Die Blumeninsel
Der Film handelt vom Umgang mit Menschen, Tieren und Nahrungsmitteln.
Furtado lässt uns lachen, bevor uns das Lachen mit genau derselben Konsequenz im Hals stecken bleibt.
Von den 61 Millionen Tonnen Tomaten, die weltweit jährlich angebaut werden, folgt der Filmemacher einer ausgewählten brasilianischen, gepflanzt von einem Japaner, von der Plantage, über den Supermarkt und die Küche bis hin zur „Blumeninsel“, dem Müllplatz von Porto Alegre.
Was diese Müllkippe mit den Tomaten des Herrn Suzuki, dem Parfüm von Frau Anete, der “freien” Marktwirtschaft in Brasilien und dem Weltmarkt überhaupt zu tun hat, veranschaulicht dieser Film irrer Form.
Siehe auch:
- Die Freiheit der Wahl @video.google
- Die Blumeninsel - oder warum die Menschen nach den Schweinen kommen @uni-koeln.de
Freitag, 4. Juli 2008
Hier einige gesammelte Links der letzten Tage, deren (möglicherweise lediglich subjektive) Wichtigkeit höchstwahrscheinlich wieder einmal im alltäglichen Durcheinander untergeht.
Angefangen mit einem bemerkenswerten, themenübergreifenden Beitrag von Gert Flegelskamp auf seiner Seite www.flegel-g.de.
Einige Auszüge:
..Die Vorkommnisse in den USA (11.9.) oder auch in Großbritannien (U-Bahn Anschläge) werden als Beweise angeführt, aber eine wirkliche Aufklärung der Vorgänge wird explizit verhindert. Man geht davon aus, dass die Bevölkerungen mehrheitlich nie auf die Idee kommen würden, dass die eigenen Regierungen solche Massaker veranstalten, aber mich erinnern die Vorgänge um die al Qaida fatal an Gladio. In Gladio waren die meisten europäischen Länder, die NATO und die CIA verwickelt und lediglich in Italien haben einige Politiker ihre Verquickung zugegeben oder besser gesagt, dort konnten die Verquickungen der Politiker mit den Aktivitäten durch Gladio absolut bewiesen werden. Dass alle EU-Länder incl. CIA und NATO darin verwickelt waren, wurde zwar nach der Aufdeckung bestätigt, brachte aber keine Politiker, keine Geheimdienstler und keine NATO-Beamte auf die Anklagebank. Die Geheimoperation von Gladio wurde lediglich als beendet erklärt. Bis heute ist nicht eindeutig geklärt, ob das Massaker auf dem Oktoberfest 1980 Gladio zuzuordnen ist oder nicht. Seltsam, einer der Drahtzieher in der BRD, der bereit war, auszusagen, wurde einen Tag vor der Vernehmung durch den Staatsanwalt in seiner Zelle erhängt aufgefunden. Angeblich wurde Gladio 1990 aufgelöst. Wirklich?
Eines hat Gladio bewiesen: Politiker sind bereit, für die Erzeugung einer bestimmten Stimmung in der Bevölkerung Anschläge gegen das eigene Volk zu veranlassen und haben mit den eigenen Geheimdiensten immer eine echte Terrorgruppe an der Hand, die solche Anschläge planen und durchführen. Die Anschläge des 11.9. und die U-Bahn Anschläge in London, weisen eine Menge Ungereimtheiten auf. Zahlreiche Indizien deuten darauf hin, dass diese Anschläge von den eigenen Regierungen beauftragt und im Auftrag der eigenen Geheimdienste ausgeführt wurden. Man verlässt sich darauf, dass diejenigen, denen diese Ungereimtheiten auffallen, in der Regel eine Minderheit darstellen und die Mehrheit der Bevölkerung die offizielle Version schluckt…
..Familie? Heute doch weitgehend mit einem Kino vergleichbar. Zumindest am Abend sitzt man gemeinsam vor der Flimmerkiste (von wenigen Ausnahmen abgesehen). Mag das Programm auch grottenschlecht sein, man schaut es sich an. Dass damit eine gezielte Beeinflussung betrieben wird, erreicht das Bewusstsein der meisten Menschen nicht mehr. Fernsehen verengt die Wahrnehmungsfähigkeit und schottet die Menschen voneinander ab. Fragen sie die Menschen nach bestimmten Schauspielern oder Filmen und Sie bekommen detaillierte Antworten. Aber fragen Sie sie nach bestimmten politischen Ansichten oder Ereignissen und sie geraten ins Stottern. Fragen Sie die Menschen auf der Straße nach der Funktionsweise des Rentensystems und Sie werden nur Wenige finden, die eine halbwegs vernünftige Aussage machen können, aber sie werden viele Antworten bekommen, die auf die Propaganda der Medien und der Think Tanks schließen lässt. Dabei geht uns dieses Thema alle etwas an.
Wenn Angela Merkel behauptet, dass die Arbeitslosen die Stromkosten ersetzt bekommen, schreien nur die Arbeitslosen auf, denn sie wissen es besser. Wenn Herzog behauptet, die Alten plündern die Jungen aus, fallen diese Aussagen auf fruchtbaren Boden, obwohl eigentlich für jeden sichtbar die Alten seit Jahren ausgeplündert werden und sich die Plünderung in der Zukunft für die heute Jungen verheerend auswirkt, nicht wegen der Schuld der Alten, sondern wegen einer aggressiven Politik gegen die Bevölkerung.
Demokratie überzeugt nicht mehr konnte man in den verschiedensten Zeitungen lesen. Aber diese Aussage ist so falsch, wie der Hinweis auf die Demokratie in diesem Land. Es gibt sie nicht, die viel zitierte Demokratie. Mir hat dieser Kommentar zu dem Artikel gefallen, drückt er doch aus, was die Wirklichkeit ist…
Den vollständigen Beitrag hier lesen.
Wissenswertes zur Beeinflussung durch Medien und Werbung:
- “Werbung hinterlässt Spuren” - Psychiater warnt: Werbung macht Kinder unglücklich
- Duftfrausch im Supermarkt: Lockstoffe verleiten zum Kauf
- Hirnforschung und Medien - Wie uns das Fernsehen zu Kindern macht
- Medien und ihre Macht der Manipulation
- TV ist das Delirium des 21. Jahrhunderts
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Weiterhin aktuell, der Iran und sein Atomprogramm, bzw. die Drohgebärden des Westens/Israel dagegen. Dazu einige Artikel der letzten Tage:
Pentagon: Israel wird Iran bald angreifen
ABC meldet, dass ein israelischer Angriff noch in diesem Jahr möglich sei. Der US-Fernsehsender beruft sich auf einen Sprecher des Pentagon…..Der Pentagon Sprecher spezifizierte zwei mögliche Gründe, wann die Israelis zuschlagen würden:
Der erste sei, wenn die Urananreicherungsanlage im iranischen Nantaz genügend angereichertes Uran produzieren könne. Nach israelischen Geheimdienstinformationen sei dies aber erst in 2009 möglich. Das Überschreiten der “roten Linie” wäre jedoch nicht, wenn die Iraner dazu in der Lage seien, sondern bevor sie die Möglichkeit dazu hätten. Und das spräche für einen Angriff noch in 2008.
