizien
Es gibt eine ganze Reihe von Indizien, die darauf hindeuten, dass die Dr.-Sommer-Studie nicht der Weisheit letzter Schluss gewesen ist:
■ Nach den Atombombentests auf dem Bikini-Atoll (durch die USA) und in Polynesien (durch Frankreich) gab es unter den nicht evakuierten Bewohnern der umliegenden Pazifikinseln eine Zunahme diverser Krankheitsbilder, Missbildungen und Fehlgeburten. Diese ähneln heutigen Diagnosen sowohl von Zivilisten aus dem Irak und Afghanistan sowie von Kriegsveteranen aus jenen Konfliktzonen.
■ Im Irak haben die Missbildungen bei Babys dramatisch zugenommen. Während 1991 im Schnitt 3 von 1.000 Kindern mit Defekten zur Welt kamen, waren es 2001 schon 22 pro 1.000 – mit Schwerpunkt im damals heftig umkämpften Süden des Irak, so die britische Organisation Child Victims of War. Die besonders hohen Zahlen im Süden deuten auf eine Umweltbelastung hin und lassen sich nicht mit einer allgemein schlechten Gesundheitsversorgung durch Embargo oder Krieg erklären.
■ Etliche interne Papiere des Pentagon verweisen auf ein erhöhtes Gefährdungspotenzial. Es gibt sogar ein Trainingsvideo für US-Soldaten zum »schadlosen Verhalten beim Umgang mit radioaktiver Munition« von 1995 (Titel: »Heavy Metal Toxicity«), das jedoch nicht eingesetzt wird.
■ Der ehemalige Verantwortliche des Pentagon für den Einsatz von DU-Munition ist heute entschiedener Gegner: Colonel Douglas Rokke und sein Team wurden nach dem Golfkrieg 1991 zu Dekontaminationszwecken in den Irak geschickt. Er berichtet, dass er und alle anderen innerhalb von 72 Stunden nach Einsatzbeginn erkrankten – trotz Schutzkleidung. Nach zwei Jahren starben die Ersten aus dem Team (Spiegel 3/2001).
■ Noch ein ehemaliger Pentagon-Mitarbeiter hat die Seiten gewechselt: Der Arzt Asaf Durakovic untersuchte jahrelang Soldaten, die am »Golfkriegssyndrom« litten. Als er öffentlich die Vermutung äußerte, dass die Uranmunition Ursache allen Leidens sein könnte, wurde er entlassen. 1995 gründete er in Kanada das unabhängige Uranium Medical Research Center.
■ Kürzlich erschien das Buch »Afghanistan after Democracy« von Mohammed Daud Miraki, einem afghanischstämmigen US-Politikwissenschaftler. Er bringt seine Fotos missgebildeter Neugeborener in Zusammenhang mit DU-Munition.
■ Verteidigungsminister Rudolf Scharping hatte 2001 die Gefährdung der Soldaten im Kosovo durch Uranmunition für »vernachlässigbar« erklärt und sich dabei auf eine Untersuchung des GSF-Forschungszentrums in Neuhardenberg gestützt, die er selbst in Auftrag gegeben hatte. Das GSF hatte Urinproben von Soldaten analysiert. Solche Messungen seien nicht verlässlich, wenn sie in einem zu kurzen Zeitraum nach der Kontamination vorgenommen würden, kritisiert Dr. Gina Mertens von der Organisation Ärzte für die Verhütung des Atomkriegs (IPPNW).
■ Selbst im GSF hat inzwischen ein Umdenken eingesetzt. Einer der Forscher sagt in Frieder Wagners Kino-Doku: »Wir haben in Laborversuchen untersucht, wie sich solches Uran-Material in simulierter Lungenflüssigkeit verhält. Und auch für uns etwas überraschend waren die Ergebnisse (…). Ein gewisser Teil dieses Materials, etwa ein Drittel, löst sich sehr rasch auf (…). Der andere Teil, etwa zwei Drittel, löst sich entweder nur sehr langsam oder vielleicht auch gar nicht auf. Solange es in der Lunge ist, strahlt es natürlich weiter, und je länger es in der Lunge ist, (…) umso höher ist die resultierende Strahlendosis.«
■ Im Februar 2004 erkannte ein britisches Gericht an, dass die Erkrankungen des Golfkriegsveteranen Kenny Duncan und die Chromosomenschäden seiner Kinder auf eingeatmeten Uranstaub zurückzuführen seien (BBC News 3.2.2004).
