Freitag, 4. Juli 2008
Hier einige gesammelte Links der letzten Tage, deren (möglicherweise lediglich subjektive) Wichtigkeit höchstwahrscheinlich wieder einmal im alltäglichen Durcheinander untergeht.
Angefangen mit einem bemerkenswerten, themenübergreifenden Beitrag von Gert Flegelskamp auf seiner Seite www.flegel-g.de.
Einige Auszüge:
..Die Vorkommnisse in den USA (11.9.) oder auch in Großbritannien (U-Bahn Anschläge) werden als Beweise angeführt, aber eine wirkliche Aufklärung der Vorgänge wird explizit verhindert. Man geht davon aus, dass die Bevölkerungen mehrheitlich nie auf die Idee kommen würden, dass die eigenen Regierungen solche Massaker veranstalten, aber mich erinnern die Vorgänge um die al Qaida fatal an Gladio. In Gladio waren die meisten europäischen Länder, die NATO und die CIA verwickelt und lediglich in Italien haben einige Politiker ihre Verquickung zugegeben oder besser gesagt, dort konnten die Verquickungen der Politiker mit den Aktivitäten durch Gladio absolut bewiesen werden. Dass alle EU-Länder incl. CIA und NATO darin verwickelt waren, wurde zwar nach der Aufdeckung bestätigt, brachte aber keine Politiker, keine Geheimdienstler und keine NATO-Beamte auf die Anklagebank. Die Geheimoperation von Gladio wurde lediglich als beendet erklärt. Bis heute ist nicht eindeutig geklärt, ob das Massaker auf dem Oktoberfest 1980 Gladio zuzuordnen ist oder nicht. Seltsam, einer der Drahtzieher in der BRD, der bereit war, auszusagen, wurde einen Tag vor der Vernehmung durch den Staatsanwalt in seiner Zelle erhängt aufgefunden. Angeblich wurde Gladio 1990 aufgelöst. Wirklich?
Eines hat Gladio bewiesen: Politiker sind bereit, für die Erzeugung einer bestimmten Stimmung in der Bevölkerung Anschläge gegen das eigene Volk zu veranlassen und haben mit den eigenen Geheimdiensten immer eine echte Terrorgruppe an der Hand, die solche Anschläge planen und durchführen. Die Anschläge des 11.9. und die U-Bahn Anschläge in London, weisen eine Menge Ungereimtheiten auf. Zahlreiche Indizien deuten darauf hin, dass diese Anschläge von den eigenen Regierungen beauftragt und im Auftrag der eigenen Geheimdienste ausgeführt wurden. Man verlässt sich darauf, dass diejenigen, denen diese Ungereimtheiten auffallen, in der Regel eine Minderheit darstellen und die Mehrheit der Bevölkerung die offizielle Version schluckt…
..Familie? Heute doch weitgehend mit einem Kino vergleichbar. Zumindest am Abend sitzt man gemeinsam vor der Flimmerkiste (von wenigen Ausnahmen abgesehen). Mag das Programm auch grottenschlecht sein, man schaut es sich an. Dass damit eine gezielte Beeinflussung betrieben wird, erreicht das Bewusstsein der meisten Menschen nicht mehr. Fernsehen verengt die Wahrnehmungsfähigkeit und schottet die Menschen voneinander ab. Fragen sie die Menschen nach bestimmten Schauspielern oder Filmen und Sie bekommen detaillierte Antworten. Aber fragen Sie sie nach bestimmten politischen Ansichten oder Ereignissen und sie geraten ins Stottern. Fragen Sie die Menschen auf der Straße nach der Funktionsweise des Rentensystems und Sie werden nur Wenige finden, die eine halbwegs vernünftige Aussage machen können, aber sie werden viele Antworten bekommen, die auf die Propaganda der Medien und der Think Tanks schließen lässt. Dabei geht uns dieses Thema alle etwas an.
Wenn Angela Merkel behauptet, dass die Arbeitslosen die Stromkosten ersetzt bekommen, schreien nur die Arbeitslosen auf, denn sie wissen es besser. Wenn Herzog behauptet, die Alten plündern die Jungen aus, fallen diese Aussagen auf fruchtbaren Boden, obwohl eigentlich für jeden sichtbar die Alten seit Jahren ausgeplündert werden und sich die Plünderung in der Zukunft für die heute Jungen verheerend auswirkt, nicht wegen der Schuld der Alten, sondern wegen einer aggressiven Politik gegen die Bevölkerung.
Demokratie überzeugt nicht mehr konnte man in den verschiedensten Zeitungen lesen. Aber diese Aussage ist so falsch, wie der Hinweis auf die Demokratie in diesem Land. Es gibt sie nicht, die viel zitierte Demokratie. Mir hat dieser Kommentar zu dem Artikel gefallen, drückt er doch aus, was die Wirklichkeit ist…
Den vollständigen Beitrag hier lesen.
Wissenswertes zur Beeinflussung durch Medien und Werbung:
- “Werbung hinterlässt Spuren” - Psychiater warnt: Werbung macht Kinder unglücklich
- Duftfrausch im Supermarkt: Lockstoffe verleiten zum Kauf
- Hirnforschung und Medien - Wie uns das Fernsehen zu Kindern macht
- Medien und ihre Macht der Manipulation
- TV ist das Delirium des 21. Jahrhunderts
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Weiterhin aktuell, der Iran und sein Atomprogramm, bzw. die Drohgebärden des Westens/Israel dagegen. Dazu einige Artikel der letzten Tage:
Pentagon: Israel wird Iran bald angreifen
ABC meldet, dass ein israelischer Angriff noch in diesem Jahr möglich sei. Der US-Fernsehsender beruft sich auf einen Sprecher des Pentagon…..Der Pentagon Sprecher spezifizierte zwei mögliche Gründe, wann die Israelis zuschlagen würden:
Der erste sei, wenn die Urananreicherungsanlage im iranischen Nantaz genügend angereichertes Uran produzieren könne. Nach israelischen Geheimdienstinformationen sei dies aber erst in 2009 möglich. Das Überschreiten der “roten Linie” wäre jedoch nicht, wenn die Iraner dazu in der Lage seien, sondern bevor sie die Möglichkeit dazu hätten. Und das spräche für einen Angriff noch in 2008.