Die zweite “rote Linie”, die nach Überschreiten einen Krieg auslösen könnte, wäre der Erwerb von SA-20 Luftverteidigungssystemen aus Russland. Die Israelis würden vorher angreifen, weil nach Installation des Abwehrsystems ein Angriff schwieriger sei.
- Pentagon: Israel wird Iran bald angreifen
- Gerüchte über Angriff Israels auf Iran brodeln weiter
- Gesucht: Kriegsgrund gegen den Iran
- “Töten und entführen” - CIA-Kommandos im Iran
..Ausgeführt wurden diese durch den Kongress legitimierten Aktionen durch “Stellvertreter”- (”proxy”-) Armeen, also Söldnermilizen, angeführt nach Angaben der Bush-Regierung ausschliesslich durch Agenten der CIA.
Rekrutiert werden die Söldner u.a. aus der arabischen Minderheit der Ahwazi und der Balutschen, die sowohl auf dem Territorium der Atommacht Pakistan, als auch im Iran leben. Auch ist von einer “obskuren Basis im Westen von Afghanistan” (”obscure base in western Afghanistan”) die Rede, von der die Operationen im Iran ausgehen.
Seit Herbst 2007 dringen US-geführte Kommandos auf Befehl des Präsidenten George Bush aus Irak und Afghanistan regelmässig in den Iran ein um Mitglieder eines Zweigs iranischen Militärs, der “Revolutionsgarden” zu entführen und zwecks Verhören nach Irak zu schaffen.
Ebenso fungieren sie als Todesschwadronen, welche “hochrangige Ziele” in den Iran “verfolgt” (”hot pursuit”) und durch gezielte Exekutionen ausschaltet…..Nun ist aber innerhalb des US-Militärs und in den Fluren von Washington bekannt geworden, dass ausser den CIA-geführten Einheiten auch hochgeheime Spezialkommandos des US-Militärs vom “Joint Special Operations Command” (JSOC) auf direkten Befehl von Präsident Bush und unter direkter Kontrolle von US-Vize Dick Cheney im Iran operieren.
Diese Einsätze wurden in den letzten Monaten massiv ausgeweitet und erfolgten ohne Wissen, Zustimmung oder Kooperation von Kongress, US-Zentralkommando CENTCOM und sogar US-
Verteidigungsminister Robert Gates…
- Die Hersh-Bombe
- USA richten Militärstützpunkte an Grenze zu Iran ein
- “Niemals hat Iran Israel mit Angriff gedroht”
- Atomstreit in Nahost - Israel fürchtet den Erstschlag
- Ein Angriff auf den Iran lohnt sich kaum
- «Der Iran zeigt Israel seine eigenen Widersprüche auf»
- Geraten die Börsen in den Vorkriegsmodus?
- Iran ‘digging 320,000 graves for invaders’
Ein Krieg zwischen einer US-geführten Allianz und dem Iran wird wahrscheinlicher. Nach Presseinformationen hat die Regierung in Teheran jetzt einen „passiven Verteidigungsplan“ in Kraft gesetzt. Bislang sind jedoch nur Andeutungen über den Umfang der Abwehrmaßnahmen an die Öffentlichkeit durchgedrungen. Zugleich will der US-Fernsehsender ABC Informationen über einen Zeitplan für den möglichen Angriff erfahren haben. Die Regierung in Washington dementierte dies. Ein US-Marinekommandant äußerte dagegen sogar, die Nato-Verbündeten sollten sich auf einen Krieg vorbereiten…
- Iran setzt „passiven Verteidigungsplan“ in Kraft
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Weiter. Bin Laden - Pakistan hat offenbar “grünes Licht” gegeben, und die CIA darf sich endlich auch offiziell dort austoben.
CIA-Bericht - Bin Laden wird bald sterben
Lange war es ruhig um Osama bin Laden. Der Terrorfürst ist abgetaucht. Irgendwo in den Bergen Afghanistans wird der Chef der Terrororganisation Al Qaida vermutet. Die USA können die Jagd nach bin Laden bald aber womöglich aufgeben. Denn der Terrorist hat offenbar nur noch wenige Monate zu leben…
..wenn er nicht bereits längst tot ist.
..Wir wetten auf das Ergebnis: Im Laufe des Jahres, noch vor den Wahlen in den USA, wird ObL angeblich gefunden, zerpulvert und erledigt. Da man nach der Bombardierung wohl nur noch Reste eines verbrannten Turbans finden wird, kann man natürlich viel behaupten…
- Bin Laden wird bald sterben
- Bombenstimmung beim CIA
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Sonstige lesenswerte und interessante Funde der letzten Tage:
- Wie die Tagesschau den Kriegshaushalt 2009 schönredet
- “Der Mensch braucht keinen Krieg!”
- Die Amerikanisierung der Finanzmärkte und ihre Folgen
- Gazprom-Chef: Verdopplung der Gaspreise auf 1000 Dollar möglich
- Weniger ist mehr? - Die Turbomilchkuh
- Kollaps der weltweiten Fischerei
- Irre: Forscher wollen natürliches Nährstoffgas Kohlendioxid unter der Erde lagern!
- „Kein Blut auf meinem Handy“
- Griechenland und die Freimaurerei
- Google muss Youtube Log-Dateien preisgeben
Abschliessend: Die vier Regeln des Kapitalismus ->
Der Kapitalismus ist eine tolle Sache! Er hat uns Mikrowellen, Farbfernseher, HiFi-Anlagen, Geschirrspülmaschinen, Handys, Faxgeräte, Quarzuhren, Autos mit Airbag und ABS, Playstations und Nintendo, Satellitenschüsseln, unzählige Fernsehkanäle, Filme auf Video und DVD, Surround Sound, Digitalkameras, Computer, das Internet und viele andere schöne und nette Sachen beschert. Wie hatte man nur früher ohne diese Dinge auskommen und glücklich sein können? Man ist geneigt, von einer Erfolgsstory zu sprechen. Was bedeutet nun konkret Kapitalismus? Wie bei allen Ismen verrät schon allein der Name den Sinn der ganzen Veranstaltung und man möchte vom Angepriesenen logischerweise auch möglichst viel besitzen. Beim Sozialismus möchte man möglichst viel an Sozialem haben, beim Nationalsozialismus an Nationalem, beim Islamismus oder Katholizismus möglichst viel an richtigem Glauben, beim Kommunismus Kommunales, also möglichst viel an “allen gehört alles” und beim Kapitalismus natürlich möglichst viel an Kapital, um daraus mehr und immer mehr zu machen. Und deshalb ist der Kapitalismus auch so schön, denn wer hätte nicht gerne immer mehr davon - Sie etwa nicht? …
..hier weiterlesen.