»Gezielte Desinformationskampagne«
Warum ignorieren also die Mainstream-Medien diese Fülle von Indizien? Das Thema dürfte schließlich alle Kriterien eines hohen Nachrichtenwertes erfüllen.
Es gibt offenbar Unbehagen in deutschen Redaktionen. Von einem eigenartigen Erlebnis berichtete Dr. Angelika Claussen, die Vize-Vorsitzende der Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkriegs (IPPNW), auf dem IPPNW-Kongress 2004 in Berlin. Im Januar 2003 habe sie als Teilnehmerin einer Friedensdelegation das Mutter-Kind-Hospital in Basra besucht und sei anschließend nach Bagdad zurückgekehrt. »Der ZDF-Reporter, der mich interviewte, meinte vorab: ‚Kommen Sie bloß nicht damit, dass die Ursache für die vielen an Leukämie erkrankten Kinder etwas mit DU zu tun haben könnte. Das wird unser Sender auf keinen Fall bringen!‘« (nachzulesen unter http://www.ippnw.de/Frieden/Uranmunition/)
Klar ist, dass mächtige Institutionen kein Interesse an einer Diskussion des Themas haben. Denn das internationale Recht sieht vor: Für die Beseitigung von Kriegsmaterial, vergifteten Böden und Wasser sind die Verursacher verantwortlich. Für zivile Opfer müssten sie sich vor dem Internationalen Gerichtshof verantworten.
Der Kanadier Dr. Pjotr Bein hat auf der Internationalen Urankonferenz in Hamburg 2003 zwei Strategien aufgezeigt, wie Nato und US-Führung versuchen würden, der Verantwortung für den Einsatz radioaktiver Massenvernichtungswaffen zu entgehen. Er spricht von einer »gezielten Desinformationskampagne«.
Der erste Teil der Strategie sei die Forderung nach einem monokausalen Beweis für einen Zusammenhang zwischen dem Vorkommen von abgereichertem Uran und den Erkrankungen. Der zweite Teil sei es, eine Forderung nach Ächtung der Waffen zuzulassen, wie sie etwa von der International Coalition to Ban Uranium Weapons (ICBUW) erhoben wird. Denn eine solche Forderung setzt niedriger an als bereits geltendes Recht: Laut Menschen- und Völkerrecht, der Genfer und Haager Konvention sind solche Waffen illegal, die über konkrete Kampfhandlungen hinaus Menschenleben kosten. Suggeriert man aber, dass diese Waffen erst geächtet werden müssen, dann hat das die logische Konsequenz, dass die Langzeitfolgen erst zweifelsfrei nachgewiesen werden müssen. Die dazu notwendigen systematischen Untersuchungen wisse man zu verhindern.
Entsprechend schloss eine Stellungnahme von kritischen Ärzten und Wissenschaftlern über die Folgen von DU-Munition 2004 mit dem Fazit: »Es ist aus ärztlicher Sicht zu kritisieren, dass wissenschaftliche Untersuchungsmethoden zu Uranmunition nicht in den regierungsamtlichen Forschungen angewandt werden. So entsteht der Eindruck, dass die von der US-amerikanischen und der britischen Regierung durchgeführten Studien nicht der Aufklärung, sondern der Verschleierung dienen.« Erhärtet werde dies dadurch, dass sich der Uno-Sicherheitsrat auf Druck der USA 2001 geweigert habe, systematische Studien der WHO zur Ursachenaufklärung der Kinderkrebserkrankungen im Irak durchführen zu lassen.