Die zweite “rote Linie”, die nach Überschreiten einen Krieg auslösen könnte, wäre der Erwerb von SA-20 Luftverteidigungssystemen aus Russland. Die Israelis würden vorher angreifen, weil nach Installation des Abwehrsystems ein Angriff schwieriger sei.
- Pentagon: Israel wird Iran bald angreifen
- Gerüchte über Angriff Israels auf Iran brodeln weiter
- Gesucht: Kriegsgrund gegen den Iran
- “Töten und entführen” - CIA-Kommandos im Iran
..Ausgeführt wurden diese durch den Kongress legitimierten Aktionen durch “Stellvertreter”- (”proxy”-) Armeen, also Söldnermilizen, angeführt nach Angaben der Bush-Regierung ausschliesslich durch Agenten der CIA.
Rekrutiert werden die Söldner u.a. aus der arabischen Minderheit der Ahwazi und der Balutschen, die sowohl auf dem Territorium der Atommacht Pakistan, als auch im Iran leben. Auch ist von einer “obskuren Basis im Westen von Afghanistan” (”obscure base in western Afghanistan”) die Rede, von der die Operationen im Iran ausgehen.
Seit Herbst 2007 dringen US-geführte Kommandos auf Befehl des Präsidenten George Bush aus Irak und Afghanistan regelmässig in den Iran ein um Mitglieder eines Zweigs iranischen Militärs, der “Revolutionsgarden” zu entführen und zwecks Verhören nach Irak zu schaffen.
Ebenso fungieren sie als Todesschwadronen, welche “hochrangige Ziele” in den Iran “verfolgt” (”hot pursuit”) und durch gezielte Exekutionen ausschaltet…..Nun ist aber innerhalb des US-Militärs und in den Fluren von Washington bekannt geworden, dass ausser den CIA-geführten Einheiten auch hochgeheime Spezialkommandos des US-Militärs vom “Joint Special Operations Command” (JSOC) auf direkten Befehl von Präsident Bush und unter direkter Kontrolle von US-Vize Dick Cheney im Iran operieren.
Diese Einsätze wurden in den letzten Monaten massiv ausgeweitet und erfolgten ohne Wissen, Zustimmung oder Kooperation von Kongress, US-Zentralkommando CENTCOM und sogar US-
Verteidigungsminister Robert Gates…
- Die Hersh-Bombe
- USA richten Militärstützpunkte an Grenze zu Iran ein
- “Niemals hat Iran Israel mit Angriff gedroht”
- Atomstreit in Nahost - Israel fürchtet den Erstschlag
- Ein Angriff auf den Iran lohnt sich kaum
- «Der Iran zeigt Israel seine eigenen Widersprüche auf»
- Geraten die Börsen in den Vorkriegsmodus?
- Iran ‘digging 320,000 graves for invaders’
Ein Krieg zwischen einer US-geführten Allianz und dem Iran wird wahrscheinlicher. Nach Presseinformationen hat die Regierung in Teheran jetzt einen „passiven Verteidigungsplan“ in Kraft gesetzt. Bislang sind jedoch nur Andeutungen über den Umfang der Abwehrmaßnahmen an die Öffentlichkeit durchgedrungen. Zugleich will der US-Fernsehsender ABC Informationen über einen Zeitplan für den möglichen Angriff erfahren haben. Die Regierung in Washington dementierte dies. Ein US-Marinekommandant äußerte dagegen sogar, die Nato-Verbündeten sollten sich auf einen Krieg vorbereiten…
- Iran setzt „passiven Verteidigungsplan“ in Kraft
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Weiter. Bin Laden - Pakistan hat offenbar “grünes Licht” gegeben, und die CIA darf sich endlich auch offiziell dort austoben.
CIA-Bericht - Bin Laden wird bald sterben
Lange war es ruhig um Osama bin Laden. Der Terrorfürst ist abgetaucht. Irgendwo in den Bergen Afghanistans wird der Chef der Terrororganisation Al Qaida vermutet. Die USA können die Jagd nach bin Laden bald aber womöglich aufgeben. Denn der Terrorist hat offenbar nur noch wenige Monate zu leben…
..wenn er nicht bereits längst tot ist.
..Wir wetten auf das Ergebnis: Im Laufe des Jahres, noch vor den Wahlen in den USA, wird ObL angeblich gefunden, zerpulvert und erledigt. Da man nach der Bombardierung wohl nur noch Reste eines verbrannten Turbans finden wird, kann man natürlich viel behaupten…
- Bin Laden wird bald sterben
- Bombenstimmung beim CIA
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Sonstige lesenswerte und interessante Funde der letzten Tage:
- Wie die Tagesschau den Kriegshaushalt 2009 schönredet
- “Der Mensch braucht keinen Krieg!”
- Die Amerikanisierung der Finanzmärkte und ihre Folgen
- Gazprom-Chef: Verdopplung der Gaspreise auf 1000 Dollar möglich
- Weniger ist mehr? - Die Turbomilchkuh
- Kollaps der weltweiten Fischerei
- Irre: Forscher wollen natürliches Nährstoffgas Kohlendioxid unter der Erde lagern!
- „Kein Blut auf meinem Handy“
- Griechenland und die Freimaurerei
- Google muss Youtube Log-Dateien preisgeben
Abschliessend: Die vier Regeln des Kapitalismus ->
Der Kapitalismus ist eine tolle Sache! Er hat uns Mikrowellen, Farbfernseher, HiFi-Anlagen, Geschirrspülmaschinen, Handys, Faxgeräte, Quarzuhren, Autos mit Airbag und ABS, Playstations und Nintendo, Satellitenschüsseln, unzählige Fernsehkanäle, Filme auf Video und DVD, Surround Sound, Digitalkameras, Computer, das Internet und viele andere schöne und nette Sachen beschert. Wie hatte man nur früher ohne diese Dinge auskommen und glücklich sein können? Man ist geneigt, von einer Erfolgsstory zu sprechen. Was bedeutet nun konkret Kapitalismus? Wie bei allen Ismen verrät schon allein der Name den Sinn der ganzen Veranstaltung und man möchte vom Angepriesenen logischerweise auch möglichst viel besitzen. Beim Sozialismus möchte man möglichst viel an Sozialem haben, beim Nationalsozialismus an Nationalem, beim Islamismus oder Katholizismus möglichst viel an richtigem Glauben, beim Kommunismus Kommunales, also möglichst viel an “allen gehört alles” und beim Kapitalismus natürlich möglichst viel an Kapital, um daraus mehr und immer mehr zu machen. Und deshalb ist der Kapitalismus auch so schön, denn wer hätte nicht gerne immer mehr davon - Sie etwa nicht? …
..hier weiterlesen.