Bis die Tage! ![]()
Bibel und Koran - Wie ähnlich sich die Heiligen Schriften sind
Die einen stellen die Botschaft des menschgewordenen Sohn Gottes, Jesus Christus, in den Mittelpunkt. Die anderen stützen ihren Glauben auf die Lehren des Propheten Mohammed. Doch trotz vieler Unterschiede haben die beiden großen Weltreligionen, das Christentum und der Islam, mehr gemeinsam, als oft angenommen wird.
Vor allem orientieren sich die Gläubigen beider Religionen jeweils an einer Heiligen Schrift: Für die Christen ist es die Bibel, für die Muslime der Koran. Beide Bücher sind jahrtausendealte Schriften. Doch ihre Botschaft ist nicht immer ganz eindeutig, weshalb ihre Inhalte auch zum Teil unterschiedlich ausgelegt werden.
Die Texte des Alten und des Neuen Testaments stammen aus der Zeit zwischen 600 vor und 500 nach Christus. Der Koran wurde dagegen später verfasst: Seine Verse entstanden mehr als 100 Jahre nach den jüngsten Texten der Bibel.
Bibel und Koran - Gebote des einen Gottes
Nach muslimischem Glauben hat Mohammed auf dem Berg Hira in der Wüste der arabischen Halbinsel, nahe Mekka, eine Begegnung mit dem Engel Gabriel gehabt. Dieselbe Gestalt wird von den Christen als der Erzengel Gabriel verehrt. Mohammed erhält von dem Engel die Botschaft Allahs. Sie besagt, dass Allah der einzige Gott ist und Mohammed sein Prophet. Dies war die Geburtsstunde des Islam. Die Botschaft des Engels gibt Mohammed im Laufe seines Lebens an diverse Autoren des Korans weiter, er selbst ist vermutlich Analphabet gewesen. Nach dem Tod des Propheten wurden die Texte in Abschnitten, so genannten Suren, zusammengefasst.
Die Bibel existiert zu dieser Zeit bereits. Sie und der Koran haben dieselben Wurzeln, viele ihrer Geschichten ähneln sich. Beide Bücher berichten über Jesus, Moses, Johannes den Täufer sowie zahlreiche Menschen und Ereignisse aus dem jüdischen Talmud.
Zwei Varianten des Sündenfalls
Beide Lehren kennen nur einen Gott, der gleichzeitig der Schöpfer der Welt ist. Sowohl in der Bibel als auch im Koran erschafft Gott das Licht, das Wasser, die Pflanzen, die Tiere und schließlich den Menschen.
Die Beschreibung des Sündenfalls ähnelt sich in beiden Büchern sehr. Sowohl Koran als auch Bibel berichten von Adam und Eva. Allerdings überredet in der Bibel die Schlange Eva zum Essen der verbotenen Frucht. Danach verführt Eva Adam zur Sünde. In der Bibel hat also die Frau zuerst gesündigt. Ein wenig anders erzählt der Koran dieselbe Geschichte: Nicht Eva verführt Adam, sondern Satan selbst. Er bringt Mann und Frau gleichzeitig zu Fall. Anders als in der Bibel ist Eva nicht die Verführerin, sondern die – gleichberechtigte – Verführte.
Eine weitere Parallele zwischen beiden Büchern ist die Tatsache, dass Moses für Christen und Muslime ein wichtiger Gesandter Gottes und eine Schlüsselfigur ist: Er überbringt den Gläubigen beider Religionen die zehn Gebote Gottes. Jene Grundwerte verbinden Islam, Christentum und das Judentum unwiderruflich.
Bibel und Koran - Grundgedanke der Nächstenliebe
Auch Jesus taucht sowohl in der Bibel als auch im Koran auf. Für die Christen ist er der menschgewordene Sohn Gottes, der vom Tode auferstand und in den Himmel fuhr. Im Koran nimmt Jesus ebenfalls eine zentrale Rolle ein – als Prophet und Vertreter des Evangeliums. Daneben sind in beiden Büchern solche angeblichen göttlichen Wunder wie Marias Empfängnis und die Jungfrauengeburt überliefert.
Rechtfertigt der Koran Gewalt?
Vor allem ähneln sich die Botschaften von Bibel und Koran in ihren Grundgedanken. Nächstenliebe und Fürsorge spielen dabei eine tragende Rolle. Die Menschen sollen sich gegenseitig kein Leid zufügen und einander respektieren. Das Problem: Beide Bücher lassen sich jeweils auch unterschiedlich auslegen. Beispielsweise rechtfertigen islamitische Fundamentalisten ihre Gewalttaten mit Stellen aus dem Koran. Derjenige, der in Allahs Namen einen Krieg geführt hat, stehe bei Gott in höherem Ansehen und komme ins Paradies – so heißt es in einer Sure des Korans, die allerdings auf mehrere Arten gedeutet werden kann. Ist dieser Satz tatsächlich eine göttliche Rechtfertigung für Gewalt? Um die Aussage richtig einschätzen zu können, muss man auf die Geschichte des Islam zurückblicken. Auslöser für die Sure ist die Situation der jungen muslimischen Gemeinde vor 1400 Jahren.
Die Schlacht bei Badr
In der Schlacht bei Badr kämpften die Muslime gegen das herrschende Volk der Mekkaner. Denen missfiel die damals neue Lehre Mohammeds, dass es nur einen Gott gäbe. Denn sie selbst verehrten zu jener Zeit mehr als 360 Götter. Die religiösen Oberhäupter Mekkas sahen Mohammed und seine Anhänger als Bedrohung ihres Polytheismus an und vertrieben sie auf brutale Weise aus der Stadt. Die Muslime flohen durch die Wüste nach Medina, beratschlagten dort und fassten den Entschluss, sich gegen die Mekkaner zur Wehr zu setzen. Allah, so glaubten sie, würde diese Selbstverteidigung unterstützen. Im Koran wird von dieser Begebenheit berichtet.
Heute dient diese Koranstelle religiösen Extremisten oft als Rechtfertigung für ihren „Heiligen Krieg“. Allerdings widerspricht diese Interpretation dem Grundgedanken der Selbstverteidigung – und steht somit im Widerspruch zu den Lehren Mohammeds.
Quelle: weltderwunder.de
Showdown mit Iran - Kein Ausweg mehr?
Vordergründig scheint es um Irans Atomprogramm zu gehen. Doch in Wirklichkeit dreht sich alles um Macht und Einfluss im Nahen und Mittleren Osten. Die USA und Iran haben sich in Positionen manövriert, die kaum noch einen Ausweg lassen und geradewegs auf einen neuen Krieg am Golf zusteuern. Die Dokumentation “Showdown mit Iran” zeigt die starren Haltungen der Hardliner auf beiden Seiten.
Zu Wort kommt General Mohammed Jafari, stellvertretender Leiter des Nationalen Sicherheitsrates in Iran. “Jedem, der uns angreift, wird es Leid tun”, sagt er in seinem ersten Fernsehinterview. Jafari war vor einem Jahr Ziel einer Razzia amerikanischer Spezialeinheiten im Irak, weil er dort angeblich Terroristen trainierte und unterstützte.Jafari entkam und sass wenige Monate später bei einer internationalen Konferenz US-Aussenministerin Condoleezza Rice gegenüber. Auf der anderen Seite, in Washington, werden die Stimmen der Falken immer lauter, die noch vor Ende der Amtszeit von Präsident Bush den Einmarsch in den Iran fordern. “Die Diplomatie versagt, dem Iran muss eine Lektion erteilt werden”, sagen sie.