Zusätzlich zur Behinderung der Aufklärung spielt sicher auch die Selbstreferenzialität der Medien eine Rolle. Als ich die Nahost-Korrespondentin einer renommierten deutschen Wochenzeitung im Februar 2007 am Rande einer Konferenz fragte, ob sie zu einem möglichen Einsatz von Uranmunition im Süden des Libanon recherchiere, gab sie zur Antwort: »Wenn das ein relevantes Thema wäre, dann würden die Medien ja darüber berichten.«
Einige berichten freilich noch: Randgazetten wie Junge Welt, Neues Deutschland und Zeit-Fragen, Internetmedien wie telepolis.de und politblog.net. Doch nur selten taucht etwas im Mainstream auf. (PK)..
Dr. Sabine Schiffers hier leicht gekürzter Beitrag erschien zuerst in der internationalen Zeitschrift für Journalismus MESSAGE unter www.message-online.com/
Quelle:www.nrhz.de
Namibia plant Bau von Atomkraftwerk
Der südwestafrikanische Uran-Produzent Namibia will seine Abhängigkeit von Stromlieferungen aus dem Nachbarland Südafrika durch den Bau eines Atomkraftwerks verringern. Zugleich ist eine Urananreicherung im Wüstenstaat geplant.
(sda) Das geht aus einem bekanntgewordenen Regierungsbeschluss hervor, in dem die Entwicklung eines Rahmenplans nach den Richtlinien der Internationalen Atomenergie-Agentur (IAEA) festgelegt wurde.
“Es wird eine langfristige Lösung für die Kapazitäts-Engpässe bei der Stromproduktion darstellen und die Verarbeitung der immensen Uran-Reserven des Landes zum Vorteil des Landes ermöglichen”, heisst es in dem Beschluss.
Namibia ist der fünftgrösste Uran-Produzent der Welt. Dabei exportiert das Land sogenannten Yellowcake (gelber Kuchen), der aus Uranerz gewonnen wird. Er wird als Ausgangsmaterial für die Weiterverabeitung zu Brennelementen benutzt.
Während das Kilogramm auf dem Weltmarkt bisher Preise von rund 100 US-Dollar erzielt, geht das Energieministerium bei angereichertem Uran von einem Profitmarge von mindestens 1000 US-Dollar aus.
Umweltorganisationen warnen jedoch vor den Risiken der Technologie sowie den Problemen der Endlagerung des atomaren Abfalls. Die Rückstände sind trotz Uranabtrennung weiterhin radioaktiv mit langen Halbwertszeiten. Sie fallen in grossen Mengen an.
Das Land prüft zur Zeit auch den Einsatz alternativer Energieträger. Die weltweit gestiegene Nachfrage nach Uran hat Namibia mit seinen drei Millionen Einwohnern in den vergangenen zwei Jahren einen regelrechten Boom beschert.
Quelle:www.bielertagblatt.ch
Autofahren wird teurer - Experten erwarten Straßengebühren
Autofahrer werden für ihre Mobilität in den kommenden Jahren immer tiefer in die Tasche greifen müssen. Grund sind neben steigenden Energiekosten flächendeckende Straßennutzungsgebühren, prognostizieren Experten.
Beim internationalen Kongress “Verkehr im Jahr 2030″ in Darmstadt diskutierten 130 Experten aus 17 Ländern zwei Tage lang über Konzepte für Verkehrssysteme der Zukunft. “Alle Experten sind einhellig der Meinung, dass es 2030 auf den meisten Straßen Benutzungsgebühren für alle Fahrzeuge geben wird”, fasste Manfred Boltze von der Technischen Universität Darmstadt ein wesentliches Ergebnis zusammen.