Bis die Tage! ![]()
Hitler Reloaded
Gesammelte Beiträge aus den TV-Magazinen Kulturzeit (3sat), Frontal21 (ZDF), Panorama und Monitor (ARD).
Themen:1/9 - Virtual History mittels CGI
- Ausschnitt - Kulturzeit / 3sat
- Thema: Bildbearbeitung Virtual History mittels CGI Original oder Fälschung
In diesem Beitrag wird offen gelegt, mit welchen fragwürdigen Mitteln der Partnersender des Herren ‘Prof. Guido Knopp’, namentlich “Discovery Channel”, arbeitet.
Siehe auch:
- Homepage - Kulturzeit / 3sat
- Homepage - Discovery Channel
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Teil 2/9 - Original oder Fälschung
- Ausschnitt - Kulturzeit / 3sat
- Thema: “Manipulation” als Zwangsläufigkeit des Schaffens !(?)
Auch in diesem Beitrag wird wieder offen gelegt, mit welchen fragwürdigen Mitteln bekannte Filmemacher arbeiten - hier z.B. der mit dem Grimme-Preis ausgezeichnete Eyal Sivan.
In diesem 3sat-Beitrag werden die fragwürdigen Methoden bei der Herstellung seines preisgekrönten Films “Ein Spezialist” über Adolf Eichmann thematisiert.
Siehe auch:
- Streit um Eichmann-Film - Fälschungsvorwürfe gegen Regisseur Eyal Sivan @3sat
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Teil 3/9 - Alles unter Kontrolle
- Ausschnitt - Kulturzeit / 3sat
- Thema: Erwischt! Wie wir alle unbemerkt kontrolliert werden. Auch via Kundenkarte.
Elektronisch werden Daten gesammelt, verknüpft und abgerufen. Jeder hinterlässt willentlich oder unwillentlich Spuren, die verfolgt werden können. Schutz und Sicherheit müssen mit erhöhter Kontrolle erkauft werden, doch dadurch gibt auch der Nutzer immer mehr von seiner Persönlichkeit preis, wird zum gläsernen Menschen.
Siehe auch:
- Alles unter Kontrolle? - “Kulturzeit”-Reihe über die Gefahren eines neuen Weltbildes @3sat
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Teil 4/9 - Erste Ethno-Pille auf dem Markt
- Ausschnitt - Kulturzeit / 3sat
- Thema: Gesellschaftsfähig - Rassenforschung auf dem Vormarsch.
Siehe auch:
- Homepage - Kulturzeit / 3sat
- Ethnische Medizin - Abschied von der Gleichbehandlung @focus
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Teil 5/9 - Die Stimme der Gerechtigkeit
- Analog-TV Aufnahme: Ausschnitte aus der 90 Minuten Doku “Der Nürnberger Prozeß” - Bayerischer Rundfunk
- Thema: Die signifikantesten Aussagen bzw. Bilder der gleichnamigen Doku.
Siehe auch:
- Die Nürnberger Prozesse @bz.nuernberg
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Teil 6/9 - Gilad Atzmon’s “Anleitung für Zweifelnde”
- Ausschnitt - ZDF-Aspekte: Gilad Atzmon - “Anleitung für Zweifelnde”
Sein subversives Werk „Anleitung für Zweifelnde“ ist eine beißende und zugleich sehr witzige Satire auf das moderne Israel. Gnadenlos rechnet er darin mit dem Zionismus ab, schlachtet jede erdenklich heilige jüdische Kuh. Eine große israelische Tageszeitung schrieb über das Buch: „Konservative werden es hassen, Politiker werden es verbrennen wollen, und für zornige junge Männer wird es zum Manifest werden.“
Siehe auch:
- Vorwort des Herausgebers @serendipity
- Gegen den Kampf der Kulturen @freitag
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Teil 7/9 - Völkermord einmal anders
- Ausschnitt - Frontal 21: Nationalisten leugnen Völkermord / “Graue Wölfe” in Deutschland
Siehe auch:
- Frontal21 @zdf
- Zuschauerbrief an ZDF/Frontal21 @turkcom
- Graue Wölfe @wikipedia
- Doku: Türken gegen Armenier - Völkermord im 20. Jahrhundert @europenews
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Teil 8/9 - Die Machenschaften der US-Behörde NSA
Ausschnitt - Kulturzeit / 3sat
Thema: Economic Hit Man - bestochen, erpresst, gemordet
O-Ton des Moderators Ernst A. Grandits:
“Verschwörungs-’THEORETIKER’ werden angesichts unserer 1 Geschichte sagen ‘Das überrascht uns nicht, genau so haben wir das erwartet’. Etwas skeptischere Gemüter werden ihren Ohren nicht trauen wollen! …”
Es handelt letzendlich um “die Machenschaften der US-Behörde NSA”!“Mit Krediten Länder zu ruinieren war meine Aufgabe.”
- John Perkins
Siehe auch:
- Interview mit John Perkins @shareinternational
- “Bekenntnisse eines Economic Hit Man” @dradio
- Schakale und Sklaven @freitag
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Teil 9/9 - Der letzte Akt
- Ausschnitt - Monitor / WDR
- Thema: Gewissen contra Gehorsam - Wie Bundeswehrsoldaten drangsaliert werden
Kein deutscher Soldat darf irakischen Boden betreten. So hatte die rot-grüne Regierung klar entschieden. Aber, wir waren dennoch tüchtig dabei, auch ohne Truppen. Deutsche Minensucher, Spürpanzer, AWACS-Einsatz, eine ganze Kette der Beihilfe bei einem völkerrechtswidrigen Angriffskrieg.