Dezidiert zeigt die Dokumentation die geheimen Strategien auf, mit denen beide Seiten die Situation eskalieren lassen. Teheran unterstützt mit Waffen und Sprengstoff massiv Terroristen im Irak. Die USA dagegen schützen und stärken die MEK, eine fast vergessene, ebenso extremistische Splittergruppe von Mujaheddin im Irak und inIran, um das Land zu destabilisieren und die Regierung in Teheran zu schwächen. Der Konfrontationskurs Washingtons und der Einmarsch in den Irak hat die Reformkräfte in Iran geschwächt und massgeblich dazu beigetragen, den Hardliner Ahmadineschad in Teheran an die Macht zu bringen, so eine These des Films.
Die Kriege am Golf haben den Mittleren Osten gravierend verändert, sagen Analysten - zugunsten des Iran. Kein Wunder, dass genau jene Falken, die Amerika in den Irakkrieg trieben, auch jetzt wieder die Kriegstrommeln schlagen. Nur das Desaster im Irak, so der Iran-Experte Hillary Mann, hat verhindert, dass schon heute amerikanische Soldaten im Iran stehen.
Wer ist eigentlich Monsanto?
Der US-amerikanische Konzern Monsanto ist ein auf die Herstellung von Pestiziden, chemischen Düngemitteln und herkömmlichen sowie gentechnisch verändertem Saatgut spezialisiertes Unternehmen.
Der Konzern hat aber bei Weitem nicht nur wegen der grünen Gentechnik auf sich aufmerksam gemacht. So hat Monsanto während des Vietnamkrieges das dioxinhaltige Entlaubungsmittel Agent Orange hergestellt. Dieses Gift macht auch heute noch viele Millionen Menschen krank, und noch immer werden in Vietnam Kinder mit schwersten Behinderungen geboren.
Zwischen 1990 und 2001 setzte Monsanto mehrere Dutzend mal genmanipulierte Pflanzen ohne Genehmigung frei und kontaminierte auch umliegende Felder. Laut Greenpeace wurde der Konzern in Indonesien wegen Bestechung zu einer Geldstrafe von 1,5 Millionen Dollar verurteilt. Jahrzehntelang leugnete der Konzern die Gefahren von PCB und Dioxin, so dass Millionen von Menschen an diesen Giften erkrankten. Eine neue Studie zeigt, dass Monsantos Roundup, das meistverkaufte Pestizid der Welt, Amphibien gefährdet. Möglicherweise ist es für das globale Amphibiensterben verantwortlich - der Konzern streitet einen Zusammenhang natürlich ab.
Als das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit Monsanto den Verkauf von Gen-Mais in Deutschland untersagte (siehe »Ist Genmais illegal?«), wurde so gleich eine US-Administration im deutschen Kanzleramt vorstellig. Dass es Gespräche zwischen dem Kanzleramt und dem Konzern sowie dem Kanzleramt und der US-Botschaft gegeben habe, bestätigt ein Regierungssprecher auf Anfrage. Das Ministerium habe sich aber bei seiner Entscheidung »ausschließlich auf vorliegende Risikoeinschätzungen gestützt« und sei »nicht von Dritten« beeinflusst worden. - Wer´ s glaubt, wird selig…
Welche Motive stecken hinter der grünen Gentechnik?
Da wäre zum einen die Forcierung eines globalen landwirtschaftlichen Homogenisierungsprozesses, der die Auflösung der traditionellen, familiären Landwirtschaft und das Etablieren einer landwirtschaftlichen Monokultur zur Folge hat. Dies geschieht durch die Patentierung einst natürlich vorkommender Nahrungspflanzen und die daraus folgende weltumspannenden Kontrolle des Saatgutes durch transnationale Agrar-Monopolisten wie Monsanto, Syngenta oder Aventis. Es geht also mal wieder um Geld, Macht und Abhängigkeiten. Hört man hiervon etwas in der »freien« Presse oder von unseren Politikern? Mitnichten!
In einer Epoche der Knappheit, so argumentieren vielmehr die Gen-Befürworter, könne das Problem des Hungers nur durch eine Steigerung der Erträge gelöst werden. Die grüne Gentechnik sei daher notwendig, um den Hunger in der Dritten Welt zu besiegen. Ganz unabhängig davon, dass sich westliche Konzerne oder Politiker noch nie ernsthaft darum bemüht haben, das Leid in der Dritten Welt spürbar zu lindern, stellt diese Behauptung ein unwahre Tatsache dar. Das Problem des Hungers wird nämlich nachweislich nicht gelöst werden können, wenn man nur eine neue Technologie in ein durch soziale Ungerechtigkeiten gestörtes System einführt. Über 840 Millionen Menschen leiden weltweit aus gesellschaftlichen und politischen Gründen an Hunger. Doch um den Welthunger zu bekämpfen, müssen nicht die Erträge gesteigert werden, wie uns die Gen-Industrie oder einige Politiker glauben schenken möchten.
Laut Jean Ziegler, UN-Sonderberichterstatter für das Recht auf Nahrung, könnten die weltweiten landwirtschaftlichen Erträge zusammengenommen etwa doppelt soviel Menschen ernähren, wie derzeit auf den Planeten leben. Die zentrale Frage lautet daher nicht, wie man die Erzeugung steigern kann, sondern was man anbaut und wer sich wovon ernährt.
Der kausale Zusammenhang von Gentechnik, Hunger und der Beschneidung von elementaren Menschenrechten ist bereits in Argentinien und Indien zu sehen, wo nach den USA die meisten Gen-Pflanzen angebaut werden. Seit Beginn des Anbaus spitzte sich dort die Hungersituation dramatisch zu, denn das Kultivieren von Gen-Pflanzen trieben die Länder weiter in eine exportorientierte, von Großbetrieben dominierte Landwirtschaft. Davon profitieren nur einige Wenige, während große Teile der Bevölkerung hungern und ihre Lebensgrundlage verlieren.
Monsantos “Schreckensherrschaft” in der 3. Welt
Da das Verbreiten von Genpflanzen für die Lobby ein Milliardengeschäft ist, priesen deren Vertreter auf einer internationalen Konferenz die neue Technik als Rettung für die Menschheit. Sie sprachen vom »Hunger in der Welt« und den überlebenswichtigen Beitrag der Gentechnik für das Überleben der Menschheit. Sie lobten die Gen-Baumwolle in Indien, welche dort seit etwa 10 Jahren auf großer Fläche angebaut wird und statuierten sie als wahrhaften Segen, der vielen Indern zu höheren Einkommen verholfen habe. Darauf meldete sich ein indischer Mitarbeiter der alternativen Nobelpreisträgerin Vandana Shiva zu Wort und berichtete, wie der Gen-Konzern Monsanto in Indien eine Schreckensherrschaft errichtet hat. Zu aller erst wurden die Bauern mit den unsäglichen Methoden der modernen Werbung für die Gentechnik begeistert. Die Lobby versprach ihnen 80 Prozent höhere Erträge. Dass im Durchschnitt vier mal so teure Saatgut durften sie auf Kredit kaufen. Im Gegenzug mussten sich die Bauern durch Knebelungsverträge verpflichten, auch das dazugehörige Gerät und alle sonstigen Hilfsmittel wie chemischer Dünger dazuzukaufen. Auch Gratissaatgut wurde großzügig an skeptische Landwirte verteilt.