Mit den in Stoßzeiten höheren Gebühren solle einerseits der Verkehrsfluss einer immer mobiler werdenden Gesellschaft gelenkt werden, sagte Boltze. Andererseits seien die Maut-Entgelte aber auch Folge eines allmählichen Rückzugs des Staates aus der Finanzierung von Straßenbau und -unterhaltung, betonte Horst Geschka von der Technischen Universität Darmstadt. Diese Aufgabe würden künftig vermehrt Private übernehmen, die sich ihre Investitionen über Mautsysteme vom Nutzer zurückzahlen ließen. Nach den Worten des hessischen Wirtschaftsministers Alois Rhiel (CDU) fehlen schon heute allein in Hessen 1,9 Milliarden Euro, um die genehmigten Infrastrukturarbeiten ausführen zu können.
Rhiel zitierte aus dem Bundesverkehrswegeplan vom Dezember 2007, nach dem der Güterverkehr auf deutschen Straßen zwischen 2004 und 2030 um 74 Prozent zulegen werde, der Individualverkehr trotz rückläufiger Bevölkerungszahlen um 16 Prozent. Davon sei das Transitland Hessen besonders betroffen: “Auf einer deutschen Autobahn fahren im Schnitt 48 000 Fahrzeuge pro Tag, in Hessen 63 000, im Rhein-Main-Gebiet 100 000 und am Frankfurter Kreuz sind es 333 000.” Dadurch würden Staus mit hohen wirtschaftlichen und ökologischen Kosten verursacht. “Unser Ziel muss deshalb sein, die Zahl der Staus zu verringern, denn die hohen Kosten verschlechtern die Qualität des Wirtschaftsstandorts Deutschland.”
“Autos werden 2030 sparsamer und sauberer sein als heute”, sagte Boltze. Zudem könnten Staus durch immer modernere Navigationssysteme umfahren werden. Trotzdem werde die individuelle Mobilität teurer. Das führe zu einem deutlichen Anstieg der Fahrgastzahlen in Bussen und Bahnen: “Das gilt besonders für Hochgeschwindigkeitszüge, die auch Kurzstreckenflüge ersetzen werden.”
Quelle:www.fr-online.de
Skrupellos - Das blutige Geschäft der Organ-Mafia
Der Schock sitzt. Millionen schauten am Montag die Neuauflage des TV-Thrillers „Fleisch“. Skrupellos macht die Organ-Mafia im Film Jagd auf Menschen.
Ihre Opfer werden regelrecht ausgeschlachtet. Was im ersten Film 1979 noch wie Fiktion wirkte, ist heute bittere Realität. Der weltweite Organ-Handel boomt.
Rund 12.000 schwerkranke Menschen warten in Deutschland (europaweit rund 40.000) auf ein lebensrettendes Organ. Die Transplantationslisten sind verheerend lang. Jeden Tag sterben durchschnittlich drei Patienten auf der Warteliste, weil ein Spenderorgan nicht rechtzeitig zu bekommen war.
Wer wann welches Organ bekommt, wird ausschließlich nach medizinischen Kriterien wie Dringlichkeit und Erfolgsaussicht entschieden. Der finanzielle oder soziale Stand ist völlig egal. Also greifen vor allem Reiche in ihrer Verzweiflung und Todesangst zum letzten Mittel: Geld.
Das blutige Geschäft boomt. Über Briefkastenfirmen oder Internetseiten kommt der illegale Kontakt zwischen zahlungskräftigen Kunden und der Organ-Mafia zustande. Allein in Indien sollen in den letzten 25 Jahren 100.000 Nieren entnommen und verkauft worden sein.
Die reichen Empfänger (meist aus Saudi-Arabien, den USA und Westeuropa) greifen für ihre Gesundheit tief in die Tasche. Zwischen 30.000 und 250.000 Euro soll eine neue Niere kosten, circa 160.000 Euro eine neue Lunge. Dafür warten sie statt Jahren nur zwei bis drei Wochen.
Aber woher kommen die Organe? Von den Ärmsten der Armen aus Ländern wie Indien, Nepal, China oder Brasilien. 2002 sollen 14 Moldawier ihre Nieren gespendet haben. In Mosambik sollen Menschenhändler sogar Jagd auf Straßenkinder gemacht haben, um ihnen ihre Organe entnehmen zu können.