Das fand Major Florian Pfaff falsch. Aus Gewissensgründen verweigerte der Berufssoldat Befehle.
Kein Held, kein Störenfried, sondern einfach einer, der sich als Bürger in Uniform begreift. Altmodisch? Andreas Maus hat Major Pfaff porträtiert.
Siehe auch:
- Monitor @wdr
- Es ist die Pflicht des Soldaten, sich gesetzwidrigen Befehlen zu widersetzen @uni-kassel
- Arbeitskreis “Darmstädter Signal”
Google-Suche macht verdächtig oder Warum TrackMeNot keine Lösung ist
Aus der Pannenserie um die G8-Razzien in Berlin berichtet die taz von einem besonders absurden Fall: weil er per Google nach “Dussmann” gesucht hatte, wurde einem der Razzienopfer die Tatbeteiligung an einem vorausgegangenen Brandanschlag auf das Unternehmen Dussmann vorgeworfen. Der Fall lässt tief blicken - auf die trügerische Sicherheit, die ein Tool wie TrackMeNot schafft, aber auch auf Verdachtsmomente, die im Fall der permanent geforderten “Online-Durchsuchung” zu möglicherweise drastische Folgen führen könnten.
Insgesamt 21 Personen wurden im Anschluss an die G8-Razzien beschuldigt. Bei Hausdurchsuchungen wurden zahlreiche Rechner und Dokumente beschlagnahmt. In einem Fall konnten die Ermittler offenbar die Google-Suchhistory auf dem Rechner nachvollziehen und stießen auf die besagte Suche nach “Dussmann”. Auf Grund dieses “Indizes” wurde dem Beschuldigten die Tatbeteiligung an einem Monate zurückliegenden Anschlag auf das Berliner Bücherkaufhaus Dussmann vorgeworfen.
Abgesehen davon, dass das Googlen nach einer ortsansässigen Buchhandlung wohl eine der gewöhnlichsten Suchanfragen überhaupt darstellt, zeigt der Fall auf, wie weit Ermittler gewillt sind, sich aus dem Fenster zu lehnen, wird gegen eine unliebsame Personengruppe ermittelt. Die Absurdität der Indizienführung ist kaum zu übertreffen - und es scheint schwer vorstellbar, dass beispielsweise das Vorhandensein eines Tools wie TrackMeNot in irgend einer Weise das repressive Vorgehen der Ermittler verändert hatte. TrackMeNot sendet automatisiert beliebige Suchanfragen an Google, um eine zufällige und vor allem nicht beweissichere Searchhistory zu erzeugen. Nachdem AOL versehentlich ein riesiges Logfile mit Suchanfragen veröffentlichte und personenbezogene Daten extrahiert werden konnten, gab es eine hitzige Diskussion um Datenschutz bei Suchmaschinen. Bereits damals wurde Trackmenot eher skeptisch betrachtet.
Aber auch in andere Richtungen lässt das Vorgefallene tief blicken. Wenn nach einer Razzia derart nichtssagende Indizien als Beweismittel herhalten müssen, dann fällt es schwer, Vertrauen in den “verantwortungsvollen” Umgang der Ermittler mit den geforderten, erweiterten Möglichkeiten zum Ausspähen Verdächtiger zu haben.
“Wir müssen wegkommen von dieser Misstrauensdebatte, gegen den Staat, gegen die Polizei”, wird der umstrittene BKA-Chef Ziercke bei Schieflage zitiert, der im gleichen Interview Statements abgibt, die nur mit viel gutem Willen nicht sofort als vollkommener, widersprüchlicher Unsinn abgetan werden können.
“Wir haben taktische und technische Möglichkeiten, die wir sehr individuell, auf den Einzelfall bezogen, einsetzen können. Es geht also nicht um eine flächendeckende Schleppnetzfahndung im Internet, sondern um Informationen, die für ein konkretes Strafverfahren zur Gefahrenabwehr notwendig sind”,
verteidigt Ziercke einmal mehr seinen umstrittenen Bundestrojaner, während in der Praxis die Erfahrung gemacht wurde, dass aufgrund unsinnigster “Beweisführungen” eben einmal der Vorwurf des Brandanschags an Opfer einer Polizeirazzia gerichtet wird.
Fazit: die Misstrauensdebatte “gegen den Staat, gegen die Polizei” wird weitergehen. Es gibt genug Gründe, und ständig liefern die Zierckes Deutschlands und der EU neue.
Quelle: gulli.com
Erfinder fand den Tod
Der Erfinder einer radial-axialen inneren Wasserstoffverbrennungsmaschine, die einen Weltrekord an thermischer Effizienz darstellt, und als revolutionär gelten kann, wurde vermutlich vergiftet und starb im Krankenhaus, seine Maschine wurde kurz vorher gestohlen und gilt als vermisst…
Mit dieser Erfindung wäre die ganze Scheindebatte über CO2 Ausstoss bei Fahrzeugen überflüssig geworden und die USA wären innerhalb von zwei, drei Jahren komplett von Erdöl für den Transport unabhängig. Solche Erfindungen gibt es nicht wenige, doch die meisten Erfinder gehen aus Angst nie an die Öffentlichkeit. Wenn es der EU wirklich um den CO2 Ausstoss ginge, dann könnte das innerhalb von kurzer Zeit gelöst werden. Aber es geht schliesslich um etwas ganz anderes…
Im übrigen gibt es nicht wenige andere beseitigte Erfinder; Stanley Mayer, der Erfinder des Wasserautos, wurde ebenfalls aus dem Weg geräumt. Er wurde in einem Restaurant vergiftet, da er seine Erfindung nicht nur für sich nutzen wollte, sondern den Drang verspürte, die USA vom Öl unaghängig zu machen. Dennoch gibt es in Deutschland trotzdem bereits eine Anzahl Autos, die nur oberflächlich wie Autos aussehen, aber auf einer ganz anderen Technik basieren. Hier ein Video, als Hinweis und grober Leitplan an die Erfinder, die chinaintern lesen ( In Englisch).
Quelle: china-intern.de
Siehe auch:
- wasserauto.de
- Das Wasserauto von Daniel Dingel
- mehr über Wasserautos
Wie CO²-frei sind die AKWs wirklich?