Eine Weile ging dies gut. Danach folgte eine Missernte nach der anderen. Die Genpflanzen wurden immer schwächer, die Anfälligkeit für Krankheiten und Schädlinge nahm stetig zu. Dadurch mussten immer mehr Spritzmittel hinzugekauft werden. Dies führte dazu, dass die Bauern ihre Kredite nicht mehr bedienen konnten und immer höhere Schulden anhäuften. Die Lage wurde so aussichtslos, dass viele Landwirte in Indien nur noch einen Ausweg sahen - den Weg in den Selbstmord. So brachten sich dort 25.000 Gen-Bauern in den letzten 5 Jahren um. Das sind 13,7 Selbstmorde pro Tag, verschuldet durch die Segnungen der Gentechnik, welche die PR-Abteilungen der Gen-Fabriken unter das Volk bringen.
Zugegeben, der Drang des Menschen, zu forschen, zu entwickeln, zu verbessern und auszuprobieren entspricht einem natürlichen Prinzip der Natur. Gefährlich für die Allgemeinheit wird diese Neugier erst dann, wenn dahinter höchst unsoziale und machtpolitische Motive lauern, was wir gegenwärtig leider erleben. Dass dies zu einer globalen sozialen Katastrophe führen könnte, ist leicht abzusehen…
Quelle/weiterlesen…: www.bookmarks-magazin.de
USA erneuern ihr Kernwaffenarsenal
Zum ersten Mal seit 20 Jahren will die US-Regierung einen neuen Nuklearsprengkopf bauen - offiziell aus Sorge um die Funktionstüchtigkeit der alten Waffen. Kritiker sehen darin eine aberwitzig teure Arbeitsbeschaffungsmaßnahme und ein verhängnisvolles Signal an die Welt.
Noch immer sind Hunderte amerikanischer Nuklearwaffen auf Ziele in Russland und anderswo gerichtet. Obwohl mit dem Untergang der Sowjetunion 1991 auch der Kalte Krieg mit seinem “Gleichgewicht des Schreckens” ein Ende fand, unterhalten die Vereinigten Staaten weiterhin ein Arsenal von rund zehntausend dieser Massenvernichtungswaffen. Russland, China, Frankreich, Indien, Israel, Pakistan und Großbritannien sind heute Verbündete der USA oder schlimmstenfalls unkriegerische Konkurrenten; alle außer Russland besitzen nur beschränkte Kernwaffenarsenale.
Nordkorea und Iran haben zwar ein gespanntes Verhältnis zu den Vereinigten Staaten, verfügen aber noch nicht über die Fähigkeit, Amerika massiv zu bedrohen. Die größte nukleare Gefahr scheint derzeit von einer “schmutzigen Bombe” auszugehen - einer mit radioaktivem Material bepackten konventionellen Bombe - oder von einem kleinen nuklearen Sprengkörper. Ein massives Nuklearwaffenarsenal dürfte aber Terroristen oder nichtstaatliche Gruppen kaum abschrecken, solche Waffen einzusetzen.
Im Moskauer Vertrag von 2002 über die Reduzierung strategischer Angriffswaffen haben sich die Vereinigten Staaten verpflichtet, ihr nukleares Offensivpotenzial mit der Zeit auf weniger als 2200 Sprengköpfe und Bomben zu reduzieren. Doch gleichzeitig wollen das Energie- und das Verteidigungsministerium der USA diese Waffen teilweise auswechseln, weil sie befürchten, die alternden Sprengköpfe würden nach jahrelanger Lagerung nicht mehr optimal funktionieren. Das betrifft vor allem die W76-Gefechtsköpfe, die ein Drittel des Bestands ausmachen; die ältesten werden 2008 das Ende ihrer dreißigjährigen Lebensdauer erreichen. Eine einzelne W76-Nuklearwaffe hat eine Sprengkraft von 100 Kilotonnen oder 100.000 Tonnen TNT. Sie soll so genannte weiche Ziele zerstören: Häfen, Garnisonen, Fabriken.
2004 starteten Energie- und Verteidigungsministerium das Programm Reliable Replacement Warhead (RRW, zuverlässiger Ersatzsprengkopf). Im März 2007 erhielt das Lawrence Livermore National Laboratory in Kalifornien den Zuschlag für die Konstruktion des ersten amerikanischen Nuklearsprengkopfs seit zwanzig Jahren. Diese Waffe namens RRW1 soll die gleiche Sprengkraft wie W76 besitzen; sie hätte nach dem Ende des Kalten Kriegs keine neue strategische Funktion, und viele Beobachter bezweifeln ihren Sinn. Zudem werden derzeit zweitausend W76-Sprengköpfe technisch überholt, um ihre Lebensdauer zu verlängern, und die Sorge um die Zuverlässigkeit alternder Plutoniumkomponenten hat sich als unbegründet erwiesen.
Doch die NNSA (National Nuclear Security Administration), die für Nuklearwaffen zuständige Behörde im Energieministerium, hat weitere Gründe parat: Man erspare sich das Risiko neuer Kernwaffentests und schaffe eine Waffe, die weniger umweltschädliches Material erfordert. Obwohl die Haushaltsmittel für RRW noch nicht bewilligt sind und Teile des Programms vom Kongress gestrichen oder in Frage gestellt wurden, liegen bereits eine Kostenschätzung und ein Produktionsplan vor. Dennoch bleiben wichtige Fragen offen: Welchem Zweck dient das nukleare Waffenarsenal der USA, woraus soll es bestehen, und wie viele Waffen sind nötig?
Quelle:www.spiegel.de
Die Amok-Droge der Gewaltkids
In Berlin macht das Medikament junge Schläger seit Jahren schmerzfrei und kaltblütig / Nun warnen Apotheker auch in Hamburg
Amok-Droge. So nennen sie das Medikament in Berlin. In der Hauptstadt sorgt Tilidin schon seit Jahren für Aufregung. Denn jugendliche Gewalttäter nehmen das Schmerzmittel, bevor sie auf ihre Verbrechens-Touren gehen. Tilidin enthemmt sie, macht sie angstfrei. Die Gewaltkids fühlen sich dann unbesiegbar. Nun warnt die Apothekerkammer auch in Hamburg vor dieser Amok-Droge.