Mittel- und Wehrlose dienen als menschliche „Ersatzteillager“. Sie werden gezwungen ihr einziges Kapital, ihren Körper, zu Geld zu machen. 700 bis 1.500 Euro bekommen sie für eine Niere von der Organ-Mafia. Die Differenz zum Kundenpreis kassieren die Verbrecherbanden.
Selten werden die Mafia-Mitglieder erwischt. Anfang Februar feierten die Ermittler einen Erfolg. Bei Amit Kumar, Chef eines Organhändler-Rings, klickten in Nepal die Handschellen. Seine Bande soll rund 500 Nieren gegen Barzahlung transplantiert haben. Kumar soll die Opfer mit vorgehaltener Pistole zur „Spende“ gezwungen haben.
In China werden zum Tode Verurteilten nach der Hinrichtung brauchbare Organe entnommen und in alle Welt verkauft- mit staatlicher Genehmigung.
Das blutige Geschäft mit dem Körper. Es ist alles andere als ganz weit weg. 2001 wollte ein junger Mann seine Niere meistbietend im Internet verhökern. Weil das in Deutschland verboten ist, wurde die Versteigerung nach zwölf Stunden gestoppt.
Und derzeit ermittelt die Frankfurter Staatsanwaltschaft gegen eine Briefkastenfirma, die E-Mails von deutschen Patienten nach Hongkong weitergeleitet haben soll. Dort sollen dann potentielle „Spender“ gesucht worden sein.
Quelle:www.express.de
Satellit außer Kontrolle: USA planen Abschuss
Ein neun Tonnen schwerer Spionagesatellit droht Anfang März unkontrolliert auf die Erde zu stürzen. Das Pentagon plant nun den Abschuss. Der Flugkörper enthält einen giftigen Raketen-
Das Verteidigungs- Ministerium der USA plant den Abschuss eines außer Kontrolle geratenen US-Spionagesatelliten. Er droht in der ersten Märzwoche auf die Erde zu stürzen. Der Satellit soll von einem Kriegsschiff aus mit einer speziell dafür veränderten Rakete noch vor dem Eintritt in die Erdatmosphäre abgeschossen werden. Das berichtete die Nachrichtenagentur AP am Donnerstag. Sie beruft sich dabei auf Informationen aus dem Pentagon in Washington.
Weitere Details sollten noch vor dem Abschuss festgelegt werden. Die Entscheidung gestaltete sich offenbar schwierig, da mehrere US-Ministerien und Behörden daran beteiligt waren. Bereits Ende Jänner war bekannt geworden, dass der Satellit keine Energie und keinen Antrieb mehr hat und er damit an einem unbekannten Ort auf die Erde stürzen würde.
Giftige Substanz und geheime Informationen
Der Flugkörper enthält nach Angaben aus Regierungskreisen jedoch Hydrazin, einen gefährlichen Raketentreibstoff. Die farblose Flüssigkeit ist giftig. Bei einem unkontrollierten Absturz bestehe auch die Gefahr, dass geheime Informationen in die falschen Hände gerieten, erklärte der Militärexperte John Pike Ende Jänner. Demnach wiegt der Satellit rund neun Tonnen und hat die Größe eines Kleinbusses.
Satelliten-Abschüsse politisch umstritten
Das Abschießen eines Satelliten ist politisch umstritten. Die USA hatten China im vergangenen Jahr nach dem Abschuss eines defekten Wettersatelliten heftig kritisiert. In der Vergangenheit wurden defekte oder überalterte Satelliten ohne Schaden anzurichten kontrolliert zum Absturz über dem Meer gebracht.
Der bisher größte unkontrollierte Wiedereintritt eines NASA-Flugkörpers war der des “Skylab” 1979. Die Trümmer der 78 Tonnen schweren verlassenen Raumstation stürzten in den Indischen Ozean und richteten keinen Schaden an.