Atomstrom ist frei von CO2. Behauptet die Atomlobby. Doch das stimmt nicht.
AKWs verursachen Zehntausende von Tonnen des Klimagifts.
Hauptgrund: Der aufwändige Uranabbau.
Atomenergie und Klimakiller CO2. «Die Kernenergie erzeugt rund 40% der schweizerischen Elektrizität, die Wasserkraft 60%. Dieser CO2-freie Mix ist einzigartig.» So tönt es auf der Website des Nuklearforums, vormals Vereinigung für Atomenergie.
Das ist die Dichtung. Die Wahrheit ist: Selbst Wasserkraft ist nicht CO2-frei. Und Atomkraft kann sogar sehr schmutzige Energie sein. Internationale Studien der letzten Jahre kommen zwar auf unterschiedliche CO2-Werte der Atomenergie.
Eines aber haben sie gemeinsam: CO2-frei ist der Atomstrom nie.
- Auf einen Mittelwert von 60 Gramm CO2 pro Kilowattstunde (KWh) Strom kommt eine Studie der Universität Sydney in Australien (2006). Die Spannweite der Werte: 10 bis 130 Gramm pro KWh.
- Das deutsche Öko-Institut errechnete 1997 CO2-Werte zwischen 34 und 160 Gramm pro KWh.
- Der holländische Wissenschaftler Jan Willem Storm van Leeuwen bezifferte 2005 den CO2-Ausstoss auf 90 bis 140 Gramm pro KWh.
Das Problem beim Atom: Vor allem der aufwändige Abbau des Urans verbraucht viel elektrische Energie, fossile Treibstoffe, Chemikalien, usw. Je geringer der Urangehalt des Gesteins, desto mehr. Die reinsten Erze enthalten 20% Uran, sind aber selten geworden.
In Namibia etwa arbeiten Uranminen neuerdings mit Erzen, die noch gerade 365 Gramm Uran pro Tonne Gestein enthalten. Da lässt sich erahnen, welche Energie nötig ist, um das Uran «herauszufiltern». 60, ja 160 Gramm CO2 pro Kilowattstunde. Umgerechnet auf aktuelle und geplante AKWs heisst das:
- Das AKW Mühleberg liefert 2,7 Milliarden KWh Strom pro Jahr. Somit produziert es jährlich 162´000 Tonnen CO2 (bei 60 Gramm pro KWh). Oder gar 432´000 Tonnen (bei 160 Gramm pro KWh).
- Neue Schweizer AKWs sollen die viereinhalbfache Leistung von Mühleberg haben. Das heisst, sie verursachen 729´000 (bei 60 Gramm) oder gar 1,95 Millionen Tonnen CO2 (bei 160 Gramm) pro Jahr.
Eines ist sicher: im Vergleich zu Wasser-, Wind- oder Solarstrom schneiden AKWs punkto CO2 schlecht ab.
Alternativenergie erzeugt am wenigsten CO2 - Tatsache ist: Es gibt keinen CO2-freien Strom.
Die Herstellung von Solarzellen etwa verursacht CO2. Der Bau von Wasserkraftwerken und Staudämmen. Der Abbau des Urans, der Bau der AKWs, die (nicht gelöste) Entsorgung der Brennelemente.
Zahlreiche Studien setzen sich mit der Frage auseinander, wie viel CO2 insgesamt in den einzelnen Energieträgern steckt. Einige Zahlen, die allgemein anerkannt sind:
- Solar-, Wasser-, Windenergie: 10 bis 40 Gramm CO2 pro Kilowattstunde.
- Die Wärme-Kraft-Koppelungsanlage im eigenen Keller: 220 bis 250 Gramm.
- Die geplanten Schweizer Gaskombi-Kraftwerke: 330 bis 360 Gramm.
- Neue Braunkohlekraftwerke in Deutschland: 1000 bis 1100 Gramm.
Quelle: blick.ch
Invasion der Giftspinnen
Nach dem Weltklimabericht überschlagen sich die Forderungen der Politiker und Experten: Rückkehr zur Atomkraft, verbesserter Schutz vor sich ausbreitenden Tropenkrankheiten, die Installation von Hitzewarnsystemen. Frankreichs Präsident Chirac verlangt gar eine “Revolution zur Rettung der Erde” .
Berlin, Hamburg - Dies sind große Tage für Umweltpolitiker. Die düsteren Szenarien des UN-Weltklimaberichtes haben das Thema Umwelt mit Macht wieder auf die politische Agenda gesetzt. Selbst Regierungen wie die der USA, die die seit langem bekannten Szenarien bisher weitgehend ignorierte, werden es nun schwer haben, sich gegen Forderungen nach konsequenteren Maßnahmen gegen den Klimakollaps zu verwehren.
Am Tag nach der Vorstellung des Berichtes häufen sich die Forderungen nach internationalen Maßnahmen.
Bundesumweltminister Sigmar Gabriel rief UN-Generalsekretär Ban Ki Moon zum Handeln auf und verlangte einen “Weltklima-Gipfel”. “Das ist ein Menschheitsproblem, mit dem sich auch die Führer der Menschheit auseinander setzen müssen”, sagte Gabriel der Zeitung “Die Welt”.
Das war Ban Ki Moon auch schon aufgefallen: Wenige Stunden nach Veröffentlichung des Berichtes hatte er in einer über die UN verbreiteten Mitteilung zu einem entschlosseneren weltweiten Handeln aufgerufen, “schneller” und “mit größerer Entschiedenheit”.
Der Direktor des UN-Umweltprogramms UNEP, Achim Steiner, schlug einen Weltklimagipfel der Staats- und Regierungschefs vor. An diesem sollten unter anderen auch US-Präsident George W. Bush und die politischen Führer der Schwellenländer China, Indien und Brasilien und strenge Auflagen für die Industrie erreichen. Der französische Staatschef Jacques Chirac forderte angesichts der unheilvollen Warnungen gleich zu einer “Revolution zur Rettung der Erde” auf.