Bereits vor Monaten tauchten vereinzelt gefälschte Rezepte für das Opiat in der Hansestadt auf. “Diese Tilidin-Verschreibungen machen mittlerweile einen Großteil der Rezeptfälschungen aus”, sagt Rainer Töbing, Präsident der Apothekerkammer Hamburg. “Rund ein Drittel betreffen das Schmerzmittel. Das sind in der Woche zwei bis drei Fälle, die uns gemeldet werden. Die Dunkelziffer ist aber mit Sicherheit noch sehr viel höher”, fügt Reinhard Hanpft (51) von der Apothekerkammer hinzu. Das sieht die Polizei anders. Die Beamten reden von vereinzelten Fällen.
Gerade junge Straftäter trinken sich mit Tilidin Mut an, bevor sie Verbrechen begehen. Es macht sie kaltblütig und schmerzfrei. Die Konsumenten in der Szene sind vor allem Männer muslimischen Glaubens, da Medikamente für sie im Gegensatz zu Cannabis oder Alkohol nicht grundsätzlich verboten sind. In Berlin beschrieben Polizisten immer wieder, dass sich die Konsumenten “wie Berserker” bei der Festnahme gewehrt hätten. Nicht mal Pfefferspray hätte ihnen etwas ausgemacht.
Nicht nur der Konsum von Tilidin ist ein großes Problem, auch die Beschaffungskriminalität. “In Berlin wird fast jeden Tag eine Apotheke überfallen. Oft stehlen die Täter auch Tilidin”, weiß Dr. Claus Greger (64) von der Rosen-Apotheke beim Schlump (Harvestehude). In Hamburg hätte er davon zwar noch nichts gehört, doch die Mitarbeiter seien auch hier in Bezug auf Tilidin sensibilisiert.
Um die Probleme mit dem Schmerzmittel in den Griff zu bekommen, fordern Hamburgs Apotheker nun, Tilidin-haltige Medikamente dem Betäubungsmittelgesetz zu unterstellen. Denn dann bräuchten Käufer ein Spezialrezept in mehrfacher Ausführung für Arzt, Apotheker und Bundesopiumstelle, wodurch Fälschungen kaum noch möglich wären. Doch bis dahin werden sich Kriminelle weiterhin vor Schlägereien und Überfällen mit dem Schmerzmittel angstfrei machen. Was sich strafrechtlich sogar noch positiv auswirken kann. Denn wer unter Medikamenteneinfluss ein Verbrechen begeht, ist möglicherweise nur vermindert schuldfähig.
Info:
So wirkt das Schmerzmittel Tilidin
Schon in den 80er Jahren wurde das Tilidin-Präparat Valoron N konsumiert, weil es verhältnismäßig günstig war und die Entzugserscheinungen von Heroin linderte. Die Pharmakonzerne nahmen das ursprüngliche Mittel vom Markt und fügten den suchtbremsenden Wirkstoff Naloxon hinzu. Das neue Präparat war damit als Heroinersatz nicht mehr brauchbar und verschwand für einige Jahre aus der Drogenszene.
Die derzeit im Handel erhältlichen Präparate werden nach Operationen oder bei Rheuma- und Krebspatienten als Schmerzmittel eingesetzt. Sie sind deutlich stärker als zum Beispiel Aspirin, haben aber nur ein Fünftel der Wirkung von Morphin.
Nicht bei jedem Konsumenten wirkt das Medikament gleich. “Es lindert nicht nur Schmerzen, sondern kann auch belebend wirken und zu Stimmungsveränderungen, Schwindel, Benommenheit und Krämpfen führen”, warnt Dr. Jörn Graue, Vorsitzender des Hamburger Apothekervereins.
Zudem seien auch Aggressivitätssteigerungen durch das Medikament beobachtet worden. Experten vermuten jedoch, dass die Konsumenten nicht durch das Tilidin aggressiv werden, sondern das Medikament die bereits vorhandene Grundstimmung verstärkt.
Quelle:www.mopo.de
Wie stiehlt man ein ganzes Land?
D i e ” P l ü n d e r l a n d - V e r s c h w ö r u n g ” .
Ein satirisches Märchen?
1 - Die Geschichte von der Plünderland-Verschwörung oder ~ wie man tausend Milliarden Plünderos veruntreut!
Es war einmal ein Land, das nannte man Plünderland. Plünderland war nicht das einzige Land auf der Welt. Andere mächtige Länder sahen, dass Plünderland immer größer und stärker wurde. Also führte man zwei große Kriege mit Plünderland. Plünderland verlor die Kriege und die Sieger teilten es unter sich auf. Danach gab es Plünderland Ost und Plünderland West.
Im Plünderland Ost wurde die sozialistische Planwirtschaft eingeführt und im Plünderland West die kapitalistische Marktwirtschaft.
Beide Systeme dienten auf ihre Art und Weise dazu, die Bevölkerung in einem ständigen Existenzkampf zu halten und langfristig durch Mangel gefügig zu machen. Damit sich die Systeme nicht vermischen konnten, ließen die Götter der Welt mitten im geteilten Plünderland eine Stahlwand errichten.
Künftig war die gesamte alte Welt durch diesen Stahlwall in den sozialistischen Osten und den kapitalistischen Westen geteilt. In der sozialistischen Planwirtschaft gab es reichlich billiges Geld und zu wenig nutzbare Güter. Denn Geld wurde nach Belieben vom Staat geschöpft. Die Güter aber wurden nicht nachfrageorientiert, sondern nach einem schlecht funktionierenden Plan produziert. Dadurch gab es einen permanenten Mangel an Gütern.
Im kapitalistischen Westen hingegen war es genau umgekehrt. Zwar wurde am Anfang genügend Geld zur Verfügung gestellt und dadurch konnte zunächst auch eine nachfragegerechte Produktion finanziert werden.
Doch das privatisierte Kreditgeldschöpfungsmonopol erzeugte im Westen mit der Zeit ein anderes Problem. Durch die permanent steigenden Geldumlaufgebühren, den Zinsen und Zinseszinsen, entstand mit der Zeit eine immer größere Geldknappheit bei der breiten Bevölkerung.
Beide Entwicklungen waren von den Göttern der Welt beabsichtigt.
Langfristig war eine Zentralisierung aller Macht in der alten Welt geplant. Dazu musste man in den verschiedenen Ländern dieses Teiles der Welt eine einheitliche Währung einführen.
Kein Land sollte mehr sein eigenes Geld erschaffen können.
Im westlichen Plünderland regte sich ziemlich viel Widerstand gegen die Währungspläne der Götter. Schließlich war der Plündero-West die stabilste Währung in der alten Welt. Andere Länder waren bis dahin weitaus unsolider bewirtschaftet worden und deshalb lag die Verschuldung in Plünderland deutlich niedriger als die anderer großer Alte-Welt-Staaten.
Um alle Macht in der alten Welt zu zentralisieren, hatten die Götter schon lange geplant, den großen Stahlwall wieder abzureißen. Ganz nebenbei konnte man bei dieser Gelegenheit die beiden Plünderländer wieder zusammenführen. Das wurde von den Pünderanern als großes Ereignis gefeiert.