Quelle:diepresse.com
Doping-Falle Fleisch
Alarm vor Peking 2008: Eine 35 cm große Hendlbrust aus einem chinesischen Supermarkt war vollgepumpt mit Steroiden.
Der Mann traute seinen Augen nicht. Im Kühlregal des Supermarktes lag eine halbe Hühnerbrust mit gigantischen Ausmaßen: 35 Zentimeter groß, “genug, um eine achtköpfige Familie zu sättigen”, wie Frank Puleo der New York Times sagte. “Acht Schätze” der anderen Art also.
Der Lebensmittellieferant ist im Auftrag des US-Olympiateams in China unterwegs, um das Nahrungsmittelangebot für die Mannschaft während der Sommerspiele in Peking zu erkunden.
Die monströsen Ausmaße machten Puleo stutzig. Er ließ die Hühnerbrust im Labor untersuchen. Ergebnis: “Sie war voll gepumpt mit Steroiden. Wir hätten sie den Sportlern niemals geben können, alle wären positiv getestet worden.”
Den österreichischen Dopingexperten Hans Holdhaus wundert das gar nicht: “Es ist bekannt, dass man in China nicht alles essen kann, was angeboten wird.” In der Vergangenheit waren chinesische Lebensmittel aufgetaucht, die mit Pestiziden und unerlaubten Veterinär-Medikamenten verunreinigt waren. Letztes Jahr wurde in Hühnerfleisch der krebserregende Farbstoff Sudan B gefunden, der den Dotter dunkelrot färbt.
“Wir raten, nur im Olympischen Dorf zu essen”, sagt Holdhaus. Dort würden die Lebensmittelkontrollen alles bisher Dagewesene übertreffen. “Nur im Dorf ist sicher, dass man keine kontaminierten Speisen zu sich nimmt. Jede Zutat durchläuft unzählige Kontrollen.”
Selbst schuld
Alles, was Sportler außerhalb zu sich nehmen würden, falle in ihre Eigenverantwortung. Nach den Antidoping-Regeln ist der Sportler selbst verantwortlich dafür, was in seinen Körper kommt. Das gedopte Mast-Hendl ist also keine Ausrede. Ebenso wenig wie es seinerzeit die manipulierte Zahnpasta war oder das kokainverseuchte Zuckerl.
Um Ungemach vorzubeugen, richtet das ÖOC vor den Spielen ein Camp in Hongkong ein, von wo aus die Athleten nach Peking zu den Bewerben fliegen. Holdhaus: “Wenn keiner außerhalb des Camps und des Dorfes isst, haben wir alles unter Kontrolle. Es geht ja nicht nur um Steroide, sondern auch um Bakterien, die der europäische Körper im Gegensatz zum asiatischen nicht verträgt. Ein Durchfall reicht schon, um alle Olympiaträume platzen zu lassen.”
Die Amerikaner etwa, die die Beijing Normal University gemietet haben, kontrollieren sogar die Eiswürfel. “Wir brauchen 2700 Kilo täglich”, erklärte Puelo der New York Times , “als die verantwortlichen Chinesen das gehört haben, dachten sie an einen Übersetzungsfehler.”
Gefahr
Die Amerikaner überlegen sogar, Meeresfrüchte aus Japan und Obst aus Australien nach China zu importieren. Die Vorstellung, dass ein Sportler der Nahrung wegen gesperrt wird, ist ein Horrorszenario.
Ausschließen kann Holdhaus ein solches nicht: “Die Gefahr besteht bei ärmeren Nationen. Da kann es sein, dass einer bei einem Stand auf der Straße etwas isst und auf einmal gedopt ist.”
Das gilt nicht nur für Hühnerfleisch. Auch Schweine übertragen Doping. Daher werden in China auf geheimen Höfen “Super-Schweine” gezüchtet: Öko-Futter statt Wachstumshormone, Kräuterbad statt Dreck-Suhlen. Dass es die Luxus-Ferkel besser haben als viele Zweibeiner, stört nicht – Olympia ist ein nationales Anliegen.