Forderung an Deutschland: Taten statt schöne Reden
Doch angesichts der Daten des Berichtes kann es Experten zufolge nur noch darum gehen, die Folgen des Klimawandels abzumildern - aufhalten lässt er sich nicht mehr. Selbst wenn die Konzentration der Treibhausgase im Jahr 2000 auf dem damaligen Stand eingefroren worden wäre, wäre auf einige Zeit ein Temperaturzuwachs von 0,1 Grad Celsius pro Jahrzehnt zu erwarten, hieß es in Paris…
..weiterlesen: spiegel.de
Öko-Guru fordert Ende der grünen Romantik
Mit provozierenden Thesen sorgt der Brite James Lovelock für Aufsehen: Der einstige Vordenker der Umweltbewegung und Mitbegründer der Gaia-Hypothese fordert ein Ende der “grünen Romantik”. Nur durch Kernenergie lasse sich der Klimawandel noch hinauszögern.
Stephen Hawking, der gelähmte Astrophysiker, hat vor ein paar Tagen in London mit Hilfe seines quäkenden Sprachcomputers vorgetragen, dass der Atomkrieg nicht mehr die einzige existentielle Bedrohung der Menschheit darstelle. Eine fast ebenso große Gefahr gehe nunmehr vom Klimawandel aus; und um diesen abzuwenden, müsse schleunigst alles Menschenmögliche getan werden.
Als James Lovelock davon erfuhr, 350 Kilometer entfernt auf seinem entlegenen Anwesen nahe Cornwall, stieß er laut Luft aus und sagte: “Hawking untertreibt.”
Lovelock ist Chemiker, Erfinder, Autor und querdenkender Öko-Guru. Er war der Erste, der mit Hilfe eines selbstkonstruierten Detektors die ozonfressenden Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW) in der Atmosphäre nachgewiesen hat. Vor allem aber ist er der Begründer der legendären “Gaia-Hypothese”, wonach der Planet (von ihm nach der griechischen Göttin der Erde “Gaia” genannt) all seine Regelkreise zu Land, zu Wasser und in der Luft stets so steuert, dass er das Leben erhält - fast so, als wäre er selbst ein lebendiger Organismus.
Das hörte sich nach New Age an; und so reagierten seine Forscherkollegen anfangs verschreckt. Mittlerweile aber bilden seine Gedanken nicht nur das Fundament der Öko-Bewegung, sondern, unter neuen Namen, auch der “Erdsystemwissenschaften”.
Genau dieser Lovelock verkündet nun ebenso düstere wie provozierende Nachrichten für die Bewohner der Erde. Das 21. Jahrhundert, sagt er, werde kein gutes. Der vom Menschen gemachte Klimawandel, so behauptet er, werde weite Teile der Welt verheeren; um das Jahr 2100 werde gerade noch eine Milliarde Menschen existieren - vielleicht sogar nur die Hälfte.
Lovelock ist 87 Jahre alt und froh, dieser Zukunft zu entgehen (allerdings hat er neun Enkel). Manchmal fühlt er sich wie ein Römer um das Jahr 480, der mit ansieht, wie das ewige Rom zerrinnt. Oder er fühlt sich wie ein Arzt, der eine Todesdiagnose überbringt. Und manchmal genießt er es wohl auch, wie er als weltweit gefragter Prophet des Untergangs sein Publikum verstört. “Selbst ein Atomkrieg”, sagt Lovelock, “würde nicht den Grad an weltweiter Zerstörung verursachen, den die globale Überhitzung anrichten wird.”
Keine Macht der Welt, kein Forscher, kein Politiker, kein verzichtleistender Konsument, weder Emissionshandel, Windenergie oder Biotreibstoff könne den Niedergang verhindern. Allenfalls lasse er sich ein wenig hinauszögern - vor allem durch den massiven Ausbau der Kernenergie.
Solche kühnen Thesen vertritt Lovelock in einem schlafraubenden Schock-Buch, das im Februar auf Deutsch erscheint*. Die Menschheit, so sein Fazit, müsse “den geordneten Rückzug” antreten - um mit kluger Planung und Technik wenigstens ihr kostbarstes Gut zu retten: die Zivilisation selbst.
So weit wie der kämpferische Greis geht kaum ein seriöser Klimaforscher oder Politiker. Immerhin beginnt sich die zivilisierte Welt aber nun ernsthaft für die Abwehrschlacht zu rüsten. Auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos war der Klimawandel vorige Woche ein beherrschendes Thema. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ermahnte ihre Amtskollegen, sich um ein neues Klimaabkommen zu kümmern. Der Vertrag von Kyoto läuft 2012 aus, ein Nachfolger ist nicht in Sicht.
Vergangene Woche haben die Chefs von Weltkonzernen wie General Electric, DuPont oder Alcoa in einem Brief an US-Präsident George W. Bush einschneidende Maßnahmen zum Klimaschutz angemahnt.
Dafür war Bush bislang stets taub, doch immerhin nannte sogar er den Klimawandel plötzlich eine “ernsthafte Herausforderung”.
Apokalyptiker Lovelock ist davon nur mäßig beeindruckt. Der alte Herr sitzt in seinem Arbeitszimmer auf seinem Anwesen, knabbert Kekse und trinkt Kakao. Der Bach draußen sei früher nahezu jedes Jahr zugefroren gewesen, erzählt er, doch seit 1991 sei das nicht mehr geschehen. Der erste kommerzielle Olivenhain Englands ist gerade angepflanzt worden, auch der englische Weinbau macht Fortschritte. In Kent, ehemals der mild temperierte Vorzeigegarten Englands, werden Skorpione heimisch. Palmen, Eukalyptus und Sonnenblumen, so melden Botaniker, gehöre auf englischem Boden die Zukunft.
Die Welt brauche andere Politiker, meint Lovelock. Sie müssten das Unvermeidliche endlich akzeptieren und aufhören, so zu tun, als könnten sie es noch aufhalten.
Die britische Umweltbehörde hat im November eine Liste veröffentlicht von 100 Menschen, die sich verdient gemacht haben um die Rettung der Welt. Der Gaia-Nostradamus steht da immerhin auf Platz fünf - noch vor grünen Aktivisten wie Al Gore oder Prinz Charles. Frankreichs Präsident Jacques Chirac hat ihm gerade einen Sitz angeboten in einem hochrangigen französischen Klima-Komitee. Im Februar reist Lovelock nach Paris.