Sie ahnten nicht, dass die Götter etwas ganz anderes wollten, als alle Plünderaner in Brüderlichkeit wiederzuvereinen. Neben der Zentralisierung aller Macht in der alten Welt, war nämlich auch noch geplant, die Wiedervereinigung von Plünderland zum Anlaß zu nehmen, seine Verschuldung drastisch anzuheben.
Die Plünderaner sollten keinen Grund mehr sehen, ihren Widerstand gegen eine einheitliche, monopolisierte und privatisierte Kreditgeldwährung, für die ganze alte Welt, aufrechtzuerhalten.
Um die Verschuldung von Plünderland auf die Augenhöhe der anderen Länder anzuheben, organisierten die Götter einen gigantischen Betrug.
Wir nennen dieses einmalige historische Ereignis “die Plünderlandverschwörung”. Natürlich wird der eine oder andere von Ihnen sagen:
Da ist schon wieder eine dieser ewigen Verschwörungstheorien. Ich weiß nichts von irgendeiner Verschwörung. Ich kann beim besten Willen nirgends eine Verschwörung entdecken. Zwar steht nicht alles zum Besten und es gibt auch einige Ungereimtheiten auf dieser Welt - aber deshalb von Verschwörung reden?
Bedenken Sie bitte eines: Es gehört zum Wesen einer wirklich guten, einer gelingenden, einer ordentlichen Verschwörung, daß die, gegen die man sich verschworen hat, die Verschwörung nicht als solche erkennen können. Die Verschwörung muß außerhalb Ihrer normalen Wahrnehmung liegen. Sonst wäre es schließlich keine ordentliche Verschwörung.
Es gibt aber auch außerordentliche Verschwörungen. Sie zeichnen sich dadurch aus, daß sie nach Art und Umfang und nach zeitlicher Dauer unsere Vorstellungskraft von einer möglichen Verschwörung einfach weit übertreffen. Deshalb können wir sie nicht als Verschwörung erkennen bzw. begreifen.
Bei außerordentlichen Verschwörungen können Teilaspekte durchaus im Bereich unserer normalen Wahrnehmung liegen. Das nützt uns aber nichts, weil wir solche Teilaspekte nicht als Bestandteile dieser außerordentlichen Verschwörung identifizieren können.
Es ist ganz ähnlich wie bei einem sehr großen Puzzle aus vielleicht 2000 Stücken. Sie sehen aber nur 10 oder 20 von diesen Stücken, die immerhin nahe zusammen zu gehören scheinen. Sie erkennen, daß es sich bei diesem Teil des Puzzles wohl um einen Elefantenrüssel handeln muß.
Sie ziehen natürlich den Schluß, daß das gesamte Bild einen ganzen Elefanten zeigen wird. Auf die Idee, dass das vollständige Puzzlebild eine große Elefantenherde darstellt, die auf der Flucht vor schwer bewaffneten Elfenbeinjägern, ein ganzes Mäusevolk zertrampelt, wären Sie vermutlich nie gekommen.
Schließlich nimmt der Elefant, von dem Sie anfangs nur den Rüssel erkannt haben, einen großen Teil des Bildes ein, weil er ganz vorne im Bild ist. Der Macher des Puzzles fand nämlich die Idee besonders witzig, die Elefantenherde auf den Bildbetrachter zurasen zu lassen. So hatten sie neben einer sehr geringen Bildinformation auch noch eine, die Phantasie besonders einschränkende, Perspektive.
Warum habe ich Ihnen diesen Vergleich vorangestellt? Es geht mir darum, deutlich zu machen, daß Sie kaum eine Chance hatten, die Verschwörungspraxis, von der Sie heute erfahren werden, selbst zu entdecken.
Es hat nichts mit Dummheit zu tun, dass Sie von diesen Vorgängen nichts mitbekommen haben. Es gibt keinen Grund sich selbst in Frage zu stellen. Die Verschwörung war eben unvorstellbar groß und sehr perfekt inszeniert.
Und die gutmütigen Plünderaner waren die arglosen Opfer. Hören (es handelt sich eigentlich um ein “Hörstück”. - KHH.) wir uns also an, was der Verfasser der folgenden Geschichte zu sagen hat:……………
Quelle/…weiterlesen: artfond.de
Kaputte Untersee-Internet-Kabel Angriff der USA?
Innerhalb einer Woche sind bereits vier unterseeische Internet-Kabelstränge in den arabischen Raum beschädigt worden. Die Ursachen sind nach wie vor rätselhaft, es kursieren bereits Verschwörungstheorien.
DOHA, KAIRO (pressetext.at). Ein Untersee-Kabel zwischen Katar und den Vereinigten Arabischen Emiraten ist schadhaft, wie am Sonntag die Quatar Telecom bekannt gegeben hat. Damit sind innerhalb einer Woche bereits vier Internet-Kabel beschädigt worden, die für die Anbindung des arabischen Raums von Bedeutung sind. Zuvor hatten Schäden bereits ein Kabel vor Dubai sowie zwei vor der ägyptischen Küste betroffen. Die Gründe der Ausfälle sind unklar, ursprünglich postulierte Schäden durch Schiffsanker erscheinen im Fall der beiden Mittelmeer-Kabel nunmehr ausgeschlossen.
Das ägyptische Telekommunikationsministerium hat Überwachungsaufnahmen der Umgebung der Kabelschäden für einen Zeitraum von zwölf Stunden vor bis zwölf Stunden nach dem Zeitpunkt der Beschädigung analysiert. In dem für den Schiffsverkehr an sich gesperrten Bereich vor Alexandria haben sich in diesem Zeitraum auch keine Schiffe aufgehalten, meldet das Ministerium. Damit ist der tatsächliche Grund für die Schäden wie auch bei den beiden Kabeln im persischen Golf nach wie vor unklar. Das Problem am Kabel vor Katar könnte mit der Energieversorgung zusammenhängen, meldet ArabianBusiness.com unter Verweis auf inoffizielle Informationen.
Schon nach den Kabelschäden im Mittelmeer kamen erste Verschwörungstheorien auf, dass hinter den Internet-Ausfällen ein Angriff der USA auf den Iran stehe. Nach dem dritten Kabel-Schaden vor Dubai schürte besonders der amerikanische Internet-Kolumnist Ian Brockwell Spekulationen über einen beabsichtigten IT-Infrastruktur-Angriff weiter. Das starke Engagement westlicher Firmen im arabischen Raum und die ebenfalls starke Internet-Beeinträchtigung im wichtigen Outsourcing-Standort Indien hat unter Branchenexperten allerdings für Zweifel an der Theorie gesorgt. Die schadensbedingten Internet-Einschränkungen würden auch amerikanische Interessen betreffen, hält ein Brancheninsider, der namentlich nicht genannt werden wollte, im pressetext-Gespräch das Szenario eines US-Angriffs für unwahrscheinlich.