Abendessen zu sich genommen – gedopt! Die Schlagzeile klingt wie ein Treppenwitz – nur nicht für den Betroffenen.
Quelle:www.kurier.at
Japanische Jäger töten Walmutter mit Kalb

Der Abschuss einer Walmutter und ihres Kalbes durch japanische Walfänger hat scharfe Proteste der deutschen und der australischen Regierung hervorgerufen. Der Walfang sei für Deutschland «nicht akzeptabel».Das sagte Agrarstaatssekretär Gert Lindemann am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur
bei einem Besuch in Neuseeland. Ein australisches Zollschiff hatte in antarktischen Gewässern dokumentiert, wie die Walfänger die Meeressäuger töteten und an Bord zogen. Der australische Umweltminister Peter Garrett beschrieb die Bilder als «widerlich».
«Ich denke es ist durch diese Bilder eindeutig klar, dass dies ein wahlloses Töten von Walen ist», kritisierte Garrett. Die Tatsache, dass das Fleisch der Meeressäuger in japanischen Supermärkten verkauft werde, strafe die Aussage Tokios über einen wissenschaftlichen Walfang Lügen. Australien und Neuseeland, selbst bis in die 1970er Jahre Walfangnationen, nehmen inzwischen eine führende Rolle im Kampf gegen den Walfang ein.
Japan dürfe nicht mit der Behauptung, dies sei wissenschaftlicher Walfang, ökonomische Interessen durchsetzen und den Walfang wie vor dem internationalen Moratorium ungeschmälert fortsetzen, forderte Lindemann. Deutschland sei sich mit Australien und Neuseeland einig, dass bei der nächsten Jahrestagung der Internationalen Walfang- Kommission (IWC) im Juni in Chile der wissenschaftliche Walfang definiert werden solle.
Die Fotos wurden von der Besatzung der «Oceanic Viking» aufgenommen, die die japanische Walfangflotte verfolgt, um Material für ein eventuelles Gerichtsverfahren zu sammeln. Japan dementierte, dass ein Walkalb getötet worden sei und beschuldigte Australien einer «gefährlichen, emotionalen Propaganda».
Unterdessen gab Norwegens Regierung für dieses Jahr erneut 1052 Zwergwale zum Abschuss für kommerzielle Zwecke frei. Wie das Fischereiministerium in Oslo mitteilte, bleibt damit die Quote aus dem vergangenen Jahr unverändert. Tierschützer protestieren immer wieder gegen die 1993 neu eröffnete Jagd. Mit ihr setzen sich die Skandinavier über das seit den 1980er Jahren geltende Verbot von kommerziellen Walfängen durch die IWC hinweg.
Quelle:weltexpress.info
Mietminderung - Raucher stören Anwohner
“Und weil es so schön ist, mal gleich noch eine nette Meldung für den Raucher (kopfschüttel!!!).”
Vermieter fürchten eine Welle von Mietminderungen: Wegen der Anti-Raucher-Gesetze häufen sich Beschwerden von Anwohnern über Raucher vor dem Haus.
Das Anti-Raucher-Gesetz könnte Vermieter in Deutschland teuer zu stehen kommen. Der Präsident des Eigentümer-Verbandes Haus & Grund, Rolf Kornemann, sagte zu FOCUS, er befürchte eine Welle von Mietminderungen wegen Ruhestörung: „Wenn sich Raucher nachts vermehrt vor Restaurants auf der Straße aufhalten, führt das zu einer erhöhten Lärmbelästigung für die Anwohner.“ Dann „könnten die Mieter in unmittelbarer Nachbarschaft die Miete prinzipiell um 5 bis 25 Prozent mindern“.
Eine solche Kürzung ist auch dann rechtens, wenn der Vermieter einen Schaden nicht selbst verursacht hat oder beheben kann. In Städten wie München und Stuttgart mehren sich die Beschwerden von Anwohnern über Raucher vor dem Haus.
“Ja, wir Raucher sind schon schlechte Menschen!!!”
Quelle: focus.de