Dort findet seit heute ein Ereignis statt, das die Erwärmungsdebatte weiter anheizt: Das Klimaforschergremium “Intergovernmental Panel on Climate Change” (IPCC) stellt den nunmehr vierten Weltklimabericht vor (den ersten seit 2001).
Ihre Ergebnisse spiegeln den Konsens von mehr als 2500 Forschern und Regierungsmitarbeitern aus mehr als 130 Nationen: Zweifel am menschengemachten Treibhauseffekt gibt es nicht mehr. Eisberge und Gletscher schmelzen, der Meeresspiegel steigt, die Luft und die Ozeane werden wärmer. Bis 2100, so haben die Klimatologen errechnet, wird die Durchschnittstemperatur auf Erden gegenüber der vorindustriellen Zeit um 2 bis 4,5 Grad Celsius zulegen. Das wahrscheinlichste Szenario geht von einer Zunahme um 3 Grad Celsius aus.
Immerhin haben die IPCC-Forscher auch eine gute Nachricht parat. Sie haben ihre Vorhersage über den maximalen Anstieg des Meeresspiegels bis Ende des Jahrhunderts überraschend deutlich nach unten korrigiert - von 88 Zentimeter auf nur noch 43 Zentimeter.
Der weiter reichende Ausblick ist weniger günstig: Allein die von Menschen während des 21. Jahrhunderts freigesetzten Treibhausgase werden den Meeresspiegel die nächsten 1000 Jahre weiter ansteigen lassen. So lange wirken die Gase in der Atmosphäre nach.
Was all dies für das Leben auf Erden bedeutet, wird Anfang April die Arbeitsgruppe II des IPCC analysieren. Der brisanteste Bericht erscheint Anfang Mai: Dann wird Arbeitsgruppe III erklären, was die Menschheit noch auszurichten vermag.
Gaia, so will Lovelock erkannt haben, bemühte sich in der Vergangenheit stets, die Lebensverhältnisse auf Erden konstant zu halten. Obwohl die Sonne jetzt 30 Prozent stärker strahlt als zur Geburt des Planeten, ist es nicht 30 Prozent wärmer geworden. Die Erde reguliere ihre Betriebstemperatur über das Zusammenspiel von Boden, Wasser, Luft, Pflanzen, Bakterien und allem Getier. Doch plötzlich kam “die Menschenepidemie”, wie Lovelock sagt, und in dem Maße, wie sie Wälder rodete und Landwirtschaft betrieb, beraubte sie Gaia ihrer Reparaturinstrumente.
Ein Fieber habe Gaia erfasst - und eine neue geologische Ära eröffnet, in der sich verhängnisvolle Effekte selbst verstärken: Es wird wärmer, weil es wärmer wird. Und irgendwann, so Lovelock, schwömmen im Arktischen Ozean wieder die Krokodile wie vor 55 Millionen Jahren.
“Unsere Lage”, orakelt Lovelock, “ähnelt der eines Bootes, das kurz vor den Niagarafällen seinen Motor verliert. Welchen Sinn macht es, die Maschine noch zu reparieren?” Um zu retten, was zu retten ist, müsste die Welt einen ganz neuen Weg einschlagen - vor allem weg von “grüner Romantik”.
Für die Lieblingsthemen der Grünen wie “nachhaltige Entwicklung” oder “erneuerbare Energien” hat Lovelock nur Hohn übrig: “Das ist gutgemeinter Irrsinn.” Niemals würden Wind- oder Solarenergie den weltweiten Energiebedarf auch nur
annähernd decken können. Allein China nehme alle fünf Tage ein weiteres großes Kohlekraftwerk in Betrieb, wodurch das Klima zusätzlich belastet werde. Zu verhindern sei dies nur durch einen massiven weltweiten Ausbau der Atomenergie.
Die sichere Versorgung mit Elektrizität, sagt Lovelock, sei die Schlüsselfrage für das Überleben auf einer wärmeren Erde. Die Risiken der AKW reißen ihn dabei keineswegs aus dem Schlaf.
“Wo sind denn die Massengräber von Tschernobyl?”, fragt der Provokateur. Höchstens ein paar tausend Menschen seien nach dem Super-GAU von 1986 umgekommen - ein kleines Opfer, rechnet er zynisch vor, verglichen mit den Millionen, die dem CO2 zum Opfer fallen würden. Auch sei der kompakte Atommüll weitaus leichter zu beherrschen als die fast 30 Milliarden Tonnen CO2, die jetzt jedes Jahr aus fossilen Brennstoffen in die Atmosphäre entweichen.
“Fanatische Grüne”, die Atomstrom mit Atombomben verwechselten, hätten diese Energiequelle diskreditiert. Gutmenschen sorgten sich über Pestizidreste in Bananen und über Krebs durch Handys, aber die CO2-Vergiftung nähmen sie hin. Lovelock: “Sie sieben die Mücken aus und schlucken ohne weiteres Kamele.”
Ein wenig Hoffnung lässt Lovelock seinen Lesern dann doch. Mit den Mitteln der Technik, so schreibt er, könnten die Menschen ihre Not lindern. Ingenieure sollten zum Beispiel Düsentriebwerke entwickeln, die Spuren von Schwefel im Kerosin vertragen. Das sei der einfachste Weg, Schwefel-Aerosole in der Stratosphäre auszubringen. Dort würden sie Sonnenlicht zurück in den Weltraum strahlen und so zur Kühlung der Erde beitragen. Riesenhafte Spiegel im All seien eine weitere Option.
Und doch könne all dies nicht verhindern, dass die Krankheit des Planeten weiter voranschreite. Lovelocks Diagnose: keine Hoffnung auf Heilung.
Aber wie fast alle Untergangspropheten wird er nicht mehr erleben, wenn er sich geirrt hat.
Quelle: Spiegel.de
US-Regierung soll Berichte über Klimawandel manipuliert haben
Amerikanische Wissenschaftler erheben schwere Vorwürfe gegen die US-Regierung. Sie seien bedrängt worden, aus Berichten Begriffe wie “Klimawandel” oder “Erderwärmung” zu entfernen.