Bis zur Reparatur der Untersee-Kabel wird es noch etwas dauern. Ein Reparaturschiff für das Kabel vor Dubai konnte am Wochenende witterungsbedingt nicht auslaufen, während für den Mittelmeer-Kabelstrang der Firma Flag Telecom derzeit ein Zeitrahmen von etwa zwei Wochen angegeben wird. Für den anderen Mittelmeer-Strang, Sea-ME-We-4, ist gegenwärtig von einer Reparatur am 8. Februar die Rede.
Quelle: salzburg.com
Reinhard Mey - “Sei wachsam” (live)
Zum Jahresende ein kleines Lied - einfach zuhören und auf sich wirken lassen…
Text:
“Ein Wahlplakat zerrissen auf dem nassen Rasen,
Sie grinsen mich an, die alten aufgeweichten Phrasen,
Die Gesichter von auf jugendlich gemachten Greisen,
Die Dir das Mittelalter als den Fortschritt anpreisen.
Und ich denk’ mir, jeder Schritt zu dem verheiß’nen Glück
Ist ein Schritt nach ewig gestern, ein Schritt zurück.
Wie sie das Volk zu Besonnenheit und Opfern ermahnen,
Sie nennen es das Volk, aber sie meinen Untertanen.
All das Leimen, das Schleimen ist nicht länger zu ertragen,
Wenn du erst lernst zu übersetzen, was sie wirklich sagen:
Der Minister nimmt flüsternd den Bischof beim Arm:
Halt du sie dumm, — ich halt’ sie arm!Sei wachsam,
Präg’ dir die Worte ein!
Sei wachsam,
Fall nicht auf sie rein!Paß auf, daß du deine Freiheit nutzt,
Die Freiheit nutzt sich ab, wenn du sie nicht nutzt!
Sei wachsam,
Merk’ dir die Gesichter gut!
Sei wachsam,
Bewahr dir deinen Mut.
Sei wachsam
Und sei auf der Hut!Du machst das Fernsehen an, sie jammern nach guten, alten Werten.
Ihre guten, alten Werte sind fast immer die verkehrten.
Und die, die da so vorlaut in der Talk-Runde strampeln,
Sind es, die auf allen Werten mit Füßen rumtrampeln:
Der Medienmogul und der Zeitungszar,
Die schlimmsten Böcke als Gärtner, na wunderbar!
Sie rufen nach dem Kruzifix, nach Brauchtum und guten Sitten,
Doch ihre Botschaft ist nichts als Arsch und Titten.
Verrohung, Verdummung, Gewalt sind die Gebote,
Ihre Götter sind Auflage und Einschaltquote.
Sie biegen die Wahrheit und verdrehen das Recht:
So viel gute alte Werte, echt, da wird mir echt schlecht!Sei wachsam,
Präg’ dir die Worte ein!
Sei wachsam,
Fall nicht auf sie rein!Paß auf, daß du deine Freiheit nutzt,
Die Freiheit nutzt sich ab, wenn du sie nicht nutzt!
Sei wachsam,
Merk’ dir die Gesichter gut!
Sei wachsam,
Bewahr dir deinen Mut.
Sei wachsam
Und sei auf der Hut!Es ist ‘ne Riesenkonjunktur für Rattenfänger,
Für Trittbrettfahrer und Schmiergeldempfänger,
‘ne Zeit für Selbstbediener und Geschäftemacher,
Scheinheiligkeit, Geheuchel und Postengeschacher.
Und die sind alle hochgeachtet und sehr anerkannt,
Und nach den schlimmsten werden Straßen und Flugplätze benannt.
Man packt den Hühnerdieb, den Waffenschieber läßt man laufen,
Kein Pfeifchen Gras, aber ‘ne ganze Giftgasfabrik kannst du kaufen.
Verseuch’ die Luft, verstrahl’ das Land, mach ungestraft den größten Schaden,
Nur laß dich nicht erwischen bei Sitzblockaden!
Man packt den Grünfried, doch das Umweltschwein genießt Vertrau’n,
Und die Polizei muß immer auf die Falschen drauf hau’n.Sei wachsam,
Präg’ dir die Worte ein!
Sei wachsam,
Fall nicht auf sie rein!Paß auf, daß du deine Freiheit nutzt,
Die Freiheit nutzt sich ab, wenn du sie nicht nutzt!
Sei wachsam,
Merk’ dir die Gesichter gut!
Sei wachsam,
Bewahr dir deinen Mut.
Sei wachsam
Und sei auf der Hut!Wir ha’m ein Grundgesetz, das soll den Rechtsstaat garantieren.
Was hilft’s, wenn sie nach Lust und Laune dran manipulieren,
Die Scharfmacher, die immer von der Friedensmission quasseln
Und unterm Tisch schon emsig mit dem Säbel rasseln?
Der alte Glanz in ihren Augen beim großen Zapfenstreich,
Abteilung kehrt, im Gleichschritt marsch, ein Lied und heim ins Reich!
„Nie wieder soll von diesem Land Gewalt ausgehen!”
„Wir müssen Flagge zeigen, dürfen nicht beiseite stehen!”
„Rein humanitär natürlich und ganz ohne Blutvergießen!”
„Kampfeinsätze sind jetzt nicht mehr so ganz auszuschließen.”
Sie zieh’n uns immer tiefer rein, Stück für Stück,
Und seit heute früh um fünf Uhr schießen wir wieder zurück!Sei wachsam,
Präg’ dir die Worte ein!
Sei wachsam,
Fall nicht auf sie rein!Paß auf, daß du deine Freiheit nutzt,
Die Freiheit nutzt sich ab, wenn du sie nicht nutzt!
Sei wachsam,
Merk’ dir die Gesichter gut!
Sei wachsam,
Bewahr dir deinen Mut.
Sei wachsam
Und sei auf der Hut!Ich hab’ Sehnsucht nach Leuten, die mich nicht betrügen,
Die mir nicht mit jeder Festrede die Hucke voll lügen,
Und verschon’ mich mit den falschen Ehrlichen,
Die falschen Ehrlichen, die wahren Gefährlichen!
Ich hab’ Sehnsucht nach einem Stück Wahrhaftigkeit,
Nach ‘nem bißchen Rückgrat in dieser verkrümmten Zeit.
Doch sag die Wahrheit und du hast bald nichts mehr zu lachen,
Sie wer’n dich ruinier’n, exekutier’n und mundtot machen,
Erpressen, bestechen, versuchen, dich zu kaufen.
Wenn du die Wahrheit sagst, laß draußen den Motor laufen,
Dann sag sie laut und schnell, denn das Sprichwort lehrt:
Wer die Wahrheit sagt, braucht ein verdammt schnelles Pferd.Sei wachsam,
Präg’ dir die Worte ein!
Sei wachsam,
Fall nicht auf sie rein!Paß auf, daß du deine Freiheit nutzt,
Die Freiheit nutzt sich ab, wenn du sie nicht nutzt!
Sei wachsam,
Merk’ dir die Gesichter gut!
Sei wachsam,
Bewahr dir deinen Mut.
Sei wachsam
Und sei auf der Hut!”
Siehe auch:
- Video: Nein, meine Söhne gebe ich nicht @youtube
- Homepage: Reinhard Mey