Washington - Es gebe “neue Beweise für die Unterdrückung und Manipulation von Klima-Wissenschaftlern”, erklärten zwei Interessengruppen. Die Organisationen Union of Concerned Scientists und das Government Accountability Project legten einem Kongressausschuss heute einen entsprechenden Bericht vor.
Die Regierung habe versucht, die Bedrohungen durch die globale Erwärmung herunterzuspielen und Wissenschaftler systematisch unter Druck gesetzt. Betroffen seien sieben Bundesbehörden. Fast die Hälfte von über 300 befragten Experten, die für verschiedene Behörden der Regierung gearbeitet haben, berichteten demnach über Manipulationsversuche in den vergangenen fünf Jahren.
Sie seien gedrängt worden, Begriffe wie “Klimawandel” oder “Erderwärmung” aus ihren Texten zu entfernen, betonte ein Sprecher der Organisationen bei einer Anhörung im Kongress. Kontakte zu den Medien seien streng reglementiert worden.
Der Kongressausschuss hat für die Anhörung mehr als drei Dutzend Dokumente zu den Klimaprogrammen des Weißen Hauses und der US-Umweltschutzbehörde angefordert. Als Zeuge aussagen sollte unter anderem ein Mitarbeiter der Raumfahrtbehörde Nasa. Erwartet wurde auch ein ehemaliger ranghoher Mitarbeiter des Büros, das die Klimaprogramme der Regierung koordiniert. Rick Piltz hatte seine Stelle im Jahr 2005 gekündigt, weil nach seiner Darstellung die Unterlagen von Wissenschaftlern zu Klima-Themen von Beamten redigiert wurden, um ihren Inhalt abzuschwächen.
Quelle: Spiegel.de
Forscher sagen für Sydney Klima-Katastrophe voraus
Klimaforscher haben ein katastrophales Szenario für Sydney berechnet: Die Durchschnittstemperatur in der australischen Metropole steigt bis 2070 um fünf Grad, Buschfeuer verwüsten das Umland, Riesenwellen tragen die Strände ab.
Sydney - Die Prognosen für den Rest der Welt klingen derzeit dramatisch genug, für Sydney aber muten sie geradezu apokalyptisch an. Neue Klimaberechnungen prophezeien der australischen Metropole einen deutlichen Anstieg der Zahl der Hitzetoten, verheerende Buschfeuer und Riesenwellen, die Strände abtragen und Häuser zerstören.
Der heute veröffentlichten Regierungsstudie zufolge wird die Durchschnittstemperatur in der Stadt bis 2030 um 1,6 Grad und bis 2070 um 4,8 Grad Celsius steigen - von derzeit 26 auf dann 31 Grad. Im Sommer, in dem derzeit oft mehr als 35 Grad erreicht werden, könne es bis zu sieben Grad heißer werden. Sollten die Bewohner ihren Wasserverbrauch in den nächsten 20 Jahren nicht halbieren, könnte Sydney nicht mehr zu versorgen sein.
Die Zahl der Hitzetoten unter Sydneys vier Millionen Einwohnern werde von zuletzt 176 pro Jahr auf über 1300 im Jahr 2050 steigen, heißt es in dem zwölfseitigen Bericht. Ohnehin bereits gefährdete Pflanzen und Tieren im Umland könnten aussterben; in neun von zehn Jahren werde Trockenheit herrschen - bisher gibt es im Schnitt alle drei Jahre eine Dürre.
Zugleich werden der Studie zufolge die mittleren Niederschlagsmengen bis 2070 um 40 Prozent fallen und der Meeresspiegel um 20 Zentimeter steigen. Die Folgen: Gewaltige Wellen von mehr als 20 Metern Höhe werden über die Küsten des Bundesstaats New South Wales hereinbrechen, die Strände abtragen und Luxusvillen am Strand zerstören. Die Erwärmung bringe zudem mehr Stürme mit sich, die unter anderem die alljährlich auftretenden Buschfeuer kräftig anfachen und stärker als bisher in die Vorstädte treiben würden…
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US-Militär stellt Mikrowellen-Kanone vor
Das US-Militär macht Ernst mit seinen Plänen zum Einsatz von Energiewaffen. Eine Mikrowellen-Kanone, die bei Menschen unerträgliche Schmerzen verursacht, soll künftig in Krisengebieten - etwa im Irak - Demonstranten und potentielle Angreifer in Schach halten.
Eigentlich müsste der “Sheriff” schon längst im Irak für Ruhe und Ordnung sorgen, wären die Pläne des US-Militärs wahr geworden. Ihnen zufolge sollte das “Active Denial System” - auch “Projekt Sheriff” genannt - im Juli 2005 an die Truppen im umkämpften Zweistromland ausgeliefert werden. Doch erst jetzt hat das US-Militär erstmals eine funktionsfähige Version der Waffe vorgestellt, die nun spätestens 2010 zum Einsatz kommen soll.
Hinter dem harmlos klingenden Namen “Active Denial System” (ADS) verbirgt sich ein Waffensystem, das über eine flache Antenne gebündelte Mikrowellen aussendet. Menschen, die von den Strahlen getroffen werden, sollen brennende Schmerzen erleiden - als stünden sie in Flammen.
Zwei Soldaten und zehn Reporter durften das jetzt am eigenen Leib erfahren: Sie haben sich bei der Präsentation auf der Moody Air Force Base im US-Bundesstaat Georgia freiwillig als Ziele zur Verfügung gestellt. Einer der Journalisten berichtete anschließend von heftigen Schmerzen. Das Gefühl habe an einen Hitzestoß aus einem heißen Ofen erinnert. Er habe sofort Deckung gesucht - trotz mehrerer Schichten warmer Winterkleidung.
Nach Angaben des Pentagons erhitzen die Mikrowellen die Haut der Getroffenen auf 50 bis 55 Grad Celsius. Die Strahlung mit einer Frequenz von 95 Gigahertz dringe aber nur 0,4 Millimeter tief in die Haut ein, so dass keine Gefahr bleibender Schäden bestehe. Die Strahlung handelsüblicher Mikrowellenherde könne dagegen mehrere Zentimeter tief ins Gewebe eindringen…
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